Kopfwelt

Frausein?

Meine Lieben, es ist jetzt beinahe zwei Monate her, dass eine bekannte deutsche Schauspielerin mit ihrer Geschichte über digitalen sexuellen Missbrauch durch die Schlagzeilen gegangen ist. Dem vorausgegangen ist eine Anzeige und eine darauf folgende Spiegel-Reportage. Was mich – abgesehen von der Thematik an sich – so traurig gemacht hat, war/ist der Fakt, dass sie nicht erst vor zwei Monaten zum ersten Mal darüber gesprochen hat, sondern bereits vor zwei Jahren mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen ist, aber erst, als sie offenbart hat, dass es ihr eigener Ehemann war, der diese Taten mutmaßlich begangen hat – und vor allem weil der Täter noch dazu selbst ein bekannter deutscher Schauspieler ist -, erst dadurch ist das schockierte Raunen durch die Reihen gegangen und jeder hat sich bemüßigt gefühlt, seine Erschütterung vor die Kamera zu tragen.

Wisst ihr, was mich daran am meisten geärgert hat?

Es ist nicht zum ersten Mal, dass ein Fall von digitalem sexuellem Missbrauch angezeigt wurde. Es ist vor allem auch etwas, womit auf die eine oder andere Weise wahrscheinlich so gut wie jede Frau schon einmal in Berührung gekommen ist, und sei es “nur” durch ungefragt zugeschickte Dickpics. Aber ja, es ist so, dass man unzählige solche Geschichten finden kann, aber erst jetzt, weil es um bekannte Persönlichkeiten geht, jetzt findet das Thema öffentliche Sichtbarkeit und vor allem auch nur deshalb, weil der Mann, der Täter, einen prominenten Namen trägt. Ein prominentes Opfer allein hat nicht gereicht – oder sollte ich besser sagen ein weibliches prominentes Opfer?

Und wisst ihr, das kotzt mich an!

Wenn ihr euch jetzt fragt, weshalb ich erst zwei Monate später etwas dazu schreibe, kann ich euch das gerne beantworten: Weil ich wusste, dass spätestens im Mai kein Hahn mehr nach diesem Thema krähen wird, denn nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Wenn es nicht mehr “en-vogue” ist, sich für etwas stark zu machen, wird zum nächsten viral gehenden Thema weitergeschwenkt, mit dem man sich selbst hervorheben kann. Deshalb ja, mir war bewusst, dass spätestens ein paar Wochen später all die Opfer wieder allein dastehen werden mit ihrem Kampf gegen Gesetzeslücken (obwohl sich wenigstens an dieser Stelle endlich etwas zu tun scheint) und einem gelebten Täter- vor Opferschutz.

Und ja, das kotzt mich an!

Als wir Anfang März wie jedes Jahr Weltfrauentag gefeiert haben, wurde auf allen möglichen österreichischen Nachrichtenportalen von einer Großdemonstration in Wien berichtet, bei der Männer auf die Straße gegangen sind, um sich gegen Gewalt an Frauen stark zu machen. Was ich großartig gefunden habe.
Eigentlich.
Bis ich angefangen habe, genauer darüber nachzudenken, denn da waren so einige Dinge, die ein nicht so gutes Gefühl bei mir hinterlassen haben:

Erstens einmal allein der Fakt, dass diese Männer, die da auf die Straße gegangen sind, von allen Seiten als quasi Helden gefeiert wurden, für etwas, das doch eigentlich selbstverständlich sein sollte, oder sehe ich das falsch? Sollte es nicht absolut selbstverständlich sein, dass die Stärkeren (zumindest in ihrer körperlichen Überlegenheit) die Schwächeren in Schutz nehmen. Sollte das nicht etwas komplett Normales sein?Und zweitens, was mich fast noch mehr aufgeregt hat: Am Weltfrauentag finden alljährlich Demonstrationen statt. Frauen gehen auf die Straße, um sich Gehör zu verschaffen, um auf all die Diskrepanzen, die nach wir vor zwischen der Behandlung der verschiedenen Geschlechter liegen, aufmerksam zu machen. Das ist der eine Tag im Jahr, der “uns” gehört. An dem “uns” endlich einmal zugehört wird. An dem wir laut sein dürfen.
Was ist also in der logischen Konsequenz passiert, weil es nun mal diese Welt ist, in der wir leben?
An diesem Weltfrauentag wurde über alle möglichen Nachrichtenportale beinahe ausschließlich über diese Männer-Demo berichtet. Ja, diese Männer setzen sich für uns Frauen ein, das ist großartig. Aber wieder wurde der Mann vor die Frau gestellt. Wieder wurde dem Mann mehr Raum gegeben als der Frau. Wieder wurde uns die Stimme genommen, auch an dem einen Tag, an dem uns endlich einmal zugehört wird!

Versteht mich nicht falsch, ich freue mich über jeden Menschen, der für andere aufsteht, der für andere einsteht, der auf die Straße geht, um gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen. Und ich feiere zu einhundert Prozent diese Demo und jeden Mann, der daran teilgenommen hat. Aber an der Art, wie darüber berichtet wurde, sieht man halt wieder, dass sich in der Gesellschaft generell nichts ändern will.

Als ich vor einigen Monaten über Simone de Beauvoir bzw. eins ihrer bekanntesten Werke “Das andere Geschlecht” geschrieben habe, habe ich zu Beginn erwähnt, dass ich mich selbst bisher in meinem Leben nie als Feministin bezeichnet habe, einfach aus dem Grund, weil ich in meinem bisherigen Leben so privilegiert war, dass ich mich eigentlich in meinem Frausein nie unterlegen fühlen musste. Zumindest war ich von dieser Einstellung überzeugt.

Doch meine Sichtweise hat sich auch diesbezüglich verändert.

Wenn man es genau nimmt, ist doch jede Frau einfach nur durch ihre Existenz Feministin. Und weshalb? Ich bin Feministin, weil ich einen Führerschein besitze, weil ich ein eigenes Konto habe, weil ich eine gute schulische Ausbildung erhalten habe, weil ich allein in ein Lokal gehen darf, weil ich die Möglichkeit habe, zu studieren, weil ich einen Beruf ausüben darf, weil ich mein eigenes Geld verdienen, verwalten und ausgeben darf. Ich könnte mir eine eigene Wohnung mieten oder ein Haus bauen. Ich kann allein auf Urlaub fahren. Ich darf wählen! Ich darf so vieles, für das all diese starken Frauen über Jahrhunderte hinweg gekämpft haben (allein dass ich hier immer automatisch “darf” schreibe, sagt so viel aus). Vielleicht sogar dafür gestorben sind. Deshalb ja, allein schon aus diesen Gründen bin ich Feministin, weil ich all das tue, wofür gekämpft wurde, weil meine Lebensweise dadurch gelebter Feminismus ist. Und schon allein deshalb ist es meine verdammte Pflicht als Frau, diesen Kampf weiterzuführen.

Kürzlich in meinem “Sprücheklopfer” habe ich ein Zitat geteilt, dass ich an dieser Stelle gerne noch einmal wiedergeben möchte: 

“Scream
so that one day
a hundred years from now on
another sister will not have to dry her tears
wondering
where in history
she lost her voice.”
(Jasmin Kaur)

Doch all das ist nicht allein der Grund, weshalb ich heute so anders denke und mich anders einsetze als noch vor ein paar Jahren. Wenn ich ganz ehrlich bin, haben mich speziell die letzten Monate dazu gebracht, meine Meinung noch einmal zu überdenken. Ich weiß nicht, ob es an einer stärkeren Berichterstattung liegt oder ob sich Gewalttaten und Tötungsdelikte an Frauen tatsächlich häufen. Wurden sie früher besser unter den Teppich gekehrt und einfach nicht geahndet oder ist es tatsächlich gefährlicher geworden für uns Frauen? Was mich nicht wundern würde, wenn man an Galionsfiguren wie Andrew Tate und Konsorten denkt und welchen Zustrom diese Idioten haben.

Ganz ehrlich, wie oft muss ich noch lesen, dass ein Mann eine Frau mit dem Baseballschläger verprügelt? Dass ein junges Mädchen von ihrem Bruder halbtot geschlagen wird oder von irgendwelchen Wildfremden vergewaltigt? Dass ein Ex-Mann seine Ex-Frau erschießt? Dass eine Frau gestalkt wird und sich nicht mehr zu helfen weiß?
Dass einer Frau nach einem Videodreh von einem bekannten österreichischen Sänger gewaltvoll Drogen auf die Lippe geschmiert werden und man daraufhin in den Kommentaren auf die Berichterstattung hin lesen muss, sie hätte mit so etwas ja rechnen müssen, dass ist halt so in der Musikbranche und man kann ja jetzt auch mal wieder gut sein lassen, immerhin hat er “seinen Fehler” doch zugegeben?
Und von dieser ganzen Epstein Geschichte und dass gefühlt so gut wie jeder weiße, reiche, mächtige Mann perverse Neigungen hat, fange ich gar nicht erst an.
Oder eben, dass einem die Identität geklaut wird, damit DeepFakes verschickt werden, nur um die eigene Ehefrau zu erniedrigen und dadurch selbst Befriedigung zu erlangen.

Ehrlich, mich kotzt das alles so an!

Ich war bisher keine Feministin, weil ich immer dachte, ich habe kein Recht, etwas zu sagen, immerhin habe ich in meinem Leben doch kaum Benachteiligung durch mein Frausein erfahren müssen.
Aber dann habe ich weiter nachgedacht.
Habe meine Augen geöffnet.
Habe in mich reingefühlt
und bin zum dem Schluss gekommen: Ich bin Frau und bin stolz darauf, Frau zu sein!
Und ja, Frau sein, bedeutet, Feministin sein, so einfach ist das.

Ich möchte nicht, dass sich in hundert Jahren eine Frau ihre Tränen abwischen muss und sich fragt, wo im Laufe der Geschichte sie ihre Stimme verloren hat.
Wenn man sich die Entwicklung ansieht, auf die wir momentan zusteuern, wenn man sich in vielen Ländern die Rückschritte ansieht, die gemacht werden, vor allem was Themen wie Abtreibung und dergleichen betrifft, dann ist es jetzt sowas von an der Zeit, sich als Feministin zu bekennen und seine Frau zu stehen!
Ladies, es ist wirklich an der Zeit!
Und wenn ich das mit meinen über vierzig Jahren endlich begriffen habe, dann kann das jeder!

eine Lieben, ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr sich die eigene Denkweise weiterentwickeln kann. Es ist wirklich so, ich habe mich zwar nie als Anti-Feministin bezeichnet, aber ich hatte schon eine eigene Einstellung zum Thema Feminismus. Obwohl mir bestimmte Themen nicht unbekannt waren, habe ich mir immer gedacht, es steht mir nicht zu, etwas zu sagen, weil ich selbst nie so eine Erfahrung machen musste. Aber ganz ehrlich, ich bin doch sonst immer die Erste, die für Ungerechtigkeit eintritt, die aufsteht, die Dinge ausspricht. Weshalb habe ich dann meinem eigenen Geschlecht, sozusagen, diese Stimme verweigert. Ehrlich, ich habe keine Lust mehr nur zuzusehen, wie uns immer mehr unsere Stimme geraubt wird. Es kann nicht sein, dass wir weiterhin ein System akzeptieren, dass in der heutigen Welt definitiv nichts mehr verloren hat. Noch vor einem Jahr habe ich gesagt, meine Hoffnung liegt auf den Jungen. Wenn man sich allerdings aktuelle Umfragen ansieht, dass sich gerade viele dieser Jungen die Frau zurück an den Herd wünschen und dass eine Frau das zu tun haben soll, was der Mann sagt, dann macht mir das ehrlich Angst! Dann darf ich nicht warten und hoffen, dass die Zukunft alles ändert, denn in meinen Augen ist es ein Privileg, Frau zu sein.
Wie war das noch mal in dem Reel, das ich letztens gesehen habe, als ein “Mann” in einem Kommentar gemeint hat, wozu man Frauen überhaupt braucht, was haben die schon großartig erschaffen. Die Antwort darauf: “8 Milliarden Menschen!”.
Und mehr sage ich dazu jetzt nicht.
Alles Liebe, love&peace, 

43 Comments on “Frausein?

  1. Meine Süße, Du weißt, dass ich zu einhundert Prozent hinter dir stehe und jedes Wort auch aus meinem Mund kommen könnte. Deshalb widme ich diesen Kommentar all den starken Frauen. Stellvertretend für alle der Vergangenheit und der Gegenwart:  
    Olympe de Gouges (Verfasserin der Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, 1791)
    Mary Wollstonecraft (Autorin von „A Vindication of the Rights of Woman“)
    Sojourner Truth (Sklavin und Frauenrechtlerin, berühmt für ihre Rede „Ain’t I a Woman?“)
    Elizabeth Cady Stanton (Organisatorin der ersten Frauenrechtskonvention in Seneca Falls)
    Susan B. Anthony (Herausragende Figur der US-Suffragettenbewegung)
    Hedwig Dohm (Frühe deutsche Frauenrechtlerin, die bereits 1873 das Frauenwahlrecht forderte)
    Bertha von Suttner (Friedensnobelpreisträgerin und Kämpferin gegen gesellschaftliche Zwänge)
    Emmeline Pankhurst (Anführerin der britischen Suffragetten)
    Clara Zetkin (Initiatorin des Internationalen Frauentags)
    Rosa Luxemburg (Einflussreiche Theoretikerin und Kämpferin für soziale Gerechtigkeit)
    Alice Paul (Radikale US-Suffragette und Verfasserin des Equal Rights Amendment)
    Adelheid Popp (Wegbereiterin der österreichischen Frauenbewegung)
    Marie Juchacz (Die erste Frau, die eine Rede in einem deutschen Parlament hielt)
    Simone de Beauvoir (Autorin von „Das andere Geschlecht“ – das Fundament des modernen Feminismus)
    Betty Friedan (Mitbegründerin der Frauenbewegung in den USA, „Der Weiblichkeitsmythos“)
    Gloria Steinem (Journalistin und Ikone der US-Frauenrechtsbewegung)
    Angela Davis (Aktivistin für Bürgerrechte und schwarzen Feminismus)
    Alice Walker (Schriftstellerin und Begründerin des Womanismus)
    Ruth Bader Ginsburg (Juristin und Richterin am US-Supreme Court, kämpfte gegen Diskriminierung)
    Audre Lorde (Schriftstellerin und Aktivistin für intersektionalen Feminismus)
    Bell Hooks (Vordenkerin für Feminismus als Bewegung gegen Unterdrückung)
    Malala Yousafzai (Kämpferin für das Recht auf Bildung für Mädchen weltweit)

    1. Ich danke dir mein Schatz, dem ist nichts hinzuzufügen – na ja, oder wahrscheinlich noch Tausende und Abertausende weitere Namen, alles Liebe, x S.Mirli!

  2. Schönen guten Morgen Mirli. Danke für diesen Text, man spürt deinen Zorn in jedem Satz und ich kann dir nur aus tiefstem Herzen zustimmen. Dass das Thema nach zwei Monaten wieder in der Versenkung verschwindet, ist leider die traurige Realität unserer schnelllebigen Zeit. Deine Einstellung, dass schon unser Alltag mit Konto und Wahlrecht gelebter Feminismus ist, finde ich so unglaublich aber eigentlich auch erschreckend, dass es überhaupt ein Thema ist. Dass du zum Schluss schreibst, dass wir Frauen „8 Milliarden Menschen“ erschaffen haben, ist der genialste Ausspruch überhaupt, dem gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, außer dass wir endlich wieder lauter werden müssen! Ganz liebe Grüße Eva

    1. Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Eva, es ist doch mit jedem aktuellen Thema der Fall und das ärgert mich wirklich. Weil das Starkmachen immer nur so weit reicht, so lang man sich selbst damit einen Vorteil verschaffen kann, nicht aus wirklicher Überzeugung. Das war noch bei jedem Thema so, dass aus einem traurigen Anlass heraus viral gegangen ist. Dabei dürfen wir vor allem auch bei dieser Thematik niemals leise werden. Immerhin geht es um unsere eigene Zukunft. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  3. Hallo Mirli! Ich bin fertig, dein Beitrag hat mich richtig erwischt, besonders der Teil über die Berichterstattung am Weltfrauentag. Es ist doch der Wahnsinn, dass selbst an unserem Tag die Männer die Schlagzeilen dominieren, nur weil sie das tun, was eigentlich normal sein sollte! Ich sehe es genau wie du: Wir dürfen nicht warten, bis die nächste Generation es richtet, vor allem wenn man diese erschreckenden Umfragen sieht. Dass wir Frauen die Schöpferinnen von 8 Milliarden Menschen sind, ist so ein kraftvoller Schlusssatz, der mich heute mit viel Stolz durch den Tag begleiten wird, danke!!! Aus tiefstem Herzen: Danke! Liebe Grüße Karin

    1. Hellohooo, liebe Karin, ich danke DIR für deine Worte. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Text so viel auslöst. Da sieht man einmal, dass dieses Thema bei uns Frauen so stark im Fokus steht und uns allen so sehr am Herzen liegt. Was kein Wunder ist, wenn man die Richtung betrachtet, in die wir uns bewegen. Da dürfen wir nicht mitgehen. Noch einmal so lieben Dank für deine Worte, alles Liebe, x S.Mirli!

  4. Schönen guten Morgen Mirli! Dein Beitrag heute ist “leider” so notwendig, denn dieses Abtun von Gewalt gegen Frauen in den Kommentaren unter Musikvideos oder Nachrichten ist unerträglich. Ich bewundere deine Entwicklung zur bekennenden Feministin und stehe voll hinter dir – wir müssen laut sein! Dein Schlusssatz war das Sahnehäubchen auf diesem starken Text: Wer Frauen für unnötig hält, vergisst schlichtweg, woher er kommt. Ich wünsche dir eine kraftvolle Woche, alles Liebe Ute

    1. Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Ute, ich wünschte ehrlich, wir müssten uns nicht mehr darüber unterhalten. Dass es ein Thema ist, das man heute nicht einmal mehr versteht oder nachvollziehen kann, was damit gemeint sein könnte, aber eher ist das Gegenteil der Fall. Das macht mich wirklich traurig. Und auch Angst. Ich wünsche dir ebenso eine fantastische neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  5. Guten Morgen Mirli, dein Text hat mich heute wirklich tief bewegt, weil er so viel Wut und gleichzeitig so viel Stolz transportiert, auch wenn es einfach nur schlimm ist, dass wir noch immer über Feminismus und Gleichberechtigung sprechen müssen. Dass du die Identitäts-Thematik und den Missbrauch so ungeschönt ansprichst, ist wichtig, denn Schweigen hilft nur den Tätern. Ich sehe es wie du: Feministin zu sein ist kein Label, sondern eine Notwendigkeit, um das Erkämpfte zu bewahren. Dass wir 8 Milliarden Menschen „erschaffen“ haben, ist wohl die beste Antwort auf jede Form von Misogynie, die man sich vorstellen kann. Danke für deine Stimme! ganz liebe Grüße Kerstin

    1. Guten Morgen, liebe Kerstin – meine Rede. Wie schlimm ist es, dass das überhaupt noch ein Thema ist und eigentlich ein immer größeres wird, hat es zumindest den Anschein. Traurig, dass es noch immer Notwendigkeit ist. Statt uns vorwärts zu bewegen, entwickeln wir uns gerade in großen Schritten rückwärts und das macht einem ehrlich Angst. Es wird allerhöchste Zeit aufzustehen und dabei nicht mehr mitzumachen. Ich grüße dich ganz lieb zurück und wünsche dir eine fantastische Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  6. Hallo Mirli. Danke für diese messerscharfe Analyse unserer Zeit; mich zipft diese Ungerechtigkeit nämlich auch so an! Es ist erschreckend, dass DeepFakes und Gewalt scheinbar wieder zunehmen, statt dass wir uns als Menschheit weiterentwickeln. Dass du zum Schluss sagst, es sei ein Privileg, eine Frau zu sein, finde ich wunderschön, denn trotz aller Kämpfe ist unsere Kraft unbemerkt oft die stärkste. Und die Antwort auf den Mann im Kommentar war einfach nur Weltklasse, da bleibt einem wirklich das Wort im Halse stecken, ganz liebe Grüße Claudia und einen schönen Sonntag

    1. Hellohooo, liebe Claudia, ab und zu kann ich es nicht glauben, über was wir uns noch immer unterhalten müssen, worüber noch immer diskutiert wird. Wie wenig Schutz es durch Gesetze gibt. Ab und zu hat man wirklich das Gefühl, es ist ein gesetzesfreier Raum da draußen. Allein wenn man darüber nachdenkt, was für milde Strafen es bei Vergewaltigung gibt. Natürlich ist da keine Hemmschwelle da. Wie kann das sein? Und ja, du sagst es, Frausein IST eine Stärke, wir sollten uns nicht mehr länger etwas anderes einreden lassen. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  7. Liebe Mirli. Ich sitze hier mit Tränen in den Augen, weil du genau das aussprichst, was ich oft fühle, mich aber nicht zu sagen traue: Dieses Gefühl, dass uns die Stimme geraubt wird, obwohl wir scheinbar alles dürfen. Dein Text ist ein flammendes Plädoyer für unsere Rechte und ich danke dir so sehr für deine Ehrlichkeit bezüglich deiner eigenen Meinungsänderung. Wir müssen schreien, damit unsere Schwestern in hundert Jahren nicht mehr weinen müssen – dieses Zitat werde ich mir aufschreiben. Und ja, 8 Milliarden Menschen sind die Antwort auf jede dumme Männerfrage, besser hättest du es nicht sagen können! alles Liebe Julia

    1. Liebe Julia, ich musste gerade so grinsen, denn du hast genau wie ich automatisch das Wort “dürfen” verwendet. Wie schlimm ist es, dass wir Frauen nach wie vor sagen, wir “dürfen” dieses uns jenes, etwas, das für Männer schon immer selbstverständlich war. Das ist so traurig und zeigt, wie wenig weit wir gekommen sind. Und ja, dieses Zitat lese ich mir jeden Tag durch, denn es löst auch ein Schreien in mir aus, und das werde ich bestimmt nicht verstummen lassen. Ich danke dir so sehr für deine Worte, alles Liebe, x S.Mirli!

  8. Guten Morgen Mirli, deine Reflexion über Simone de Beauvoir und die aktuelle gesellschaftliche Rückwärtsrolle ist so präzise wie schmerzhaft. Dass du dich nun so klar als Feministin bekennst, ist ein Gewinn für uns alle, denn deine Stimme erreicht so viele Menschen, die vielleicht ähnlich privilegiert aufgewachsen sind und die Notwendigkeit des Kampfes bisher nicht sahen. Die Statistik über die Wünsche der jungen Generation macht mir als Dozentin ebenfalls große Sorgen; wir dürfen den Diskurs nicht den „Andrew Tates“ dieser Welt überlassen. Dein Schlusswort ist die perfekte Pointe: Wer die Schöpferkraft von Frauen hinterfragt, hat die Grundlagen des Lebens nicht verstanden, ganz liebe Grüße Michaela

    1. Guten Morgen, liebe Michaela, weißt du, was das wirklich Erschreckende ist? Ich habe immer nur gedacht, ich wäre so privilegiert aufgewachsen und deshalb Feminismus für mich quasi ein Fremdwort, weil ich mich nicht damit beschäftigen musste. Dabei habe ich vieles einfach nur übersehen, weil ich dachte, das ist halt einfach so. Je mehr man sich mit der Thematik auseinandersetzt, desto schockierter wird man. Es hat einen Grund, weshalb ich automatisch überall “dürfen” geschrieben habe – allein das sagt schon alles aus. Es ist wirklich an der Zeit … ich danke dir sehr für deine Worte und schicke dir ganz liebe Grüße zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  9. Hallo Mirli! Was für ein starker Tobak, aber so unendlich wichtig, dass du das Thema digitaler Missbrauch und die Doppelmoral der Promi-Berichterstattung ansprichst. Ich habe mich selbst oft dabei ertappt zu denken, Feminismus sei „erledigt“, aber wenn man die Nachrichten über Gewalt an Frauen liest, merkt man, wie falsch man liegt. Dass du am Ende diese Schlagfertigkeit aus dem Reel zitierst, hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und das merke ich mir bestimmt, weil es stimmt. Wir müssen wirklich unsere Stimme finden und behalten, alles Liebe Anika

    1. Hellohooo, liebe Anika, glaub mir, mir ist es nicht anders gegangen. Ich dachte auch, gut, vielleicht ist es ab und zu mit der Postenvergabe etwas schwierig, aber das war es auch schon. Ich habe ernsthaft geglaubt, wir sind mittlerweile in allem gleichberechtigt. Deshalb habe ich ja auch wirklich geglaubt, ich habe bisher immer so privilegiert gelebt, dass Feminismus für mich kein Thema war. Bis ich mich mehr damit beschäftigt habe und richtiggehend schockiert war. Denn ich habe einfach nur alles als so gegeben hingenommen und nicht einmal hinterfragt. Wenn man einmal angefangen hat, darüber nachzudenken, hört man nicht mehr damit auf. Und das ist sehr augenöffnend, alles Liebe, x S.Mirli!

  10. Liebe Mirli! Du sprichst so viele schmerzhafte Punkte an, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll zu nicken. Dass die Männer-Demo mehr Raum bekommt als die Anliegen der Frauen selbst, ist bezeichnend für das System, in dem wir noch immer stecken. Ich feiere deinen Mut, deine Meinung zu ändern und das so offen zu kommunizieren, denn wir lernen alle dazu. Die Antwort auf die Frage nach dem Nutzen der Frauen war am Ende einfach nur das perfekte Schlusswort und ich hoffe so sehr, dass man irgendwann in der hoffentlich näheren Zukunft diesen Text lesen wird und ihn nicht mehr verstehen wird, viele liebe Grüße Daniela

    1. Gerade in den letzten Monaten habe ich das Gefühl, dass so viel passiert ist, dass es einfach nur mehr in mir gebrodelt hat. Diese Themen mehren sich, werden immer größer und schmerzhafter und das macht mir ehrlich Angst. Ich will nicht zurück in eine Welt, wo wir nur stummes, hübsches Beiwerk sein sollen. Es kann so schnell gehen … Und ich liebe deinen letzten Satz, denn das ist auch mein größter Wunsch, dass man irgendwann in der Geschichte zurückblicken wird und sich nicht vorstellen kann, wie wir Frauen heute einmal leben mussten. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  11. Mirli, .. dein Beitrag heute ist so voller Feuer und Wahrheit, dass ich ihn am liebsten überall teilen möchte, denn dieses „Täter- vor Opferschutz“ ist einfach nur unerträglich. Dass du dich jetzt so deutlich positionierst, finde ich schön, mutig, und großartig, denn gerade als Vorbild für viele Frauen ist dieses Bekenntnis so viel wert. Dass wir uns nicht darauf verlassen können, dass die Zukunft von allein besser wird, hast du völlig recht – wir müssen jetzt aktiv werden. Großartiger Text von DER großartigsten Frau und Kämpferin überhaupt! Danke und alles Liebe Anne

    1. … du darfst das gerne machen, überall teilen, denn es wird Zeit, dass wir alle unsere Stimme erheben. Wie du sagst, wir können und dürfen uns nicht darauf verlassen, dass die Zukunft automatisch alles besser machen wird, denn wenn es so weitergeht, wird eher das Gegenteil der Fall sein. Ich danke dir so, so sehr für deine Worte, auch für deinen Schlusssatz, das bedeutet mir so viel, alles Liebe, liebe Anne, x S.Mirli!

  12. Hallo Mirli! Dein Beitrag heute ist so unfassbar wichtig, danke, dass du deine Reichweite nutzt, um über diese Gesetzeslücken und die Ungerechtigkeit zu sprechen. Ich finde es bewundernswert, dass du zugibst, Feminismus früher anders gesehen zu haben – das macht dich so menschlich und glaubwürdig. Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir nicht zurück ins Mittelalter rutschen, wenn man sich manche Trends ansieht. Danke und liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünsche ich dir, Isi

    1. Hellohooo, liebe Isi, erst seitdem ich mich selbst mehr mit dem Thema beschäftige, habe ich erkannt, dass es eigentlich nicht einmal so ist, dass das Thema für mich bisher keine Rolle gespielt. Es ist eher so, dass ich vieles als gegeben hingenommen habe. Mir ist oft nicht einmal aufgefallen, dass ich nicht ganz so privilegiert gelebt habe, was eigentlich noch trauriger ist, als wenn es einem wenigstens bewusst ist. Wir dürfen wirklich nicht zulassen, dass wir uns wieder rückwärts bewegen. Ich danke dir für deine Worte, liebe Isi, hab eine fantastische neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  13. Hallo Mirli. Als Mann, der deine Texte sehr schätzt, finde ich deine Kritik an der Berichterstattung über die Demo am Weltfrauentag sehr berechtigt – es sollte nicht um uns gehen, wenn Frauen ihre Rechte einfordert. Deine Definition von Feminismus als gelebte Freiheit unterstütze ich voll und ganz. LG Dirk

    1. Hellohooo, lieber Dirk, bei diesem Thema bin ich ja wirklich froh, dass es auch viele Gegenbeispiele gibt. Die wahrscheinlich sogar die Mehrheit sind, den laut sind ja immer nur die, von denen man sich wünschte, dass sie endlich einmal die Klappe halten. Es ist einfach traurig, dass wir heute noch immer über das Thema reden müssen. Gefühlt müssen wir für jeden Schritt nach vorne, wieder zwei zurück machen. So kommt man nur schwer ans Ziel … aber ich danke dir sehr, dass du so ein denkendes Gegenbeispiel bist und hier schon so lang mit dabei, alles Liebe, x S.Mirli!

  14. Hallo Mirli! Dein Beitrag ist heute so wichtig, denn wir dürfen wirklich nicht zulassen, dass die Stimme der Frauen wieder leiser wird. Ich finde es toll, wie du deine eigene Entwicklung beschreibst, denn viele von uns dachten lange, es sei alles „erledigt“ mit der Gleichberechtigung. Aber die Realität sieht leider oft anders aus, wie du an den vielen Beispielen zeigst. Dein Schlusssatz war einfach die beste Antwort, die man geben kann – kurz, knapp und absolut wahr, ganz liebe Grüße Vroni

    1. Hellohooo, liebe Vroni, du sagst es. Ich habe ja tatsächlich das Gefühl, dass wir uns in großen Schritten rückwärts bewegen und davon möchte ich bestimmt kein Teil sein. Wir Frauen sind die Mehrheit auf diesem Planeten, es ist an der Zeit, dass wir uns endlich trauen und aufstehen. Uns nicht mehr alles gefallen lassen. Traurig, dass wir noch immer an so einem Punkt stehen. Denn ja, du sagst es, die Realität ist eine andere und wirklich erschreckend. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  15. Guten Morgen Mirli, ich bin ganz begeistert von deiner klaren Front gegen Andrew Tate und diesen ganzen gefährlichen Unsinn, der da im Netz kursiert. Wir müssen alle Frauen schützen und ihnen zeigen, dass Frausein ein Privileg und keine Last ist. Dein Text ist ein wunderbares Zeichen für mehr Selbstbewusstsein und Zusammenhalt unter uns Frauen. Dass wir am Ende die 8 Milliarden Menschen als Argument haben, ist einfach unschlagbar – danke für diese starke Botschaft, viele liebe Grüße Evelyn

    1. Guten Morgen auch dir, liebe Evelyn, das Internet hat sehr viele Vorteile, aber leider den so gewichtigen Nachteil, dass sie einfach jedem eine Plattform bietet und es mehr oder weniger ein gesetzesfreier Raum ist, hat man zumindest das Gefühl. Denn wie kann es sonst sein, dass solche Typen diese menschenverachteten Parolen raushauen dürfen, die tatsächlich – mehr oder weniger – das Leben von uns Frauen gefährdet. Wie kann das sein? Ich danke dir für deine Worte und schicke dir ganz liebe Grüße zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  16. Schönen guten Morgen Mirli, dein Text über das Frausein hat mich heute richtig zum Nachdenken gebracht, besonders der Punkt mit dem „Dürfen“ statt „Können“. Es ist beängstigend, dass junge Männer sich Frauen wieder an den Herd wünschen, da müssen wir wirklich laut gegenhalten. Danke für diesen flammenden Appell zur Solidarität, du unglaubliche Kämpferin du! Schöne Grüße Franzi

    1. Guten Morgen, liebe Franzi, ganz ehrlich, als ich mir den Text nach dem Schreiben noch mal durchgelesen habe, ist mir erst aufgefallen, dass ich ganz automatisch überall “dürfen” verwendet habe – und war richtiggehend schockiert. Ist es nicht schlimm, dass wir Frauen immer noch so denken. Dass wir quasi dankbar sein müssen, dass wir jetzt ab und zu doch mitreden dürfen. Ich könnte ehrlich kotzen. Wir haben noch so einen weiten Weg vor uns. Vielen, vielen Dank für deine Worte, ehrlich, das bedeutet mir so viel, alles Liebe, x S.Mirli!

  17. Schönen guten Morgen Mirli. Ich finde es so unglaublich stark und berührend zugleich von dir, dass du dich so für uns Frauen einsetzt, schöner und bewegender kann man es nicht machen. Die Berichte über die Gewalt an Frauen machen mich auch fassungslos und traurig, und man darf das einfach nicht mehr schweigend hinnehmen. Dein Schlusssatz hat es so auf den Punkt gebracht – ohne uns gäbe es schlichtweg gar nichts. Es macht mich stolz, hier mitzulesen und Teil dieser Community zu sein, die nicht wegsieht, liebe Grüße Bea

    1. Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Bea, ich danke dir so, so sehr für deine lieben Worte, das tut ehrlich gut. Ich habe das Gefühl, mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, dass wenn immer ich die Nachrichten aufdrehe, es irgendeinen Bericht über eine Gewalttat gegenüber einer Frau gibt. Das ist mehr als schockierend. Ich meine, dass man als Frau fast nicht mehr auf die Straße gehen kann, ohne Angst haben zu müssen. Ich dachte eigentlich, das wären Zeiten, die Jahrzehnte hinter uns liegen. Tja, falsch gedacht. Umso wichtiger, dass wir uns einen sicheren Platz erkämpfen. Und danke für diesen letzten Satz, du glaubst nicht, wie mich dieser gerührt hat. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  18. Hallo Mirli, danke für diesen mutigen Beitrag, der zeigt, dass Feminismus uns alle angeht, egal wie sicher wir uns persönlich fühlen. Die Entwicklung in vielen Ländern bezüglich Abtreibungsrechten macht mir auch große Angst, und wir müssen wirklich unsere Stimme erheben. Dass du zum Schluss dieses Reel-Beispiel nennst, war einfach spitze – es zeigt die ganze Absurdität der Frauenfeindlichkeit auf. Wir sind die Basis der Menschheit, und das dürfen wir mit Stolz sagen, alles Liebe Samira

    1. Hellohooo, liebe Samira, ich kann besonders deinen ersten Satz nur tausendmal unterstreichen. Es ist ein Thema, das uns alle angeht – und zwar unabhängig vom Geschlecht – ganz besonders, wenn wir in der Lage sind, uns aus einem sicheren Umfeld zu äußern. Dann erst recht, würde ich sagen. Ich danke dir für deine Worte und wünsche dir einen fabelhaften Start in die neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  19. Guten Morgen Mirli. Ich muss gestehen, ich habe mich mit dem Begriff Feminismus bisher nie so richtig beschäftigt, weil das für mich immer nach „Männerhass“ klang, aber deine Erklärung mit dem Konto und dem Führerschein leuchtet mir total ein. So habe ich das noch nie gesehen, dass das eigentlich alles erkämpft wurde. Dein Text macht mich nachdenklich, besonders was die Gewalt angeht, von der man ständig liest. Ich werde zukünftig sicher mehr nachdenken, mehr denken. Danke, schöne Grüße Rita

    1. Dir ebenso einen guten Morgen, liebe Rita, glaube mir, das ist mir nicht anders ergangen. Und tatsächlich habe ich ähnlich wie du über das Thema gedacht. Dabei steckt so viel mehr dahinter, wenn man sich mehr mit dem Thema beschäftigt. Ich bin draufgekommen, dass ich vieles einfach als gegeben hingenommen habe, so quasi, das ist halt so. Sprich, das Thema hat mich schon viel länger betroffen, nur habe ich es nicht bemerkt. Jetzt beschäftige ich mich sehr damit und das ist teilweise schockierend, was ich da entdecke (auch über mich selbst). Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  20. Liebe Mirli. Ich habe bisher ehrlich gesagt gar nicht so viel über Feminismus nachgedacht, weil ich dachte, das betrifft mich nicht so, aber dein Text hat mir die Augen geöffnet. Wenn man liest, was anderen Frauen passiert, kann man eigentlich nicht mehr wegschauen. Dass du zum Schluss diesen Spruch über die 8 Milliarden Menschen gebracht hast, fand ich super – das ist so simpel und doch sagt es alles aus. Ich werde meine eigene Einstellung dazu jetzt definitiv mal überdenken, liebe Grüße Sandra

    1. Liebe Sandra, mir ist es doch ganz genauso gegangen. Eigentlich fast mein gesamtes bisheriges Leben. Ich persönlich bin wenig in Kontakt gekommen mit Benachteiligung aufgrund meines Geschlechts. Allerdings, wenn ich heute zurückdenke, stimmt das gar nicht, ich habe einfach nur vieles als so gegeben hingenommen. Die letzten Jahre habe ich viel hinterfragt und das hat mir sehr die Augen geöffnet. Ich fürchte fast, dass es jeder Frau so gehen würde, wenn sie sich mehr damit beschäftigt. Ich grüße dich ganz lieb zurück und wünsche dir einen richtig guten Start in die neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  21. Liebe Mirli! Ich bin noch ganz erschlagen von deinem Text, denn diese Wut über den Umgang mit Opfern digitaler Gewalt teile ich zu hundert Prozent. Es ist so wichtig, dass wir uns als Frauen gegenseitig stützen und uns nicht einreden lassen, wir hätten kein Recht zu sprechen. Deine Schlussworte über die 8 Milliarden Menschen haben das Ganze so perfekt abgerundet, es ist die ultimative Antwort auf jede Respektlosigkeit uns gegenüber. Hab eine gute Woche und bleib so laut, liebe Grüße Tamara

    1. Guten Morgen, liebe Tamara, ich stimme dir ebenso zu hundert Prozent zu. Was wir tatsächlich noch besser könnten, ist uns gegenseitig zu unterstützen. Immerhin machen wir die Mehrheit der Menschheit aus und haben bzw. hätten, glaube ich, mehr Macht, wenn wir uns endlich trauen würden. Ich wünsche dir einen fantastischen Start in diese neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

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