Life&Style

Teestunde: mehr “real life”, oder …?

Meine Lieben, ich habe soeben schwerst schockiert festgestellt, dass wir unsere letzte gemeinsame Teestunde im April diesen Jahres abgehalten haben, sprich vor über einem halben Jahr! Also an diesem Zustand müssen wir doch, bitte, so schnell wie möglich etwas ändern.
Meist ist es ja so, dass diese Art von Kolumnen-Rubrik immer dann zum Einsatz kommt, wenn mir aktuell irgendetwas unterkommt, über das ich mich auslassen möchte. An dem ich mich störe. Oder es geht um ein Thema, das mich einfach nicht mehr loslassen will. Bisher hat es in den meisten Fällen irgendetwas mit der Online-Welt, in der ich mich beruflich gezwungenermaßen mehr oder weniger ständig aufhalte, zu tun gehabt.

Wenn ich ehrlich bin, könnte ich täglich so eine Teestunde abhalten, aber ab und zu bin ich einfach schon so müde, mir überhaupt noch Gedanken über dieses Thema zu machen, und trotzdem, etwas, das schon ewig lang auf meiner persönlichen “Ideen-Liste” für Beiträge steht, möchte ich nun endlich einmal ansprechen:

Es ist ein alter Hut, der Grundgedanke dieses Beitrags, aber wie es bei alten Hüten nun mal so ist – vor allem bei denen, die richtig schick sind -, sie werden immer wieder hervorgeholt, und deshalb werde nun auch ich den Staub von dieser etwas mitgenommenen Kopfbedeckung klopfen, und ihn mit hoch erhobenen Haupt durch die nächsten Minuten tragen.

Jetzt sagt mir einmal, wie oft habt ihr bereits irgendwelche Journalisten, Moderatoren, Menschen im öffentlichen Raum oder auch im privaten Umfeld von dem ewig gleichen Thema schwadronieren hören, wie gefährlich Soziale Medien nicht sind, da jeder ausschließlich geschönte, bis zur Unkenntlichkeit weichgezeichnete Schnipsel des Lebens oder der eigenen Person zeigt, sodass ein völlig falsches Bild der eigentlichen Realität verbreitet wird und alle Konsumenten in die Depression getrieben werden, weil sie sich dadurch schlecht fühlen, da niemand diesem Bild entsprechen kann?

Ehrlich, ich kann es nicht mehr hören!

Ich kann und will diese Rufe nach mehr “Real Life” im Internet und ungeschönter Wahrheit nicht mehr hören.
Vielleicht gehöre ich zu einer Randgruppe, das kann ich nicht beurteilen, ihr könnt es mir in den Kommentaren ja gerne später mitteilen, aber ich persönlich will, wenn ich mich auf Social Media herumtreibe, nicht das reale Leben sehen.
Genau so, wie es sich verhält, wenn ich ins Kino gehe oder mir Serien im Fernsehen ansehe.

Niemand regt sich auf, wenn Schauspieler zehn Zentimeter dickes Make-up für Serien- oder Filmproduktionen tragen und gestylt sind, wie kein Mensch jemals den Alltag bestreiten würde.
Und weshalb regen wir uns an dieser Stelle nicht auf?
Weil uns das bewusst ist!
Es ist uns bewusst, deshalb stören wir uns nicht daran, da wir genau aus diesem Grund diese Medien konsumieren.
Wir drehen den Fernseher auf und schauen uns Serien und Filme an, um dem realen Alltag für kurze Zeit entfliehen zu können. Um uns inspirieren zu lassen, träumen zu können, wegzugleiten in eine Realität, die vielleicht irgendwo so existieren könnte, vielleicht aber auch nicht, aber es ist uns eigentlich herzlich egal.

Genau dieselbe Funktion hat für mich Social Media.

Niemand sollte so dämlich sein, Soziale Medien zu nutzen, um sich Informationen über Politik, Weltgeschehen oder Nachrichten auf diesem Weg anzueignen. Leider tun dies tatsächlich viel zu viele Menschen, aber ich verweise auf das soeben genannte Wort, zu welcher Gruppe ich solche Menschen zähle.
Dafür sind Soziale Medien nicht gedacht.
Social Media existiert für mich rein aus dem Grund und mit derselben Berechtigung wie Hollywood und Co. Ich möchte für kurze Zeit, wenn ich mein Handy einschalte, dem Alltag entfliehen. Ich möchte abschalten, mich berieseln, vielleicht sogar inspirieren lassen, aber was ich ganz bestimmt nicht möchte, ist, irgendein “Real Life” sehen.
Wozu auch?
Ich weiß, wie ein Wäscheberg nach dem Urlaub aussieht, ich kann mir genau vorstellen, wie chaotisch und verschmutzt eine Küche nach einer Kochorgie ist, ich kenne ungemachte Betten und Augenringe nach einer Partynacht. Es reicht mir, das in meinem eigenen vier Wänden zu sehen oder wenn ich morgens in den Spiegel blicke, ich muss es nicht auch noch bei im Grunde wildfremden Menschen zu sehen bekommen.

Wenn ich also, sagen wir einmal, die Instagram-App öffne und dort bereits um sieben Uhr morgens perfekt geschminkte Gesichter erblicke, die an ihren perfekt aufgeschäumten und mit Latte-Art verzierten Kaffees nuckeln, während ihre perfekt manikürten Fingernägel einen Montblanc-Füller halten und sie brav ihr Journal mit To-dos und mit Manifestationen und Pilates-Terminen und was-weiß-ich-was für Dingen füllen, dann will ich das genau so sehen. Denn mir ist ebenso wie bei jedem Hollywood-Film oder jeder Fernseh-Serie bewusst, dass das nicht das reale Leben widerspiegelt. Dass da zehn Zentimeter dickes Make-up in Form eines Filters darübergelegt wurde. Ich weiß, dass exakt diese Personen nicht jeden Tag so in den Tag starten und dass alles, was ich gerade nicht im Bild sehe, eher dem Bild meines eigenen Umfelds entspricht. Denn hinter der Kamera – für den Zuseher unsichtbar – gehört die Kaffeemaschine, die diesen pittoresken Kaffee produziert hat, seit drei Monaten entkalkt, die Tasse, in die das Morgengetränk gefüllt wurde, war die letzte im Schrank und der Geschirrspüler läuft laut gluckernd im Hintergrund. An der Hand, die nicht die Tasse hält und somit nicht im Bild zu sehen ist, fehlt ein Fingernagel. Und der Pickel, der frühmorgens im Spiegel entgegengelacht hat, ist auf wundersame Weise verschwunden, da er einfach wegretuschiert wurde.Ja, wahrscheinlich würde das alles eher der Realität entsprechen oder es existieren vielleicht auch tatsächlich Menschen, die ihr Leben so dem Perfektionismus verschrieben haben, die genau dieses weichgezeichnete, perfekte Leben führen. Das kann bei meinem Lieblingsschauspieler in der Serie, die ich binge-watche, ebenfalls der Fall sein, aber ist das wirklich so wichtig? Muss ich das wirklich wissen?

Während  also alle lauthals nach mehr Realität auf Social Media verlangen, dass Filter verboten werden, dass einem ständig erzählt wird, dass die Person nur deshalb so schlank aussieht, da die richtige Pose Fettpölsterchen ganz schnell verschwinden lassen kann – ja, weiß ich alles, ich will aber nicht darüber nachdenken, wenn ich eigentlich nur abschalten möchte.

Weshalb akzeptieren wir nach wie vor gephotoshoppte, perfekte Modelgesichter oder Körper, die uns Duschgel oder Lippenstift oder Parfüm oder was auch immer in der Werbung verkaufen wollen, und verteufeln Susi und Sabine im Internet, die im Grunde nur dasselbe kopieren?
Weshalb erlauben wir milliardenschweren Filmstudios, sich dieser Mittel zu bedienen, aber stören uns daran, wenn das Menschen wie du und ich auf Social Media Kanälen ebenso praktizieren?

Ganz ehrlich, ich sage, wie es ist, ich will ab und zu belogen werden. Unsere aktuelle Realität, diese wirklich besorgniserregende Weltpolitik, all die Entwicklungen auf welchem Sektor auch immer, die nicht gerade in eine positive Richtung gehen, die sind mir “Real Life” genug.

Also nein, ich habe nichts dagegen, wenn mir vorgespielt wird, dass es irgendwo in den unendlichen Weiten des Internets Menschen gibt, die abseits dieser garstigen, grausligen, beängstigenden Welt ein perfektes, geschöntes, weichgezeichnetes Leben führen, die glattgebügelte Haut und schmale Taillen besitzen, in jeder Lebenslage Kaffee nach Barista-Standard schlürfen, in deren Wohnungen und Häuser Staub offensichtlich niemals existent ist, die alle zwei Wochen auf Urlaub fliegen, jedes Sandkorn eines jeden Strands auf diesem Planeten bereits durch ihre manikürten Finger haben rieseln lassen, deren Ankleidezimmer gefüllt sind mit den schönsten Dingen und täglich fünf Burger und Donuts essen, ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen. Die noch nie einen Strafzettel erhalten haben, genauso wenig wie sie Monatsblutungen kennen, kein Klopapier kaufen, weil sie anatomische Wunder sind und keine Ausscheidungen produzieren, die niemals krank werden, mit Mitte zwanzig Karrieren vorweisen können, von denen so mancher CEO mit 40 noch geträumt hat – die einfach vollkommen unrealistische Leben führen, von denen ich zwar weiß, dass nichts davon der eigentlichen Realität entspricht, aber so what!
Denn, wer will schon Realität sehen, dafür muss ich nur das Fenster öffnen oder die Tageszeitung aufschlagen oder eine Nachrichtensendung einschalten. Dafür brauche ich bestimmt keine Social-Media-App.

Ja, ab und zu braucht man einfach nur eine Regenbogen-Zuckerwatten-Hollywoodwelt, um sich ein bisschen wegträumen zu können …

eine Lieben, mir ist sehr wohl bewusst, dass nicht jeder meiner Meinung sein wird. Dass vor allem mit der Gefahr dieser geschönten Social-Media-Welt für die Jungen gekontert wird. Es ist allerdings Aufgabe der Eltern oder auch von Lehrern und anderen erziehenden Erwachsenen, diese Heranwachsenden über die – Funfact – Realität aufzuklären. Mittlerweile sollte sich sowieso herumgesprochen haben, dass man nichts glauben sollte, was man im Internet sieht. Die, bei denen das nach wie vor nicht angekommen ist – wie soll ich sagen? -, da hilft eine Gegenkampagne auch nicht mehr.
Lasst mir/uns doch diese kleine Traumwelt, um dem grauen Alltag zu entfliehen.
Ich bin Ästhetik-Freak. Ich umgebe mich gern mit Schönem, Geordnetem, Sauberem, Glattgebügeltem. Meine Seele braucht das. Unruhe, Chaos, Schmutz, Unordnung machen mich krank. Und weil ich nicht die ganze Welt mit einem Putztuch und Staubsauger bearbeiten kann, muss ich mir halt diese kleinen, sauberen, geschönten Inseln suchen. Social Media ist so eine Insel für mich. Ist es für viele. Die Realität behalten wir uns für genau das auf, fürs “Real Life”, das ist (leider) real genug.
Alles Liebe, love&peace, 

48 Comments on “Teestunde: mehr “real life”, oder …?

  1. Guten Morgen meine Süße, ich bin so bei dir. Natürlich ist Social Media genau das. Es ist das, was wir sein wollen, das, was wir als perfekt bezeichnen würden, Es ist Werbung. Und sogenannte Influencer, aber auch alle, die posten, machen ja eigentlich nichts anderes als Werbung. Nicht nur für Artikel aufgrund von Kooperationen, Werbung für eine Seite von sich, die sie gerne sein wollten. Und sind wir uns ehrlich: wer glaubt, dass Werbung echt und natürlich ist. Bussi, 344

    1. Guten Morgen, mein Schatz, im Grunde ist es genau das, eine Spielwiese, in der wir das Ideal von uns selbst kreieren, das muss ja nicht immer in jeder Sekunde eines Tages der Wahrheit entsprechen, aber irgendwo in uns lebt dieses perfekte Wesen, und es ist doch schön, wenn wir es ab und zu herauslassen können, um die Welt ein bisschen schöner zu machen. Das hat diese Welt auch bitter notwendig, freu mich schon auf heute Abend, 3344 alles Liebe, x S.Mirli!

  2. Schönen guten Morgen Mirli, unglaublich, dass es schon wieder so lange her ist, dass du eine Teestunde hattest, dabei liebe ich diese speziellen Beiträge, da sie so schön zum Nachdenken anregen. Zum Thema Social Media: du sprichst mir so was von aus der Seele! Ich bin auch deiner Meinung: Ich brauche Social Media nicht, um mir meinen eigenen Wäscheberg oder meine Augenringe anzusehen. Dafür ist es eine Art Flucht, und das ist vollkommen legitim. Solange man nicht nur mehr auf der Flucht ist und so lange man auch erkennt, dass es nicht Realität ist. Wer Realität will, soll die Nachrichten einschalten. Ganz liebe Grüße Eva

    1. Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Eva, ich war ehrlich selbst schockiert, aber es liegt wohl auch daran, wie dieses Jahr nur so an mir vorbeirauscht. Ich verspreche aber, die nächste Teestunde wird nicht wieder so lang auf sich warten lassen. Aber ja, genau das ist der Punkt, das eine ist Realität, das andere Fiktion, wer das nicht unterscheiden kann, hat ganz andere Probleme, die wird auch kein weggelassener Filter lösen. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  3. Hallo Mirli, Wie lange ist das her? Unglaublich! Wir brauchen dringend in Zeiten wie diesen öfters eine Teestunde Zu deinem Thema: Absolut, ich bin ganz bei dir. Dieser ständige Ruf nach “mehr Realität” ist ermüdend. Wenn ich abschalten will, dann will ich eben nicht das Chaos sehen, das ich im echten Leben auch habe. Das ist wie ein schöner Bildband, den man durchblättert – niemand erwartet, dass die Fotos das echte, ungeschönte Leben zeigen. Man will Ästhetik und Inspiration. liebe Grüße Karin

    1. Liebe Karin, ich verspreche, ich nehme mir die Rufe hier nach mehr Teestunden zu Herzen, versprochen, denn ja, ich sehe es wie du, die Zeiten verlangen geradezu danach. Ich mag deinen Vergleich mit dem Bildband sehr, wenn ich die harte Realität sehen will, schlage ich eine Zeitung oder Nachrichtenmagazin auf, wenn ich schöne Bilder sehen will, die mich inspirieren, greife ich zu einem Bildband. Man stelle sich einmal ein Buch über Interieur vor, in dem lauter unaufgeräumte, zugemüllte Häuser abgebildet sind – ich fürchte, das wäre ein Ladenhüter, und genau so ist. Vielen Dank für diesen genialen Vergleich, ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  4. Schönen guten Morgen Mirli, dieses Gefühl kenne ich nur zu gut – diese ewige Müdigkeit, sich über die gleichen Themen auslassen zu müssen. Danke, dass du es trotzdem getan hast! Ich bin zu 100% deiner Meinung. Die Leute verwechseln Social Media mit einem Dokumentarfilm über das wahre Leben. Es ist Unterhaltung, Eskapismus und Inspiration. Und die Aufklärungspflicht liegt bei den Erziehern, nicht bei den Influencern. Ich würde mir wünschen, dass Menschen das endlich generell verstehen und akzeptieren! Ganz liebe Grüße Michaela

    1. Guten Morgen, liebe Michaela, es ist oft spannend, wenn man denkt, manche Themen können eigentlich schon lang kein Thema mehr sein, aber es wird immer und immer wieder hervorgeholt und ja, diesen Ruf nach mehr Realität kann und will ich nicht mehr hören. Als ob wir keine anderen Probleme hätten, aber wahrscheinlich ist das auch der Punkt, es lenkt halt so schön ab. Ich grüße dich ganz lieb zurück und vielen Dank für deine Worte, alles Liebe, x S.Mirli!

  5. Guten Morgen Mirli, Tolle Teestunde! Das ist so wahr. Keiner beschwert sich, wenn im Film ein Schauspieler in einer Designerwohnung ohne Staubkorn auf dem Boden wohnt. Das akzeptieren wir als Teil der Fiktion. Social Media ist unsere persönliche Fiktion, unsere kleine Kunstgalerie. Das Recht auf “geschönte Inseln” ist ein Grundbedürfnis in dieser verrückten Welt. Ich will auch keine ungeputzten Klos auf Instagram sehen Liebe Grüße Dani

    1. Dir ebenso einen guten Morgen, liebe Daniela, ich danke dir, das ist lieb von dir. Ja, genau so ist es, die Welt ist verrückt und laut genug, ab und zu braucht man leise, schöne, geschützte Welten, um sich zurückziehen zu können. Genau so ist es, alles Liebe, x S.Mirli!

  6. Hallo Mirli! Du hast das so perfekt auf den Punkt gebracht! Ich habe diesen „Real-Life“-Ruf auch so satt. Ich klicke auf Instagram, um etwas Schönes zu sehen, mich inspirieren zu lassen oder einfach nur abzuschalten. Ich WILL die perfekt aufgeschäumten Kaffees und die glatten Taillen sehen, weil es eine bewusste Auszeit ist. Diese Filter-Verteufelung ist so scheinheilig, wenn gleichzeitig die Hochglanzmagazine ungestört weitermachen. alles Liebe Anika

    1. Hellohooo, liebe Anika, genau jedes deiner Worte unterschreibe ich. Es muss nicht immer alles echt und authentisch sein, was man schön findet. Was einen unterhaltet. Und ja, ab und zu darf man auch etwas rein zur Freude konsumieren, ganz ohne schlechtes Gewissen, auch wenn uns das dann zu gerne eingeredet wird. Ich danke dir für deine Worte und wünsche dir einen wunderschönen Tag, alles Liebe, x S.Mirli!

  7. Guten Morgen liebe Mirli, was für ein fantastischer Beitrag! Vor allem der Vergleich mit Hollywood und der Werbung ist genial. Genau das ist der Punkt: Wir erlauben den Großen alles, aber verteufeln die Kleinen, die nur kopieren. Ich möchte auch ab und zu belogen werden, um mal durchatmen zu können. Deine “Ästhetik-Freak”-Erklärung teile ich vollkommen! ganz liebe Grüße Claudia

    1. Dir ebenfalls einen guten Morgen, liebe Claudia, ich danke dir, das ist so lieb von dir. Ja, es ist halt so viel leichter immer auf die Kleinen zu schießen, die können sich ja auch nicht wehren. Mit der Wirtschaft, dem Geld, der Macht will sich halt niemand anlegen, vor allem wenn sie gegenseitig voneinander profitieren. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  8. Schönen guten Morgen Mirli, endlich sagt es jemand! Ich bin deiner Meinung: Es ist uns bewusst! Wir sind nicht dumm. Wir wissen, dass hinter dem perfekten Bild das Chaos lauert. Aber wir wählen bewusst das Bild, um für einen Moment wegzuträumen. Wer sich wegen gefilterter Bilder schlecht fühlt, dem fehlt es an Medienkompetenz, und dafür sind die Eltern zuständig. Viele liebe Grüße Tina

    1. Auch dir einen schönen guten Morgen, liebe Tina, ich bin ehrlich überrascht, dass offensichtlich jeder derselben Meinung ist, da fragt man sich, ist dieses Thema eigentlich nur ein künstlich erschaffenes, weil man halt alles schlechtreden muss, was bei der Masse gut ankommt. Es scheint fast so. Ich grüße dich ganz lieb zurück und vielen Dank für deine Worte, liebe Tina, alles Liebe, x S.Mirli!

  9. Mirli,.. … ganz großes Kino! Du hast den Nagel so tief in den Kopf getroffen. Es ist eine bewusste Entscheidung, was wir konsumieren. Und wenn ich in Social Media gehe, will ich Entertainment und Ästhetik. Wer sich davon in die Depression treiben lässt, dem fehlt es an der elementaren Unterscheidung zwischen Fiktion und Realität – und das ist ein Problem, das tiefer liegt als ein Instagram-Filter. alles Liebe Anne

    1. Ich danke dir, liebe Anne, genau wie du sagst. Es ist meine ganz persönliche Entscheidung was ich wo konsumiere. Und auch wie ich es konsumiere. Alles hat seinen Platz, man muss halt an der richtigen Stelle suchen und es ist absolut nichts dabei, wenn es Orte rein zur Unterhaltung gibt. Und ja, jemand der Realität und Fiktion nicht unterscheiden kann, der hat tatsächlich grundlegendere Probleme, alles Liebe, x S.Mirli!

  10. Guten Morgen liebe Mirli, ich musste so lachen bei der Vorstellung vom entkalkten Kaffeeautomaten und dem fehlenden Fingernagel! Du hast das Szenario so herrlich beschrieben. Das ist doch der Kern der Sache: Es geht um bewusste Fiktion zur Ablenkung. Ich schließe mich an: Die Realität ist “real life” genug. Gib mir die Regenbogen-Zuckerwatte! Ab und zu braucht man das auch und da ist nichts Schlimmes daran! Ganz liebe Grüße Kerstin

    1. Guten Morgen, liebe Kerstin, yes, wir lassen uns unsere Regenbogen-Zuckerwattenwelt nicht nehmen. Die verteidige ich mit allem, was ich habe. Und offensichtlich bin ich damit auch nicht allein. Was eigentlich eh schon wieder alles aussagt … ich grüße dich ganz lieb zurück und wünsche dir eine fantastische Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  11. Guten Morgen Mirli, wie recht du hast! Die ewigen Moralapostel mit ihren “Social Media ist böse”-Rufen sind anstrengend. Ich will beim Scrollen unterhalten werden und mich nicht mit der Weltpolitik oder dem ungemachten Bett des Nachbarn beschäftigen. Der Vergleich mit dem Kino ist perfekt. liebe Grüße und danke für die offenen Worte, Bea

    1. Guten Morgen, liebe Bea, alles hat seinen Platz, Nachrichten und Weltpolitik hat definitiv keinen auf Social Media Portalen. Manches darf auch einfach nur Spaß machen und unterhalten, aber das wird heutzutage ja immer schwieriger. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  12. Schönen guten Morgen Mirli, toller Beitrag! Ich finde es so wichtig, dass du das ansprichst. Es ist die pure Heuchelei, wenn man die Filmindustrie für ihre geschönten Bilder feiert, aber private Social-Media-Nutzer dafür an den Pranger stellt. Ich will auch Ästhetik sehen und mich entspannen, nicht mit der ungeschönten Wahrheit konfrontiert werden. Schöne Grüße Franzi

    1. Auch dir einen wunderschönen guten Morgen, liebe Franzi, ich danke dir. Ja, oder? Ich finde es sowieso immer schwierig, wenn mit so vollkommen unterschiedlichem Maß verglichen wird. Aber es ist natürlich einfacher auf “den kleinen Mann” zu schimpfen, als bei den großen anzufangen, mit denen will sich ja niemand anlegen, Wirtschaft und so … Ich schicke dir ganz liebe Grüße zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  13. Hallo Mirli, Daumen hoch für den Mut, das so offen zu sagen. Für mich ist Social Media auch eher ein Comicbuch als ein Geschichtsbuch. Entertainment und Entspannung sind der Zweck, nicht die ultimative Wahrheitsfindung. LG Dirk

  14. Hallo Mirli, du hast mir den Mund wässrig geredet nach so einer Teestunde! Und das Thema ist super! Ich bin definitiv in deiner Randgruppe: Social Media ist für mich schon auch eine ästhetische Fluchtburg. Dein Punkt mit der Aufklärung der Jungen ist entscheidend – es ist nicht das Problem der Plattform, sondern der Erziehung. Ich bringe meinen Kindern schon den Unterschied zwischen Realität und Fiktion bei und Insta und Co. sind eben nicht die Realität. Liebe Grüße und danke! Isi

    1. Hellohooo, liebe Isi, ich bin zu hundert Prozent deiner Meinung, das ist allerdings sowieso ein größeres Problem, dass sich offensichtlich generell niemand mehr verantwortlich fühlt, Kinder und Jugendliche zu erziehen. Eltern denken, dass Lehrer das machen, Lehrer erwarten zu recht, dass dies zu Hause übernommen wird und irgendwie bleibt der Heranwachsende dabei auf der Strecke. Klar wird es dann gefährlich, wenn ihm niemand erklärt, dass Social Media keine reale Welt darstellt, aber eben, das Problem ist ein ganz anderes, bestimmt nicht Social Media & Co. Ganz liebe Grüße auch zu dir, alles Liebe, x S.Mirli!

  15. Guten Morgen Mirli, ich bin ganz deiner Meinung! Ich will die fünf Burger und Donuts sehen, die man isst, ohne zuzunehmen – es ist ein Märchen, eine Illusion, die ich bewusst für 30 Sekunden genieße. Wer das für bare Münze nimmt, hat im Grunde ein ganz anderes Problem. Danke für diese erfrischende Perspektive! liebe Grüße Tamara

    1. Guten Morgen, liebe Tamara, besser kann man es nicht ausdrücken. Das wahre Problem liegt bestimmt nicht in vorspielen falscher Tatsachen – zumindest in diesem Fall, in dieser Welt. Jeder, der das noch immer nicht begriffen hat, ja, du sagst es, der hat ganz andere Probleme. Ganz liebe Grüße auch zu dir, alles Liebe, x S.Mirli!

  16. Guten Morgen Mirli, wie gut, dass du das aufgreifst! Wir konsumieren TV, Filme, Werbung – alles geschönt, und es stört uns nicht. Warum soll das bei privaten Accounts anders sein? Ich will mich nicht schlecht fühlen, weil ich einen Pickel habe. Ich will mich wegträumen, und dafür brauche ich das Perfekte, das Unmögliche. Nachrichten sind anderswo besser aufgehoben und vor allem objektiver und nicht algorithmusgesteuert. Schöne Grüße Rita

    1. Auch dir einen guten Morgen, liebe Rita, ich glaube, das ist die Quintessenz des Ganzen, dass es endlich alle kapieren sollten, dass Social Media kein Ort für Nachrichten, Fakten oder Politik ist. Definitiv nicht, um sich Meinungen anzueignen oder zu informieren. Es wird Zeit, dass wir es alle wieder nutzen, wie es ursprünglich einmal gedacht war. Ganz liebe Grüße zu dir zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  17. Schönen guten Morgen MIrli, ich habe so sehr genickt beim Lesen! Dieses ständige Moralpredigen ist wirklich anstrengend. Deine Analyse, warum uns das bei Filmen nicht stört, aber bei Social Media, ist absolut treffend. Weil es ein bewusstes Entfliehen ist. Es ist Entertainment. Fertig. Großartiger Beitrag liebe Mirli! Lädt so schön zum Reflektieren und Nachdenken an! Ich freue mich auf die nächste Teestunde! Ganz liebe Grüße Vroni

    1. Dir ebenso einen guten Morgen, liebe Vroni, es freut mich ehrlich sehr – und überrascht mich auch -, dass alles hier derselben Meinung sind. Weshalb also etwas ändern, wenn die Mehrheit feiert, wie es ist. Aber das scheint ja ohnehin Mode zu sein. Ich danke dir für deine Worte und ich verspreche, wir werden ab sofort wieder häufiger Teestunden hier abhalten, allerliebste Grüße zu dir zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  18. Hallo Mirli, so ein erfrischender Beitrag! Ich kann diesen Realitäts-Druck auch nicht mehr hören. Das Internet ist voll von Meinungen, aber es fehlt oft die Einsicht, dass Social Media einfach ein Ort der Zerstreuung ist. Wir müssen uns nicht ständig daran erinnern lassen, dass die Welt hart ist. Ich brauche die schönen Inseln, um nicht krank zu werden, genauso wie du. alles Liebe Samira

    1. Hellohooo, liebe Samira, ich danke dir, das freut mich ehrlich sehr. Ehrlich gesagt geht mir diese überkritische Welt inzwischen sowieso nur noch auf die Nerven. Wieso muss alles auf den Prüfstand gestellt werden und negativ dargestellt. Es muss nicht immer alles pädagogisch wertvoll sein, manches darf auch ab und zu einfach nur Freude machen, ohne dass es irgendeinen Sinn und Zweck hat. Ganz ohne schlechtes Gewissen, alles Liebe, x S.Mirli!

  19. Hallo Mirli! Wahre Worte! Ich will auch nicht über die Diät-Tipps nachdenken, während ich abschalten will. Wenn ich die App öffne, suche ich etwas, das mein Auge erfreut und mich für einen Moment vom Chaos ablenkt. Wenn das “Belogenwerden” bedeutet, dann ist das ein notwendiges Übel für die mentale Gesundheit. liebe Grüße Sandra

    1. Hellohooo, liebe Sandra, ja, oder? Egal an welcher Stelle, wir werden – ob wir wollen oder nicht – sowieso überall zugespamt mit allzu realen Themen, jeder Mensch braucht Fluchten und genau das sollte Social Media sein. Ich grüße dich ganz lieb zurück und wünsche dir eine fabelhafte Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  20. Guten Morgen Mirli, das ist einer der besten Beiträge, die ich seit langem zum Thema Social Media gelesen habe! Der Vergleich zwischen Hollywood und Instagram ist einfach genial. Ich will auch lieber die Illusion sehen, solange ich weiß, dass es eine Illusion ist. Wir sind Ästheten, und unsere Seele braucht diese Ordnung und das Schöne. viele liebe Grüße Evelyn

    1. Dir auch einen guten Morgen, liebe Evelyn, also ehrlich, das ist so lieb von dir und ich freue mich so über deine Worte. Und ja, lasst uns Ästheten doch einfach unsere weichgezeichneten Inseln, wir tun damit ja keinem weh. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  21. Hallo Mirli, deine Argumentation hat was, wenn man drüber nachdenkt. Das Problem ist nicht die “geschönte Welt”, sondern die fehlende Medienkompetenz und die Erwartung, dass das Internet eine Informationsquelle für die Wahrheit sein muss. Lass uns unsere kleinen, sauberen Inseln pflegen. Und ja, wir brauchen dringend mehr Teestunden! Alles Liebe Julia

    1. Hellohooo, liebe Julia, ich bin absolut deiner Meinung. Es macht es natürlich leichter, die Verantwortung abzuschieben, als seine persönliche Rolle in dem Spiel anzunehmen. Wie eigentlich fast überall. Und ich nehme mir den Wunsch für mehr Teestunden zu Herzen, versprochen. Ich wünsche dir eine fantastische Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  22. Wahre Worte und es spricht ein Punkt an, der in vielerlei Hinsicht gerne vergessen wird: Medien-Kompetenz. Sei es, wenn es darum geht, wertvolle Nachrichten von Meinungsmache zu unterscheiden, aber auch um die Bilder auf Social Media richtig einzuordnen. Wenn man sich damit beschäftigt – und jeder, der selbst etwas Content gestaltet – wird einem das klar sein. Auf den ersten Blick aber leider nicht. Folge ich irgendwelchen Influencerinnen, weil sie scheinbar nur im Bikini an den Stränden der Welt leben? Logisch. Aber mir ist auch klar, es ihr Job – oder zumindest ihr Wunsch – diesen Eindruck zu erwecken. Würden Außerirdische versuchen, mit Hilfe von Social Media das Wetter auf der Erde zu erforschen, es würde katastrophal schief gehen. Überall nur Sonnenschein und einmal im Jahr der erste Schnee.

    1. Genau das ist der Punkt und ich unterschreibe jedes deiner Worte. Zum Glück – soweit ich informiert bin -, wird Medienkompetenz heutzutage sogar in der Schule unterrichtet. Ungemein wichtig, wie ich finde. Es fängt an der Basis an. Wenn man lernt, alles richtig zu bewerten und einzuordnen, dann kann man alle Medien genau so konsumieren, wie sie gedacht sind. Wobei ich gegen immer Sonnenschein und einmal im Jahr Schnee nichts einzuwenden hätte ;-), alles Liebe, x S.Mirli!

    1. I think, I´m very privileged to live that life, I live. It truly is peaceful and exactly how I show it to my readers. Have a wonderful week, love x S.Mirli!

  23. Nachdem ich gerade erst schockiert lesen musste, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich mittels KI über das Weltgeschehen informieren, ist der Nachrichtenkonsum über Social Media ja fast schon harmlos. Die von Nummer 9 angesprochene Medienkompetenz mag in manchen Schulen unterrichtet werden. Aber was, wenn sie bei Erwachsenen fehlt . Da hilft allerdings auch nicht mehr “real life” und mir geht es wie dir – von der ungeschönten Realität hab ich im Alltag genug.

    1. Wenn man bedenkt, wie hoch der Anteil der Falschinformationen durch KI gesteuerte Tools ist, will ich wirklich nicht darüber nachdenken, dass Menschen ihre Nachrichten auf diese Weise konsumieren. Sagen wir mal so, man braucht sich dann zumindest nicht mehr zu wundern. Und ja, das Problem sehe ich auch nicht bei den Jungen, die Medienkompetenz tatsächlich bereits sehr früh lernen, sondern bei all denen, wo es nicht der Fall war. Die sind alle wahlberechtigt. Vielen Dank für deine Worte, alles Liebe, x S.Mirli!

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