Meine Lieben, ihr wolltet mehr Teestunden, ihr bekommt mehr Teestunden, denn so gut wie jedes Mal, wenn ich hier ein aktuelles Thema anspreche oder wenn ich meine Gedanken zu etwas teile, das sowieso gerade in aller Munde ist – was uns als Gesellschaft bewegt, fordert, Sorgen bereitet -, findet sich mindestens ein Kommentar (meist ist es eher jedes zweite) unter dem Text, von jemandem, der meint, dass er sich sicher war, dass ich etwas dazu schreiben würde. Oder dass er schon darauf gewartet hat, meine Meinung zu hören. Oder sich gewundert hat, warum ich dies bisher noch nicht getan habe.
Auf gewisse Weise liegt also schon ein gewisser Druck auf mir, obwohl ich zwar an und für sich immer frei von der Leber weg schreibe und auch nur dann über etwas spreche, wenn ich es auch wirklich möchte bzw. wenn mir selbst die Idee dazu gekommen ist, aber es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, ich frage mich nicht auch ab und zu, was ihr denn von mir erwartet. Was euch gerade bewegt, und ob ich irgendwie dazu beitragen kann, dass vielleicht manche Last, manche Sorge durch meine Worte nicht mehr ganz so schwer auf den Schultern lastet.
Trotzdem ist es so, dass ich mir meiner Verantwortung mit einer gewissen Reichweite durchaus bewusst bin. Ich weiß, wie gefährlich das Internet sein kann. Wie sehr manche Menschen ihre Meinung durch andere beeinflussen lassen. Die alles für wahr halten, was sie lesen. Vor allem wenn es von einer Person kommt, der sie vertrauen.
So etwas darf man nicht und werde ich niemals auf die leichte Schulter nehmen.
Was ich zusätzlich auch immer wieder betone, ist, dass ich halt auch nur ein ganz normales, durchschnittliches Menschlein bin. Mir fehlt bei vielen Themen eine spezifische Qualifikation, die mich dazu befähigt, gewisse Dinge zu analysieren oder meine Meinung dazu zu äußern. Das kann ich gerne im privaten Umfeld tun, da kann ich nicht allzu viel Schaden anrichten, aber wenn mehrere hunderttausend Menschen so einen Text lesen, dann darf man diese Verantwortung niemals außer Acht lassen.
Andererseits, wenn ich bedenke, wie viel Blödsinn von eigentlich gebildeten Menschen über die Medien (oder durch politische Ämter) laut ins Universum gelassen wird, vielleicht ist es dann doch wichtig, dass auch ganz normale Menschlein, die aber vielleicht einen großen Teil der Masse gedanklich vertreten, ihre Meinung zu dem einen oder anderen laut aussprechen.
Tatsächlich habe ich dieses Thema, über das sich momentan meine Gedanken kreisen (und die von so gut wie jedem anderen halbwegs denkenden Wesen) bereits vor einigen Monaten angesprochen. Aber keine Angst, dies hier soll keine Wiederholung oder Wiederkauen von schon Gesagtem werden, sondern eigentlich das genaue Gegenteil bzw. eine andere Sichtweise, die ich mir inzwischen angeeignet habe.
Immer wieder hört man in den letzten Monaten oder eigentlich Jahren, dass immer mehr Menschen ihren Nachrichtenkonsum einschränken, sich teilweise sogar am liebsten überhaupt nicht mehr mit dem Weltgeschehen beschäftigen wollen.
Und weshalb?
Weil sie mit der Fülle an schlechten Nachrichten, diesen unendlich vielen Horrorszenarien, die uns tagtäglich verfolgen, nicht mehr umgehen können. Die lieber die Scheuklappen aufsetzen und sich in ihrer heilen Welt verstecken und so tun wollen, als gehe sie das alles nichts an.
So ein Verhalten habe ich nie verstehen können, habe es eigentlich fast schon verurteilt, bis ich in diesem Beitrag vor ein paar Monaten gesagt habe, dass ich dieses Verhalten zum ersten Mal nachvollziehen kann und mich zeitweise selbst abschotten muss, als ich gemerkt habe, wie sehr es an meinem Gemüt gekratzt, wie sehr es meine mentale Gesundheit ins Wanken gebracht hat.
Was hat sich geändert?
Es war vor ein paar Tagen, als mein Mann und ich beim Durchzappen bei einer Nachrichten- oder Politsendung hängengeblieben sind und mein Mann gemeint hat, ich solle doch bitte weiterschalten, er kann und will das alles nicht mehr sehen, woraufhin ich in einen ziemlich ausschweifenden Monolog verfallen bin. Der mich selbst überrascht hat, denn ich habe mich gewundert, wie sehr sich die eigene Sichtweise auf Dinge ändern kann.
Ja, während dieser ganz normalen Alltagssituation bzw. dem geäußerten Wunsch, dass man sich zumindest zeitweise nicht mit diesen grausamen, teilweise beängstigenden Horrorszenarien eines leider mittlerweile komplett normalen Weltgeschehens beschäftigen möchte, und ich vor ein paar Monaten noch genau derselben Einstellung war, hat sich das inzwischen komplett gewandelt.
Ich aka wir, die hier mitten in Europa leben, müssen uns (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) bewusst machen, was wir für ein Glück haben, dass wir all diese Kriegsbilder und Angstszenarien, dieses Leid und Blut und Hunger und Tod nur über Bilder in Nachrichtensendungen erleben.
Dass wir das nicht hautnah vor Ort erleben müssen.
Wir haben so ein verdammtes Glück. Aber auch einfach nur Glück.
Nicht, dass wir hier nicht auch von Auswirkungen der vielen Krisenherde und machtgeilen bzw. ihrer Machtstellung missbrauchenden Möchtegernherrschern zu leiden haben, was wir vor allen an Teuerungen in so gut wie jedem Sektor bemerken. Und natürlich, keine Frage, das macht uns das Leben schwer.
Geht mir nicht anders.
Ich kann nicht mehr alles in dem Ausmaß machen, wie ich es gewohnt war. Auch bei Reiseplanungen muss man heute auf komplett andere Dinge ein Auge haben, als noch vor ein paar Jahren. Es ist nicht mehr nur wichtig, was für Impfungen sinnvoll wären oder wie der aktuelle Umrechnungskurs in diesem oder jenem Land steht. Nein, wir müssen uns Krisenherde in der Umgebung anschauen, was für Regierungen sind in welchem Land gerade an der Macht, kann das zu einer Bedrohung oder Problem für mich als Tourist werden?
Niemals hätte ich gedacht, dass ich einmal in so einer Welt leben würde.
Und trotzdem, das sind meine einzigen Probleme, die ich habe?
Das sind die einzigen Auswirkungen, die ich spüre?
Dass ich mir nicht mehr jedes Produkt leisten kann? Dass auswärts Essen ein Luxusgut geworden ist? Dass ich nicht mehr jedes Land uneingeschränkt bereisen kann?
Da sitzen wir also da und jammern, dass wir ständig diesen blonden Kasperl aus Übersee in den Nachrichten zu sehen bekommen, obwohl uns doch eigentlich sch…egal sein kann, was der seinem Land und dessen Bewohnern gerade antut.
Wir sagen, wir sind überfordert, wenn wir hungernde, leidende, sterbende, frierende, blutende Kinder und Menschen in Gaza und der Ukraine im Fernsehen sehen müssen.
Wir wollen so tun, als würden Attentate und Terroranschläge nur in anderen Ländern existieren und wollen uns nicht unsere Feste und Feierlichkeiten damit verderben lassen.
Was ist deshalb unsere Konsequenz?
Wir beschäftigen uns einfach nicht mehr damit. Dann sehen wir uns halt einfach keine Nachrichten mehr an und tun so, als wäre die Welt weiterhin ein Utopia, in der es keine Negativität gibt.
Und ja, ich kann es verstehen. Ich kann es so sehr nachfühlen, dass man so denkt.
Aber ganz ehrlich, die Menschen, die all dieses Leid und Krieg und Kampf und Hunger und Angst und Horror gerade erleben, die können auch nicht einfach die Augen schließen und so tun, als wäre es nicht real. Sie haben zum Großteil absolut keine Schuld an irgendetwas, das ihnen widerfährt. Und trotzdem müssen sie damit leben. Müssen leiden.
Müssen es irgendwie überleben.
Wie kann ich also dasitzen und ernsthaft jammern, dass mich all diese Bilder und Nachrichten überfordern, dass meine mentale Gesundheit darunter leidet und mir selbst leidtun, wenn nichts anderes von mir verlangt wird, als nicht die Augen zu verschließen.
Als aufmerksam zu verfolgen, was um mich herum geschieht.
Wenn nichts anderes von mir verlangt wird, als zu sehen, WAS überall auf der Welt gerade geschieht.
Um vielleicht meinen Teil, wenn irgendwie möglich, beizutragen, zu helfen. Sei es durch Spenden, durch Position beziehen, durch Druck auf Regierungen ausüben, Petitionen unterzeichnen, auf die Straße gehen, im eigenen Land die richtige Wahl treffen – alles dafür zu tun, damit es nicht unsere Gesichter sind, die irgendwann irgendwo in den Nachrichten auftauchen, bevor diese Fernseher abgedreht werden, weil keiner unser Leid sehen will.
Hinschauen und ein bisschen Leid ertragen im Gegenzug zu Schmerz, Angst, Krieg und Tod tatsächlich erleben zu müssen.
Das, was dieses Gefühl am besten beschreibt, das ich bzw. wir alle momentan mehr oder wenig ständig in uns fühlen, ist Weltschmerz. Ich will es auch nicht wahrhaben, da geht es mir nicht anders als euch, aber es ist Realität, was sich gerade alles auf der Welt verschiebt. Und ich verstehe das alles auch nicht, es macht mich grantig, sogar wütend, ich fühle mich machtlos, aber ja, ich fühle es. Ich fühle das Leid der Welt. Das tun wir gerade alle, bis auf die, die beschlossen haben, es nicht mehr zu tun, aber ich frage euch:
Ist es wirklich so ein Opfer?
Ist es wirklich zu viel verlangt?
Wenn wir anfangen, nicht mehr hinzusehen, wenn es anderen schlecht geht,
wenn wir anfangen, die Augen zu verschließen, wenn neben uns jemandem Leid angetan wird,
wenn wir anfangen, unsere Empathie herunterzuschrauben, damit es uns besser geht,
wenn wir aufhören, Mensch zu sein,
dann beginnt es …

eine Lieben, ihr bekommt nicht mit, wie oft ich mich hinsetzen möchte und einfach rauslassen, was mir gerade im Kopf herumschwirrt bzw. wie oft ich dies auch genau so umsetze, aber meist halte ich diese Texte unter Verschluss, schreibe sie nur für mich, weil ich das Gefühl habe, dass ich oft zu hart bin, zu angreifend, zu moralisch.
Andererseits ist da auch diese Verantwortung, die ich zu Beginn angesprochen habe.
Ich habe nicht nur die Verantwortung, vorsichtig zu sein, mit dem, was ich von mir gebe. Sondern ich finde, ich habe genauso die Verantwortung, diese Reichweite, die ich mir hier erarbeitet habe, zu nutzen, um vielleicht etwas zu verändern.
Ich glaube ganz fest an die Schmetterlingstheorie. Ein einzelner Flügelschlag von einem zarten, filigranen Schmetterling kann einen Tornado auslösen. Worte können weitergetragen werden und vielleicht Veränderung bewirken.
Mir geht es doch wie jedem von euch momentan, ich bin es so leid, all diese Nachrichten zu hören, diese Bilder zu sehen, diese Geschichten zu lesen, aber wenn es das Einzige ist, was ich tun kann, dann sollte ich zumindest das tun.
Nicht wegsehen, sondern genau hinschauen. Dieses Gefühl des Schmerzes, des Weltschmerzes zulassen.
Um zu lernen, um es besser zu machen, um es in meiner Umgebung nicht zuzulassen. Das fängt beim Miteinander in meiner Gesellschaft an, das fängt bei jeder Begegnung an und geht so viel weiter, wenn man an Wahlen und Engagement denkt. Und wenn es momentan das Einzige ist, das wir tun können, dann sollten wir zumindest DAS tun.
Vielleicht werde ich in Zukunft auch ein bisschen öfter über das schreiben, was gerade auf der Welt passiert. Während der Corona-Zeit war es genau das, was ihr euch gewünscht habt, weil es hilft, gemeinsam nachzudenken. Dinge zu verarbeiten. Und fragt mich nicht weshalb, aber ich habe so das Gefühl, dass diese Zeit wieder gekommen ist.
Die Balance macht es aus, wir werden sehen …
Alles Liebe, love&peace, ![]()




Guten Morgen meine Süße, du hast absolut recht und auch wenn ich auch Tage habe, an denen es nicht bzw. fast nicht erträglich ist, hast du recht. Wegschauen ist als ob wir schon verloren haben! 344
Guten Morgen, Schatz, du kennst mich doch, mir geht es nicht anders, aber Wegschauen wird nichts verändern, hinsehen dafür umso mehr. 3344, alles Liebe, x S.Mirli!
Schönen guten Morgen Mirli, danke, dass du diesen Druck in positive Energie umwandelst und dieses wichtige Thema ansprichst. Dein Monolog beim Fernsehen ist wirklich Gold wert! Du hast so recht mit dem Glück, das wir hier haben. Ich bin auch oft an dem Punkt, dass ich die Nachrichten am liebsten ausschalten würde, aber dann denke ich genau das: Wir dürfen nicht wegschauen. Es ist das Mindeste, was wir tun können, ganz liebe Grüße und danke fürs Erinnern, Eva
Dir ebenfalls einen wunderschönen guten Morgen, liebe Eva, mir geht es ja nicht anders, und es gibt Tage, da schaue ich bewusst keine Nachrichten, bekomme aber sofort ein schlechtes Gewissen deshalb. Es ist wichtig, zu sehen, was auf der Welt passiert. Sonst überlässt man das Feld denen, die sowieso schon genug Schaden angerichtet haben. Ich sende dir ganz liebe Grüße zurück, danke dir für deine Worte, alles Liebe, x S.Mirli!
Hallo Mirli, da hast du wieder eine Teestunde geschaffen, die wirklich zum Nachdenken anregt! Der Punkt mit der Verantwortung ist so wichtig. Wir sind nicht qualifiziert, aber wir sind Menschen mit Empathie. Und dein Gedanke, dass das bloße Hinschauen das geringste Opfer ist, im Vergleich zum tatsächlichen Erleben, ist unschlagbar. Wir sollten alle hin und wieder diese Gedanken zulassen, damit wir nicht abstumpfen, liebe Grüße Karin
Hellohooo, liebe Karin, niemand fühl gerne Leid und Schmerz, aber so lange es kein tatsächlicher Schmerz ist, werden wir es wohl ertragen können. Denn wenn wir nicht mehr hinsehen, wird es gefährlich. Ich danke dir für deine Worte und schicke dir ganz liebe Grüße zurück, alles Liebe, x S.Mirli!
Hallo Mirli, dieser Beitrag ist so ehrlich und so wichtig. Es ist schwer, Weltschmerz zuzulassen, aber es ist der Beweis, dass wir noch menschlich sind und uns nicht abstumpfen lassen. Deine Schlussfolgerung, dass Hinschauen und fühlen das Einzige ist, was von uns verlangt wird, ist eine starke Message. Gerne mehr von diesen Teestunden! Alles Liebe Anika
Hellohoo, liebe Anika, ich unterschreibe jedes deiner Worte. Niemand will freiwillig Schmerz fühlen, aber es ist das Mindeste, das wir tun können. Und ich nehme mir den Wunsch nach mehr Teestunden definitiv zu Herzen, alles Liebe, x S.Mirli!
Guten Morgen Mirli, ich habe schon auf deine Meinung zu diesem Thema gewartet! Du hast die Balance zwischen dem Gefühlder Überforderung und der moralischen Pflicht perfekt getroffen. Der Vergleich mit unseren “Problemen” (Teuerung, Reiseplanung) und dem echten Leid ist bitter, aber notwendig. Großartiger Beitrag, danke dafür und liebe Grüße Tina
Guten Morgen, liebe Tina, ich nehme mich bei meinen Worten ja auch immer in Geiselhaft, ich bin ja um nichts besser. Ich ertappe mich immer wieder, wie ich jammere, dass ich dies oder jenes jetzt nicht machen kann, aber dann fällt mir zum Glück immer wieder ein, das ich alles andere als Grund zum Jammern habe, denn es gibt Menschen mit echten Problemen. Das relativiert viel. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!
Mirli,.. … du hast meine Tränen in die Augen getrieben. Wie verlogen ist es eigentlich, wenn wir jammern, dass uns die Bilder überfordern, während andere die Realität sind? Das ist der Kern deines Beitrags und er trifft. Die Verantwortung, die du ansprichst, ist riesig, aber du nutzt sie richtig: nicht zur Belehrung, sondern zum gemeinsamen Nachdenken. Großartig! Alles Liebe Anne
Ach Anne, natürlich wollte ich niemanden zum Weinen bringen, obwohl, mir geht es wie dir. Ab und zu hilft nur noch das. Und dieser Austausch hier, der gibt mir den Glauben zurück, dass noch alles gut werden kann. Gemeinsam Nachdenken, DAS hilft. Ich danke dir von ganzem Herzen, liebe Anne, alles Liebe, x S.Mirli!
Schönen guten Morgen liebe Mirli, du sprichst mir von der Seele. Ich habe auch lange Zeit die Nachrichten reduziert, weil es mich zu sehr runtergezogen hat. Aber du hast mich mit deiner Sichtweise wieder erinnert. Es ist purer Egoismus, sich die Scheuklappen aufzusetzen, nur weil es uns nicht direkt betrifft. Wir müssen die Augen offen halten und unsere Stimme nutzen, egal wie klein sie ist. Ganz liebe Grüße Michaela
Einen wunderschönen guten Morgen auch dir, liebe Michaela, ich kann ja jeden absolut verstehen, der seinen Nachrichtenkonsum zumindest zeitweise reduziert, das wird auch bei mir immer wieder der Fall sein. Aber ich habe in letzter Zeit von so vielen gehört, die sich überhaupt nicht mehr mit dem Weltgeschehen beschäftigen und das macht mir Angst, denn so ist niemand mehr das, der sich in den Weg stellt, wenn es drauf ankommt. Ich grüße dich ganz lieb zurück und danke dir für deine Worte, alles Liebe, x S.Mirli!
Guten Morgen Mirli, ich bin froh, dass du diesen Text nicht unter Verschluss gehalten hast. Die Welt braucht gerade jetzt diese Art von ehrlicher Reflexion. Der Wunsch, wegzuschauen, ist verständlich, aber wie du sagst: Es ist kein Opfer, hinzuschauen. Ich bin ganz bei dir: Lass uns die Augen offen halten. Ganz liebe Grüße Claudia
Guten Morgen, liebe Claudia, ich danke dir sehr! Und keine Frage, ich verstehe jeden, der ab und zu das Gefühl hat, er kann das alles nicht mehr ertragen, aber ja, wie es gerade jemand so treffend ausgedrückt hat, es ist kein Opfer, es ist unsere Pflicht hinzusehen. Ich grüße dich ganz lieb zurück und wünsche dir eine wunderschöne Herbstwoche, alles Liebe, x S.Mirli!
Schönen guten Morgen Mirli, ich finde es mutig, diesen Wandel deiner Sichtweise so offen zu teilen. Ich habe auch lange weggeschaut, weil ich dachte, es macht mich handlungsunfähig. Aber das Gegenteil ist der Fall: Es mobilisiert. Der “blonde Kasperl aus Übersee” und unsere Jammerei darüber ist ein herrlich zynischer und treffender Punkt. Ich liebe deine Teestunden so sehr! Danke und liebe Grüße Daniela
Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Daniela, ich fürchte, es ist eine ganz schöne Gratwanderung, denn etwas, was ich ebenfalls an mir erkannt habe, wie sehr ich mich durch all diese Nachrichten selbst abgestumpft habe, und das ist das genaue Gegenteil von dem, was ich möchte. Die Balance macht es aus, aber auf Dauer die Augen zu verschließen, das hat schon einmal in einer Katastrophe geändert. Nur weil ich mir einrede, etwas existiert nicht, wird es nicht automatisch wahr. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!
Schönen guten Morgen Mirli, der Begriff “Weltschmerz” beschreibt es perfekt. Dieses dumpfe, ständige Gefühl, dass alles falsch läuft. Aber du hast recht: Wir dürfen nicht aufhören, Mensch zu sein. Das ist kein zu großes Opfer. Deine Worte sind ein wichtiger Flügelschlag und ich hoffe, dass viele Menschen genauso denken! Dann haben wir noch eine lebenswerte Zukunft. Liebe Grüße Kerstin
Auch dir einen wunderschönen guten Morgen, liebe Kerstin, es ist traurig, dass “Menschsein” so aus der Mode gekommen ist. Das ist eins der schlimmsten Relikte der Corona-Zeit, dass es in ist egoistisch zu sein und sich auf seinen Privilegien auszuruhen. Als ob wir uns irgendwas davon verdient haben. Und ja, ich glaube, ganz, ganz fest an die Schmetterlingstheorie und der einzelne Flügelschlag kann der Auslöser von etwas Großem sein. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!
Guten Morgen Mirli, ich habe mich in deinem Text total wiedergefunden, besonders im Gefühl der Überforderung. Aber dein Appell, nicht wegzusehen, ist so einleuchtend und notwendig. Die Corona-Zeit hat gezeigt, wie wichtig der gemeinsame Austausch ist, und ich glaube auch, die Zeit ist wieder reif dafür. Ganz liebe Grüße Tamara
Auch dir einen guten Morgen, liebe Tamara, glaub mir, ich fühle mich nicht anders. All das überfordert mich im Moment extrem, aber es ändert eben nichts, wenn man so tut, als wäre alles gut. Ganz im Gegenteil, so wird es nur schlimmer. Nur wer das wahre Problem sieht, kann an einer Lösung arbeiten. Ich grüße dich ganz lieb zurück, und ja, ich fürchte auch, die Zeit ist wieder reif dafür, alles Liebe, x S.Mirli!
Hallo Mirli, sehr gut geschrieben. Die Haltung, sich hinter der “mentalen Gesundheit” zu verstecken, um nicht mit der Realität konfrontiert zu werden, ist mir auch schon sauer aufgestoßen. Wir haben hier das Glück, dass es uns “nur” mental trifft. Das ist der Preis für das Privileg. Weitermachen mit diesen Denkanstößen! LG Dirk
Hellohoo, lieber Dirk, vielen lieben Dank! Ich bin die erste, die für mentale Gesundheit in die Presche springt, aber es gibt einen Unterschied, zwischen sich mit etwas unwohl fühlen und tatsächlichen mentalen Problemen. Das stoßt mir in letzter Zeit auch sehr auf, dass dieser “Titel” oft vorgeschoben wird, was Menschen, die wirkliche Probleme haben, unglaubwürdig erscheinen lässt. Es ist also kein Schritt nach vorne, sondern das genaue Gegenteil, alles Liebe, x S.Mirli!
Guten Morgen Mirli, ein wirklich bewegender und wichtiger Text. Die eigene Sichtweise kann sich wandeln, das ist das Schöne am Menschsein. Ich stimme dir voll und ganz zu: Das Zulassen des Schmerzes ist kein Opfer, sondern eine Pflicht. Nur so können wir etwas verändern. Viele liebe Grüße Evelyn
Auch dir einen guten Morgen, liebe Evelyn, ohne Wandel und Veränderung würden wir noch immer in einer Höhle hocken und Steinberl klopfen, wobei, für die Erde wäre das wahrscheinlich nur ein Gewinn – wie auch immer. Ich bin absolut bei dir und besser kann man es nicht sagen, es ist unsere Pflicht hinzusehen, nur so können wir etwas verändern. Ich grüße dich ganz lieb zurück und vielen Dank für deine Worte, alles Liebe, x S.Mirli!
Guten Morgen Mirli, ich bin froh, dass du deine “zu harten” Texte nicht unter Verschluss hältst. Das ist genau das, was die Leute von dir erwarten – deine ehrliche Meinung. Wir haben so ein Glück, und es ist unanständig, sich das nicht bewusst zu machen und wegzuschauen. Danke dafür und liebe Grüße Sandra
Auch dir einen guten Morgen, liebe Sandra, ich finde, du hast es genau richtig tituliert, es ist unanständig, einfach wegzusehen, um das Leid anderer nicht sehen zu müssen. Ja, unanständig, dieses Wort gefüllt mir sehr. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!
Guten Morgen Mirli und vielen Dank für diesen Beitrag. Ich bin auch jemand, der sich oft überfordert fühlt und am liebsten abschalten würde. Aber dein Vergleich zwischen Sehen müssen und Erleben müssen hat mich tief getroffen. Ich werde versuchen, öfter und bewusster hinzusehen. Liebe Grüße Bea
Guten Morgen, liebe Bea, ich danke DIR für deine Worte. Mir geht es doch nicht anders. Ich fühle mich momentan bei all diesen Nachrichten wirklich überfordert, aber Wegschauen macht halt nichts besser. Aber ja, ich fühle absolut mit dir. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!
Schönen guten Morgen, ein wirklich starker Beitrag, Mirli. Ich fühle mich auch oft grantig und machtlos, aber du zeigst, dass Machtlosigkeit keine Entschuldigung fürs Wegschauen ist. Hinschauen, fühlen und dann das Richtige im eigenen Land tun – das ist der Weg. Schöne Grüße Franzi
Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Franzi, ich danke dir. Es hilft einfach zu sehen, dass man mit seinen Gefühlen nicht allein ist. Und gemeinsam fühlen lasst eigentlich alles leichter (er)tragen. Ja, genau das ist der Weg, alles Liebe, x S.Mirli!
Hallo Mirli, das ist keine moralische Keule, sondern ein ehrliches, menschliches Gefühl, das du teilst. Und genau das brauchen wir. Wenn wir anfangen, unsere Empathie herunterzuschrauben, damit es uns besser geht, dann haben wir verloren. Die Schmetterlingstheorie ist ein wunderbares Bild dafür, dass jedes Engagement zählt. Alles Liebe Samira
Hellohooo, liebe Samira, ich fühle jedes deiner Worte und unterschreibe alles. Sofort. Hab eine wunderschöne Herbstwoche, alles Liebe, x S.Mirli!
Schönen guten Morgen Mirli, ich danke dir für diesen Weckruf. Es ist in der Tat keine Option, die Augen zu verschließen. Ich unterstütze deinen Entschluss, in Zukunft öfter über diese Themen zu schreiben. Es hilft, Dinge zu benennen und den Weltschmerz zu teilen. Schöne Grüße Rita und danke!
Guten Morgen auch dir, liebe Rita, ich danke DIR für die lieben Worte. Und ja, ich glaube, das werde ich auch tun. Es hilft mir, meine Gedanken auf Papier zu bringen, und ich glaube, es hilft auch anderen, zu sehen, dass man mit seinen Gedanken nicht allein ist. Weltschmerz zu teilen macht ihn einfach so viel erträglicher. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!
Schönen guten Morgen Mirli, du hast eine tolle Verantwortung übernommen, indem du diesen Text veröffentlichst. Ich denke, das, was wir jetzt brauchen, ist genau das: Ein offenes Reden über den Schmerz, um ihn nicht zu verdrängen. Wenn wir nicht aufhören, Empathie zu zeigen, haben wir schon viel gewonnen. Liebe Grüße Isi
Dir ebenfalls einen schönen guten Morgen, liebe Isi, ich danke dir, das ist lieb von dir. Du sprichst mir ja aus der Seele, das, was wir alle sollten, ist mehr reden. Ich glaube, so viele Probleme würden gar nicht erst entstehen, wenn mehr geredet werden würde. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!
Guten Morgen Mirli, du hast die Verantwortung richtig erkannt: Nicht nur vorsichtig zu sein, sondern die Reichweite zu nutzen. Dein Vergleich mit unseren Luxus-Problemen ist hart, aber absolut wahr. Ich bin froh, dass du so offen über das Gefühl der Wut und Machtlosigkeit sprichst. Vielen Dank für deinen wichtigen Beitrag!! Liebe Grüße Vroni
Guten Morgen, liebe Vroni, ich glaube, das ist es, was wir alle momentan fühlen, diese Machtlosigkeit, dabei sind wir die Masse, WIR haben die Macht, wir müssen nur lernen, uns einzusetzen. Und ich hoffe, das es passieren wird. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!
Hallo Mirli, genau darauf habe ich gewartet! Du bist das „normale Menschlein“, dessen Gedanken so viele von uns teilen. Es ist nicht zu viel verlangt, hinzusehen. Im Gegenteil, es ist die Basis für jede positive Veränderung. Lasst uns gemeinsam diesen Weltschmerz nicht verdrängen. Alles Liebe Julia
Hellohooo, liebe Julia, ich schließe mich deinen Schlussworten einfach an, gemeinsam den Weltschmerz nicht verdrängen, sondern gemeinsam tragen, so ist sowieso alles leichter. Ich wünsche dir eine wunderschöne Herbstwoche, alles Liebe, x S.Mirli!