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Bericht aus der Schreibwerkstatt #11

Meine Lieben, selbst wenn ich einmal nicht um Fragen für ein neues Q&A bitte, wird mir zumindest eine ständig gestellt. Nicht nur in dieser Online-Welt, sondern vor allem auch in meinem “persönlichen” Leben. Mehr oder weniger nach jeder anfänglichen Begrüßung kommt ziemlich bald danach die Frage nach einem neuen Buch, deshalb wird es allerhöchste Zeit, dies endlich einmal zu beantworten.
Und ich wünschte, es wäre so einfach und ich könnte mit einer Zeitangabe kontern, aber so leicht ist es leider nicht.

Fangen wir vielleicht erst einmal damit an: Als wir MirliMes zehnten Geburtstag gefeiert haben, wurde bei ungefähr jedem zweiten Beitragswunsch die Bitte nach einem neuen Gedicht von mir geäußert – was mich unheimlich gefreut hat, ehrlich! Allerdings, im Gegensatz zu jeder anderen Art von Beitragswunsch, ist das der eine, dem ich nicht einfach so nachkommen kann. Egal um welches Thema es geht, und wenn ihr mich bitten würdet, eine Speisekarte zu rezitieren, ich könnte mich hinsetzen und drauflosschreiben. Es gibt ehrlich kein Thema, bei dem das nicht auf irgendeine Weise umsetzbar wäre.
Nur nicht bei diesem Thema, nicht bei diesem einen Wunsch.

Bisher ist noch jedes meiner Gedichte quasi wie von selbst entstanden. Meist ist es wirklich so, dass mich in der Nacht Worte “überfallen”, die sich so festsetzen, dass ich erst dann wieder einschlafen kann, wenn ich sie zu Papier gebracht habe. Genau so war es bisher jedes einzelne Mal. Es war gegenteilig noch nie der Fall, dass ich mich hingesetzt habe und mir zu einem bestimmten Thema etwas Poetisches habe einfallen lassen. Vielleicht gibt es Schriftsteller, die das können, ich kann es auf alle Fälle nicht.

Lustigerweise ist es sogar so, wenn ich mir ältere Gedichte und Texte poetischer Art von mir durchlese, dass ich nicht glauben kann, dass ich diese selbst verfasst habe. Wenn ich von einem mythischen Wesen überzeugt bin, dann von der sprichwörtlichen Muse. Ich kann das nicht allein, da muss definitiv eine helfende Kraft im Spiel sein. Tja, und in letzter Zeit hatte diese Muse einfach kein Lust, Zeit mit mir zu verbringen. Und ich will sie auch nicht dazu zwinge. Sie soll sich gerne mit mir abgeben, aber nicht, weil sie sich unter Druck gesetzt fühlt.

Tja, und genau so verhält es sich auch mit meine Geschichten, meinen Romanen. Ich weiß ehrlich nicht, woran es liegt, dass es sich für mich momentan einfach nicht richtig anfühlt, mir Geschichten auszudenken. Dabei hatte ich im vergangenen Jahr sogar schon ein Konzept ausgearbeitet, das fix und fertig darauf gewartet hat, von mir umgesetzt zu werden. Diese Geschichte, die ich da skizziert habe, kann (oder will) ich allerdings aus diversen Gründen momentan nicht schreiben. Zwar könnte ich wahrscheinlich schon ein paar Parameter austauschen und dann wäre es irgendwie machbar, aber ich bin mir nicht sicher, ob das der richtige Weg ist.

Außerdem habe ich momentan einen anderen Plan.

Nachdem die Zusammenarbeit mit einer Buchhandlung bei meinem letzten Werk “Sartre, Paris und tausend Klicks” so fantastisch funktioniert hat und in kürzester Zeit alle Bücher vergriffen waren, ich allerdings von Amazon aus das nur bis zu einer gewissen Stückzahl durfte, arbeite ich momentan daran, all meine Bücher (eins nach dem anderen versteht sich) über einen anderen Anbieter noch einmal rauszubringen, damit ich diese dann in größerer Stückzahl bei heimischen Buchhandlungen anbieten darf. Dafür möchte ich allerdings speziell meine Lebens-Reihe noch einmal komplett überarbeiten.
Ich habe selbst bemerkt, wie sehr ich mich von einem Buch zum nächsten weiterentwickelt habe. Wie viel ich dazugelernt habe. Sind wir mal ehrlich, mein erstes Buch “Lebensgrün” war schon noch sehr fehlerhaft. Mittlerweile habe ich gefühlt ein Germanistikstudium hinter mir, und auch was den Inhalt und einige Formulierungen angeht – ich möchte einfach das gesamte Buch noch einmal durchackern und dann mit neuem Cover und eventuell sogar mit neuem Titel veröffentlichen.

Bei meinen ersten Romanen habe ich rein meine eigene Vision und meinen persönlichen Geschmack durchgesetzt. Was ich nicht bereue, keineswegs. Wenn dieses Buch jedoch in einer Buchhandlung aufliegt, sollte es etwas – wie soll ich sagen – “gemeingültiger” sein.
Na ja, langer Rede kurzer Sinn, ich habe immens viel Arbeit vor mir, bis ich das für all meine vier Bücher umgesetzt haben werde. Und damit werde ich wohl auch die nächsten Monate beschäftigt sein.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich im letzten Jahr viel darüber nachgedacht, weshalb es sich für mich zur Zeit einfach nicht richtig anfühlt, kreativ zu schreiben. Natürlich sind Beiträge hier am Blog auch kreative Arbeit, aber sie sind strukturierter, ich kann mich an einem bestimmten Thema festklammern und mich rein darauf konzentrieren. Aber bei einem Roman oder auch Gedicht, da sind all meine Emotionen, da ist all mein Herzblut gefragt und … ja … es ist einfach so, dass mir tatsächlich das Weltgeschehen, die Entwicklung der Gesellschaft, alles, was da gerade abgeht, all mein Herzblut aufbraucht. Da sind so viele andere Emotionen in mir, dass ich es nicht aushalte, noch mehr fühlen zu “müssen”.

Mir ist schon bewusst, dass Poeten oder auch Musiker oder alle Künstler generell  gerade solche Emotionen in Werke verwandeln. Die das geradezu brauchen, um in einen Schaffensprozess einzusteigen. Und auf gewisse Weise ist es bei mir nicht anders. Aber zum jetzigen Zeitpunkt blockiert mich diese Vielzahl an Gefühlen richtiggehend. Ich habe keine Schreibblockade, versteht mich nicht falsch. Hatte ich tatsächlich noch nie, und habe ich auch jetzt nicht. Ich könnte, wenn ich wollte, aber das ist das Problem, da ist momentan so ein Unwille in mir, von dem ich nicht einmal weiß, woher er kommt, aber ich werde mich bestimmt zu nichts zwingen.

Für mich ist es ein gutes Gefühl, dass ich an meinen “alten” Werken arbeiten kann. Dass ich mich sehr wohl mit meinen Büchern beschäftige, aber ja, ich kann aus so vielen Gründen zur Zeit nicht an einem neuen Buch arbeiten, und ich hoffe, dass ihr es und mich verstehen könnt. Manches ist wirklich schwer zu erklären. Gefühle sind schwer zu erklären. Wie soll einen jemand anderes verstehen, wenn man sich selbst manchmal nicht verstehen kann.

Wenn ich Geschichten schreibe, dann fühle ich sie bis ins letzte Komma. Eins meiner Lieblingszitate, von dem ich meine, dass es von Franz Kafka stammt (bin mir nicht zu hundert Prozent sicher), ist: “We are writers my love, we don´t cry, we bleed on paper”  – und wie sehr ich es fühle, denn genau so ist es. Ich blute meine Geschichten auf Papier, und ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass das für den Moment zu viel für mich wäre.

Ich habe es euch gesagt, meine Reise als Autorin ist noch lang nicht vorbei, aber ich bin niemand, der irgendetwas mit Gewalt kreiert. Nichts, das erzwungen wird, kann jemals gut sein. Irgendwann wird es wieder so sein, dass ich in mir diesen einzigartigen Druck verspüre, dass sich Worte in mir sammeln, die mir das Gefühl geben, ich explodiere, wenn ich sie nicht rauslasse. Ja, irgendwann wird dieser Punkt wieder kommen. Aber er muss von selbst kommen, und bis dahin, ihr wisst ja, ich kann gar nicht nicht schreiben. Auch wenn es ab und zu halt nur ein paar wirre Gedanken sind, mit denen ich versuche, eine Frage zu beantworten, die sich gerade nicht so einfach für mich beantworten lässt …

eine Lieben, mir ist bewusst, dass der eine oder andere von euch nun etwas enttäuscht sein wird, aber ich hoffe sehr, ihr könnt mich verstehen. Ich verspreche hoch und heilig, es wird auch wieder neue Romane von mir geben, aber für den Moment kümmere ich mich einmal um meine bisherigen Babies, was mich, das könnt ihr mir glauben, momentan genug Nerven kostet. So einfach, wie ich mir das vorgestellt habe, ist es nämlich nicht …
Tatsächlich ist es so, dass ich es vermisse, an einer neuen Geschichte zu arbeiten. Ich liebe es, mich komplett in einer anderen Welt zu verlieren, deshalb kann ich dieses Versprechen auch so leichtfertig von mir geben, da ich weiß, dass der Druckkochtopf irgendwann ein Pfeifen von sich geben wird, und sobald ich mit dem ersten Satz begonnen habe, werde ich erst wieder aufhören können, wenn ich ausgeblutet bin. So war es bisher jedes Mal, und genau so wird es wieder sein. Wenn die Zeit gekommen ist …
Alles Liebe, love&peace, 

44 Comments on “Bericht aus der Schreibwerkstatt #11

  1. Guten Morgen meine Süße! Ich sehe ja jeden Tag, wie viel Herzblut du in deine Arbeit steckst, und wenn du sagst, dass du momentan ausgeblutet bist, dann ist es nur richtig, dass du dir die Zeit nimmst. Die Überarbeitung von Lebensgrün ist ein schönes Projekt, und ich bin wahnsinnig stolz darauf. Aber bei allem: Mach dir keinen Stress, ich freue mich einfach auf alles, was da noch kommt, egal was und wann! Bussi,344

    1. Guten Morgen, mein Schatz, du bist einfach der Beste, nicht nur deshalb, sondern aus so vielen Gründen. Und ich freue mich trotzdem jetzt schon darauf, wenn ich wieder loslege an der Tastatur, aber inzwischen bin ich ja bestens mit Arbeit versorgt, 3344, alles Liebe, x S.Mirli!

  2. Schönen guten Morgen Mirli! Es ist so ehrlich und mutig von dir, diesen Unwillen beim Schreiben so offen anzusprechen. Natürlich warte ich als Leserin natürlich sehnsüchtig, aber natürlich will ich dich doch nicht ausbluten sehen, wenn es sich gerade nicht richtig anfühlt. Dass du die Zeit nutzt, um deine Lebens-Reihe zu überarbeiten und sie fit für den Buchhandel zu machen, finde ich eine fantastische Nachricht – ich würde Lebensgrün sofort noch einmal in der neuen Version kaufen! Das Kafka-Zitat hat mich richtig berührt, man spürt dein Herzblut in jeder Zeile. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, wir laufen nicht weg, ganz liebe Grüße Eva

    1. Auch dir einen schönen guten Morgen, liebe Eva, ich glaube, genau diese Worte musste ich hören bzw. lesen. Ich habe wirklich die verständnisvollsten Leser, die man sich nur vorstellen kann. Und dass du Lebensgrün tatsächlich noch einmal in seiner neue Form kaufen würdest, also da fehlen mir eigentlich wirklich die Worte. Ich sag’s einfach noch mal, falls es noch nicht deutlich genug rübergekommen ist: Ich habe die allerbesten Leser der Welt! Vielen, vielen Dank dafür, hab eine wundervolle erste Frühlingswoche, dU Liebe, alles Liebe, x S.Mirli!

  3. Liebe Mirli! Vielen Dank für diesen ehrlichen Einblick hinter die Kulissen. Ich kann verstehen, dass die Überarbeitung deiner Lebensreihe viel Kraft kostet, aber die Vorstellung, deine Bücher bald in jeder Buchhandlung in Deutschland zu sehen, ist einfach großartig! Dass die Muse momentan Pause macht, ist nur menschlich – du gibst ja hier am Blog schon so viel Tiefgang, da darf das „neue“ Buchprojekt ruhig noch ein bisschen im Druckkochtopf gären. Auch wenn es zugegeben schwer fällt, ich gedulde mich natürlich gerne, mach dir keinen Druck oder Stress! Alles Liebe Julia

    1. Liebe Julia, ich hoffe so, so sehr, dass ich vielleicht auch die eine oder andere Buchhandlung in Deutschland dazu bringen kann, vielleicht sind da dann aber auch einfach meine Leser gefragt, ob ihr ein gutes Wort in eurer Lieblingsbuchhandlung für mich einlegen könnt, denn ich muss das alles persönlich verhandeln so ganz ohne Verlag im Rücken, aber Leser haben mehr Einfluss, als man oft glauben mag. Es tut auf alle Fälle richtig gut, solch verständnisvolle Leser zu haben, mehr kann man sich eigentlich nicht wünsche. Ich danke dir von ganzem Herzen und wünsche dir eine fanatische neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  4. Hallo Mirli! Zehn Jahre schreibst du nun schon für uns und ich finde es bewundernswert, dass du dir selbst treu bleibst und nichts erzwingst. Deine Entscheidung, Lebensgrün und die anderen Bände zu überarbeiten, ist doch ein riesiges Projekt für heuer. Ich kann mir vorstellen, dass das Durchackern der eigenen Anfänge fast schwieriger ist als etwas Neues zu beginnen. Dass das Weltgeschehen dir momentan die emotionale Kraft raubt, ist so verständlich – mir geht es beim Mitfühlen ja oft ganz ähnlich. Ich freue mich trotzdem über jeden “wirren Gedanken“ hier auf deinem traumhaften Blog, liebe Grüße Karin

    1. Hellohooo, liebe Karin, auf gewisse Weise ist es tatsächlich so, obwohl der Prozess des Überarbeitens einer meiner liebsten ist, aber ja, es ist wie beim Hausbau, oft ist es einfach noch einmal von Grund auf neu zu beginnen, als Bestehendes umzubauen. Aber es ist eine Arbeit, die ich gerne tue. Und was die aktuelle Weltlage betrifft, ich fürchte, wir stecken da wirklich alle im selben Boot und man kann nur hoffen, dass wir uns alle bald wieder leichter fühlen können. Ich danke dir so, so sehr für deine lieben und verständnisvollen Worte, allerliebste Grüße zu dir zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  5. Guten Morgen Mirli! Mich hat das Thema „Kreativität und Krise“ auch schon sehr, sehr oft beschäftigt. Kafka hatte recht: Schreiben ist ein Akt der totalen Hingabe, und wenn die Seele gerade anderweitig gefordert ist, muss die Muse eben warten. Dass du dich stattdessen deinen alten Babies widmest und sie für den stationären Buchhandel perfektionierst, ist eine sehr kluge Entscheidung. Es ist eine Form von akademischer Sorgfalt, das eigene Werk noch einmal mit dem Wissen von heute zu betrachten. Ich bin schon sehr gespannt auf die neuen Cover und Titel, ich drücke dir alle Daumen, dass es genau so wird, wie du es dir erhoffst! Ganz liebe Grüße Michaela

    1. Guten Morgen auch dir, liebe Michaela, ich liebe dieses Zitat von Kafka einfach, weil ich es genau so fühle und ja, jede Form der Kunst braucht absolute Hingabe, sie verlangt alles von dir und man sollte nichts jemals erzwingen! Und ich bin ja selbst so gespannt, ob mein Plan mit der Überarbeitung auch genau so aufgeht, aber für den Moment fühlt es sich einfach richtig an. Ich hoffe, du bist richtig gut in den März und somit Frühling gestartet, du Liebe, hab eine fabelhafte neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  6. Hallo Mirli! Danke für diesen Bericht aus der Schreibwerkstatt. Dass du die Muse nicht zwingen willst, ist genau die richtige Einstellung – Kunst braucht Freiheit. Ich finde es toll, dass du deine Bücher noch einmal komplett durchackerst, um sie für den breiten Buchmarkt fit zu machen. da bin ich sehr gespannt darauf. Aber auf jeden Fall: stress dich nicht!! Ganz liebe Grüße Claudia

    1. Hellohooo, liebe Claudia, also das sollte eigentlich der Titel dieses Beitrags sein: “Kunst braucht Freiheit”, besser kann man es nicht sagen! Und ich glaube, das wird mein neuer Leitspruch. Du hast es einfach auf den Punkt gebracht, mehr ist dem nicht hinzuzufügen, vielen Dank dafür, liebe Claudia. Ich hoffe doch sehr, du genießt den Start in den Frühling so richtig, alles Liebe, x S.Mirli!

  7. Hallo und guten Morgen Mirli! Auch wenn ich zu denen gehöre, die sich ein Gedicht gewünscht haben, verstehe ich nach diesem Text absolut, warum das gerade nicht geht. Poesie lässt sich eben nicht bestellen wie eine Pizza. Dass du stattdessen an der Neuauflage deiner Bücher arbeitest, ist ein toller Trost! In Deutschland wäre es so schön, deine Werke im Regal stehen zu sehen. Für ein neues „Lebensgrün“ mit neuem Cover ist immer Platz im Regal  Lass dich nicht stressen, ich schätze deine Ehrlichkeit sehr, alles Liebe Anika

    1. Hellohooo, guten Morgen, liebe Anika, das ist so eine seltsame “Sache” mit den Gedichten, weil ich mich oft wirklich frage, woher das in mir kommt. Ich habe den Ort nämlich noch nicht gefunden, wo diese Werke entstehen, nur ab und zu purzeln sie ganz plötzlich aus mir heraus und ich bin mir fast sicher, was wird auch wieder passieren, aber der Rahmen dafür muss passen. Es tut auf alle Fälle mehr als gut, dass ich hier so verständnisvolle Leser habe, die auch mal ein bisschen länger warten. Und wie lieb du bist, dass du auch für die Neuauflage ein Plätzchen im Regal hast, ich sag’s ja immer wieder, ich habe die besten Leser der Welt. Hab eine wunderschöne Frühlingswoche, du Liebe, alles Liebe, x S.Mirli!

  8. Guten Morgen Mirli! Ich schwärme ja total für deine Art, Gefühle in Worte zu fassen – auch wenn es heute „nur“ um die Erklärung geht, warum kein neues Buch kommt. Dass du überall Menschen mit deinen Texten berührst, ist dein wahres Talent. Die Überarbeitung von „Lebensgrün“ klingt nach einer Mammutaufgabe, aber es wird sich lohnen, deine Vision „gemeingültiger“ zu machen. Ich danke dir für diesen Einblick, es macht es so greifbar. Ich  warte auf das Pfeifen des Druckkochtopfs, aber nimm dir alle Zeit der Welt! Wichtig ist, dass es dir dabei gut geht und es dir Freude macht, ganz liebe Grüße Kerstin

    1. Guten Morgen auch dir, liebe Kerstin, du bist so lieb, vielen, vielen Dank dafür! Ehrlich, das habe ich gerade gebraucht! Und ja, die Überarbeitung ist tatsächlich eine Mammutaufgabe, aber für mich einer der schönsten Parts des Schreibprozesses. Und trotzdem freue ich mich auch jetzt schon darauf, wenn ich wieder an einem neuen Werk arbeiten werde, denn eigentlich vermisse ich das Geschichtenausdenken auch sehr. Ich grüße dich ganz lieb zurück und wünsche dir einen fantastischen Start in den März, alles Liebe, x S.Mirli!

  9. Schönen guten Morgen Mirli! Auch wenn kein neues Gedicht im Jänner oder Februar entstanden ist, war dieser Text doch fast schon poetisch in seiner Ehrlichkeit. Dass du deine Bücher über einen neuen Anbieter großflächiger rausbringen willst, ist eine tolle Neuigkeit für alle, die bisher kein Exemplar ergattert haben. Ich verstehe total, dass die Emotionen der Welt gerade genug Platz einnehmen. Genieße den Prozess der Überarbeitung, ich bin gespannt auf das Ergebnis, liebe Grüße Bea

    1. Auch dir einen schönen guten Morgen, liebe Bea, wie schön sich das anhört: “poetisch in seiner Ehrlichkeit” – vielen, vielen Dank dafür! Und ja, ich genieße diesen Prozess gerade wirklich sehr, weil es eigentlich der schönste Teil der Arbeit eines Autors ist. Ich bin gespannt, was dabei herauskommen wird. Ich grüße dich ganz lieb zurück, hab einen fabelhaften Wochenstart, alles Liebe, x S.Mirli!

  10. Mirli, .. was für ein Text! „We bleed on paper“ – das ist so ein gewaltiges Bild und erklärt perfekt, warum du gerade eine Pause vom Neuen brauchst. Dass das Weltgeschehen dich emotional so beansprucht, fühle ich mit dir. Umso schöner finde ich es, dass du die Kraft nutzt, um deine ersten Werke zu veredeln. Ich bin mir sicher, dass das Überarbeiten von deinen Büchern eine ganz eigene Art der Heilung sein kann. Deine neue Webseite sieht übrigens aus wie aus einem Interiormagazin, so ästhetisch und klar, das gibt deinen Worten einen tollen Rahmen, wollte ich nochmal loswerden! Alles Liebe Anne

    1. Ich liebe dieses Zitat so, so sehr, weil ich es genau so fühle. Ich glaube, wir struggeln ja alle gerade sehr mit der aktuellen Lage, sowohl innen- als auch außenpolitisch, einfach so zu tun, als ob nichts wäre und schöne Liebesgeschichten schreiben, das fühlt sich momentan so falsch für mich an. Aber das wirst bestimmt nicht für immer so bleiben. Und ja, so habe ich es noch gar nicht gesehen, aber ja, ein bisschen fühlt sich die Arbeit an meinen “alten” Werken wirklich wie Therapie und insofern hoffentlich auch wie Heilung an, das hast du schön gesagt. Hab eine fantastische neue Woche, du Liebe, alles Liebe, x S.Mirli!

  11. Liebe Mirli! Dein heutiger Beitrag ist wieder so richtig Mirli-typisch: ehrlich, emotional und tiefgründig. Dass du dich gegen das Erzwingen entscheidest, ist sehr gescheit und ich würde es genauso machen. Dass du an einer professionelleren Neuauflage deiner Reihe arbeitest, ist doch eine schöne Sache für dein 10-jähriges Jubiläum!  Ich bin gespannt, welcher neue Titel dir für dein Erstlingswerk einfallen wird und natürlich muss ich dann ein Exemplar haben  Viele liebe Grüße Daniela

    1. Awww, das hast du so lieb gesagt, vielen, vielen Dank liebe Daniela. Mirli-typisch – das mag ich sehr! Was die Titel angeht, habe ich schon eine Idee und freue mich schon sehr, wenn alles hoffentlich so aufgeht. Und wie großartig bist du eigentlich, dass du dir den Neuauflage auch noch mal zulegen willst, solche Leser kann man sich nur wünschen. Ich grüße dich so lieb zurück und hoffe, du hast eine richtig feine erste Frühlingswoche, alles Liebe, x S.Mirli!

  12. Hallo Mirli! Dein Bericht über die Schreibwerkstatt hat mich heute Morgen richtig beeindruckt. Es gehört viel Reife dazu, zu sagen: „Ich kann gerade nicht, weil ich zu viel fühle.“ Das Kafka-Zitat ist der Wahnsinn und beschreibt deine Arbeit perfekt. Dass du nun deine vier „Babies“ noch mal aufpolierst, ist ein wunderbares Projekt. Ich finde dein neues Layout übrigens schon total gelungen, es hat diesen Magazin-Vibe, den ich so liebe, da bin ich jetzt natürlich noch mehr gespannt, was du aus deinen Büchern machst. ABER: Mach dir keinen Druck, die Geschichten kommen zu dir, wenn die Zeit reif ist, liebe Grüße Isi

    1. Hellohoooo, liebe Isi, ich danke dir von ganzem Herzen für deine Worte, ich glaube, genau das habe ich hören/lesen müssen, so lieben Dank!! Vor allem auch was das Layout betrifft, denn genau das war der Vibe, den ich mir gewünscht habe, dass es noch mehr wie ein Online-Magazin wirkt. Anscheinend ist mein Plan aufgegangen, also einfach gleich noch mal vielen Dank auch dafür. Hab eine wundervolle erste Frühlingswoche, du Liebe, alles Liebe, x S.Mirli!

  13. Hallo Mirli! Ein ehrlicher Statusbericht, danke dafür. Dass du erst mal Ordnung in deine bisherigen Werke bringst, bevor du was Neues startest, ist eine vernünftige Strategie. Professionelles Überarbeiten gehört zum Handwerk dazu. Viel Erfolg beim Durchackern der Manuskripte. LG Dirk

    1. Hellohooo, lieber Dirk, tatsächlich gehört das Überarbeiten eigentlich sogar zu meinen liebsten Tätigkeiten, was das Romanschreiben betrifft. So lang an etwas zu feilen, bis man zu hundert Prozent (was ja eh nie der Fall ist, aber wenigstens fast) zufrieden damit ist. Ich danke dir für deine Worte und wünsche dir eine fantastische erste Märzwoche, alles Liebe, x S.Mirli!

  14. Liebe Mirli! Danke für diesen tiefgründigen Text. Ich finde es bewundernswert, wie du auf deine Muse wartest, statt sie zu zwingen. Die Arbeit an der Lebens-Reihe klingt nach einem tollen Projekt für dieses Jahr. Dein neues Layout deiner Seite ist übrigens traumhaft schön geworden, es macht das Lesen deiner Berichte noch angenehmer. Dass du deine Geschichten „blutest“, merkt man jedem deiner Bücher an, und genau deshalb liebe ich sie so sehr. Natürlich warte ich gerne, bis der Druckkochtopf wieder pfeift, liebe Grüße Tamara

    1. Liebe Tamara, ich habe einfach auch die Erfahrung gemacht, dass niemals etwas Gutes unter Zwang entsteht. Schon gar kein Buch oder anderes kreatives Werk. Zum Glück habe ich ja keinen Verlag, der mir im Nacken sitzt, sondern kann das allein für mich entscheiden, das ist ein gutes Gefühl. Und vor allem auch, wenn man solche geduldige Leser hinter sich hat, die einfach mit ihren verständnisvollen Worten einem den Rücken freihalten. Ich danke dir so, so sehr für deine Worte, ehrlich, vielen lieben Dank dafür. Ich grüße dich ganz lieb zurück und wünsche dir einen wunderschönen Tag, alles Liebe, x S.Mirli!

  15. Hallo Mirli! Zehn Jahre MirliMe und du entwickelst dich immer weiter – das ist echt bewundernswert. Dass du deine Bücher noch mal überarbeitest, ist ein großer und schöner Schritt. Das Kafka-Zitat hat mir Gänsehaut gemacht, es passt so gut zu deinem Schreibstil. Ich finde es toll, dass du auf dich achtest und nichts erzwingst, was gerade nicht fließen will. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und freue mich schon auf deine “Neuerscheinungen”, ganz liebe Grüße Vroni

    1. Hellohooo, liebe Vroni, ich liebe dieses Zitat von Kafka, denn genau so fühle ich es selbst. Und ja, ab und zu sind es einfach zu viele Gefühle auf einmal und dann muss man haushalten. Aber ich freue mich jetzt schon darauf, wenn es sich wieder so anfühlt, als ob ich gar nicht anders kann, als mich wieder an die Tastatur zu setzen. Ich grüße dich ganz lieb zurück und danke dir sehr für deine Worte, alles Liebe, x S.Mirli!

  16. Liebe Mirli! Danke für diese ehrliche Reflexion über deine Arbeit als Autorin. Der Gedanke, dass das Weltgeschehen dich gerade zu sehr einnimmt, um neue Fiktion zu erschaffen, ist absolut nachvollziehbar. Dass du stattdessen deine bisherigen Werke veredelst, ist ein toller Weg, um trotzdem kreativ zu bleiben. Ich freue mich auf die neuen Cover, liebe Grüße Sandra

    1. Eigentlich ist es lustig, weil die momentane Weltlage einen im Grunde erst reicht in fremde Welten entfliehen wollen lassen sollte (o Gott, ist das überhaupt irgendwie grammatikalisch richtig?) …ähm, wo war ich. Genau, eigentlich ist es seltsam, aber ja, das aktuelle Geschehen fühlt sich so surreal an, das kann keinem Autor einfallen. Und ich mag den Ausdruck übrigens sehr – meine alten Werke veredeln, o ja, das gefällt mir extrem gut, danke dir dafür. Hab eine wunderschöne Woche, liebe Sandra, alles Liebe, x S.Mirli!

  17. Hallo und guten Morgen Mirli! Was für ein reflektierter Beitrag. Dass du deine Reichweite nutzt, um auch über deine inneren Blockaden zu sprechen, macht dich so authentisch. In Deutschland sind die Zeiten gerade auch nicht leicht, da ist dein Blog ein schöner Rückzugsort. Dass du deine alten Werke noch mal anfasst, um sie gemeingültiger zu machen, zeigt deinen hohen Anspruch. Ich freue mich schon auf das neue Gesicht von „Lebensgrün“, alles Liebe Samira

    1. Hellohooo, liebe Samira, guten Morgen, weißt du, dass das eins der schönsten Dinge ist, die ich seit langem gehört habe – dass mein Blog ein Rückzugsort für dich ist, ich freue mich gerade so, so sehr über deine Worte. Also wenn man so in eine neue Woche startet … besser geht es nicht. Ich hoffe, du hast eine richtig feine erste Frühlingswoche vor dir, alles Liebe, x S.Mirli!

  18. Guten Morgen Mirli! Dein Beitrag ist ein tolles Beispiel für Selbstfürsorge als Künstlerin. Man darf sich nicht ausbrennen, nur um Erwartungen zu erfüllen. Die Idee, deine Bücher für den stationären Buchhandel aufzubereiten, ist großartig – ich würde mich so freuen, dich im Regal meiner Lieblingsbuchhandlung zu sehen!  Ich wünsche dir viel Geduld beim Überarbeiten deiner vier Babies, schöne Grüße Rita

    1. Guten Morgen, liebe Rita, ich mag es sehr, wie du “meinen Zustand” beschreibst, denn ja, es bringt niemandem etwas, wenn man sich selbst zu etwas zwingt und dabei alles aufgibt, wofür man eigentlich steht. Das kann kein zu keinem guten Ergebnis führen. Ich hoffe sehr, dass mein Plan mit den Buchhandlungen aufgehen wird, aber ich habe da einen guten Verhandler an meiner Seite, der mich unterstützen wird. Ich grüße dich ganz lieb zurück, hab eine wunderschöne neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  19. Guten Morgen Mirli! Dein Bericht zeigt wieder einmal, dass Schreiben für dich keine Fließbandarbeit ist, sondern Herzenssache. Dass du Lebensgrün noch mal anfasst, finde ich mutig und richtig – man sieht die eigene Entwicklung oft erst mit Abstand. Über 100 Bücher im Jahr lesen und vier eigene geschrieben zu haben, ist Wahnsinn. Ich freue mich auf die neuen Versionen deiner Bücher, auch wenn es noch ein paar Monate dauert. hab noch einen schönen Sonntag, viele liebe Grüße Evelyn

    1. Guten Morgen, liebe Evelyn, da sagst du was. Mir tut es oft weh, wenn man realisiert, wie sehr dieses Buchwesen inzwischen einfach nur noch ein riesengroßes Geschäft ist. Es zählt nicht mehr das Werk selbst, nur noch das ganze Theater drumherum, da läuft eindeutig etwas in die verkehrte Richtung und sich davon, zumindest auf Zeit, loszusagen, ist, glaube ich, der richtige Weg gerade. Mir tun deine Worte auf alle Fälle richtig gut, vielen Dank dafür, liebe Evelyn, hab einen richtig guten Wochenstart, alles Liebe, x S.Mirli!

  20. Schönen guten Morgen Mirli! Was für ein gelungener Bericht aus der Schreibwerkstatt. Dass du erst mal deine bisherigen Werke für den Buchhandel fit machst, ist ein klasse Projekt für 2026. Ich kann verstehen, dass die Emotionen gerade anderweitig gebraucht werden – wir in Deutschland spüren diesen Druck ja auch an allen Ecken. Dass du dich gegen das Erzwingen entscheidest, ist goldrichtig. Pass auf dich auf, alles Liebe Ute

    1. Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Ute, tatsächlich mag ich mein Buchprojekt für dieses Jahr auch sehr. Wenn ich ehrlich bin, zählt es zu meinen liebsten Arbeiten, so lang an etwas herumzufeilen, bis es ein glattes Ergebnis aufweist. Und genau das haben meine drei Erstlinge verdient. Ich danke dir sehr für die lieben Worte, so viel Verständnis tut einfach richtig gut. Hab eine hoffentlich entspannte und wunderschöne erste Frühlingswoche, alles Liebe, x S.Mirli!

  21. Ich glaube solche Phasen sind irgendwie normal. Mal kommen die neuen Ideen nur so angeflogen und es macht richtig Spaß sie ins Leben zu bringen, mal ist das Drumherum im eigenen Leben oder generell in der Welt auch einfach zu laut und man kann sich nicht so richtig reinfühlen.
    Umso besser, wenn man dann eine andere Aufgabe für sich hat und sich an alte Dinge setzt.
    Mir war das mit Amazon so gar nicht bewusst; ist ja doch nervig, wenn man sein Buch selbst raus bringt…
    Ich lese oft auch Independent Autoren und hab da leider festgestellt, dass Amazon immer noch der gängigste Anbieter für alle ist und man letztlich die meisten nur dort findet.

    1. Besser kann man es nicht ausdrücken – ja, ab und zu ist die Welt einfach zu laut, und ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass es im kreativen Bereich absolut nichts bringt, wenn man sich zu etwas zwingt. Es fühlt sich einfach nicht richtig an.
      Das war ja auch der Grund, weshalb ich mich damals für Amazon entschieden habe, allerdings kann ich meine Bücher dort dann trotzdem listen lassen, auch wenn ich sie über einen anderen Anbieter drucken lasse, also verliere ich nichts dadurch, gewinne stattdessen … so zumindest der Plan. Ob das alles dann wirklich so aufgeht, werde ich feststellen 😉
      Alles Liebe, x S.Mirli!

  22. Danke für den interessanten Einblick! Kann mir gut vorstellen, welches Gefühl es ist, mit dem ganzen Wissen und der Erfahrung und den Feedbacks, die du bekommen hast, nun noch einmal auf deine ersten Werke zurück zu blicken. Aber kommen dir gleichzeitig auch nicht immer wieder neue Geschichten in den Kopf, von den du glaubst, dass es wert ist, sie zu erzählen? Aber sich gleichzeitig natürlich auch zu fragen: Wo soll man nur die ganze Zeit dafür hernehmen?

    1. Ich mag es gerade voll, mich in meine alten Geschichten einzugraben, aber ja, tatsächlich flippern gerade dabei so viele neue Geschichten in meinem Kopf herum, die ich auch alle irgendwann niederschreiben möchte, aber erst wenn der richtige Zeitpunkt ist. Ich bin mir fast sicher, ich werde es fühlen, wenn es so weit ist. Aber inzwischen bin ich ja durchaus gut beschäftigt, denn ja, alles parallel, da bräuchte mein Tag um einiges mehr an Stunden, alles Liebe, x S.Mirli!

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