Life&Style

Die Qual der Wahl ist wirklich eine Qual …

Meine Lieben, lasst mir doch, bitte, noch ein, zwei Minuten Zeit, ich bin nämlich gerade am Überlegen, ob ich mich selbst als entscheidungsschwache Person betiteln würde? Hmm … Lasst mich nachdenken! Wahrscheinlich hängt das in erster Linie von der genauen Definition ab. Wenn man jemand ist, der für Entscheidungen sehr lang braucht, alle verfügbaren Faktoren auf den Prüfstand stellt, keinen Gesichtspunkt unbeachtet lässt, jedoch wenn irgendwann eine Entscheidung gefällt wurde, genau dann auch einen Punkt macht und dieser Entschluss unumstößlich feststeht – und niemals danach auch nur irgendwie bereut wird -, kann man das dann entscheidungsschwach nennen?

Mir ist kürzlich an mir selbst etwas aufgefallen bzw. wenn ich zurückblicke, habe ich es wahrscheinlich sogar schon länger an mir beobachtet, mir allerdings keine Gedanken darüber gemacht. Und zwar neige ich dazu Orten, an denen ich zu viel Wahlmöglichkeit habe, wenn möglich, aus dem Weg zu gehen.
Zumindest wenn ich eine Alternative habe.
Beispiel: Auch wenn die meisten Flagshipstores und Konsumtempel mit möglichst viel Angebot feiern, sind mir diese eher ein Grauen. Während die einen extra ins Auto steigen, um Mega-Supermärkte anzusteuern, gehe ich lieber zum kleinen Lebensmittelgeschäft ums Eck, wo ich zwar nur eine geringe Auswahl habe, aber trotzdem immer alles bekomme, was ich brauche.

Und soll ich euch erzählen, weshalb ich vor allem Diskonter so besonders mag?
Wegen der Preise könnte man meinen, oder?
Aber nein, das ist nicht der ausschlaggebende Grund, sondern weil ich dort in den einzelnen Produktkategorien nur wenig unterschiedliche Ware zur Auswahl habe. Während ich also im “mega” Supermarkt vor dem Regal gefüllt mit Kekspackungen oder Schokolade stehe und beinahe verzweifle, habe ich im Diskonter oder Lebensmittelmarkt ums Eck vielleicht nur vier bis fünf Sorten, um eine Wahl zu treffen – aber ich liebe es!

Wir leben in einer Überflussgesellschaft

Was ein Begriff ist, den wir alle kennen und nichts anderes aussagt, als dass wir in unserer modernen Industriegesellschaft ein Überangebot an Konsumgütern haben, was weit über den Grundbedarf hinausgeht, sodass es zu einem Überkonsum und einer Überversorgung kommt, was uns zwar eine Zeit lang fühlen hat lassen, als lebten wir im Schlaraffenland, was aber mittlerweile immer stärker seine negativen Auswirkungen zeigt – wobei, lassen wir das, das soll hier heute eigentlich gar nicht das Thema sein. Andererseits schadet es nie, sich einmal Gedanken darüber zu machen, vor allem über seinen eigenen Umgang mit Konsum, just sayin’!

Tatsächlich scheint sich unsere Gesellschaft, was dieses Thema angeht, im Wandel zu befinden. Während vor zwanzig, dreißig Jahren noch eine Shoppingmall nach der anderen aus dem Boden sprießte und mehr oder weniger genug Kunden für alle da waren, herrscht heute ein ganz anderer Konkurrenzkampf.
Oder nehme nur ich das so wahr, weil ich es so sehen will? Weil sich meine persönliche Sichtweise geändert hat?

Während mir vor – sagen wir mal – fünfzehn Jahren (wahrscheinlich sind es eher nur zehn) Shoppingcenter nicht groß und die Anzahl derer nicht vielfältig genug sein konnte, sieht man mich heute nur noch selten in einem. Während ich vor Jahren ganze Einkaufssamstage rein damit verbracht habe, von einem Geschäft ins nächste zu wechseln, verliere ich heute spätestens beim dritten Laden vollkommen das Interesse.
Es ist einfach zu viel. Zu viel Angebot, zu viel Reklame, zu viel alles!

Wenn ich einkaufen gehe, und das trifft auf Lebensmittel genauso wie auf Kleidung und andere Güter zu, habe ich eine genaue Vorstellung davon, was ich möchte. Entweder habe ich eine Einkaufsliste, die ich abarbeiten will/muss, oder ich weiß genau, was ich suche.
Generell ist es so, dass ich kein sehr ausgefallener Käufer bin, stattdessen bin ich eine absolute Basic-Bitch – was so gut wie jeden Bereich betrifft. Egal ob Lebensmittel oder Anziehsachen, ich will und brauche nichts Außergewöhnliches – nur leider sehen das Geschäfte eher anders, was Einkaufen oft zu einem nicht sehr spaßigen Unterfangen für mich macht.
Es gibt nichts Unmöglicheres, als du suchst ein schlichtes weißes T-Shirt oder Hemd, stinknormale Jeanshosen oder ein einfaches Sommerkleid.
Genauso wenn du einfach nur Lust auf eine “normale” Tafel Schokolade hast. Da stehst du vor dem Regal und bist dir nicht sicher, ob das noch Schokolade sein soll oder ein Wettbewerb, wem die seltsamsten Geschmackskombinationen einfallen. Versteht mich nicht falsch, finde ich auch manchmal witzig, mich da durchzukosten, aber brauchen wir das alles wirklich? Ist es notwendig, von einem einfachen Joghurt zwanzig verschiedene Anbieter vorzufinden, sodass der Lebensmitteleinkauf eine Art Schnitzeljagd wird und du im Anschluss Burn-out nahe aus dem Markt stolperst und nicht mehr weißt, wo oben und unten ist?

Mir ist schon bewusst, dass nicht alle meiner Meinung sein werden, denn viele lieben genau das, dass sie so eine Auswahlmöglichkeit haben. Dass sie im Supermarkt Joghurt aus Frankreich, Island, Zypern und was-weiß-ich-woher kaufen können. Dass sie jederzeit und überall alles haben können, was ihnen einfällt. Und wenn nicht, dann kann man es online bestellen, wir müssen nur eine Wahl treffen und schon gehört die Welt uns.

Wir wollen uns am Abend Essen liefern lassen – soll es italienische Küche sein, chinesische, griechische, levantische, koreanische, japanische oder ganz exotisch, vielleicht sogar heimische? Alles ist möglich, wir müssen nur die Wahl treffen und wieder gehört uns die Welt.
Von morgens bis abends sind wir eigentlich nur damit beschäftigt, uns durch diesen Überfluss zu arbeiten. Tausend absolut unnötige Entscheidungen zu treffen, die meiner Meinung nach meist wirklich genau das sind: unnötig! Und da kommt mir doch der Gedanke:

Ist das einfach nur eine neue Art von Brot und Spiele?

Der Gedanke von “Brot und Spiele” geht auf Juvenal zurück (ca 60-140 n. Chr.), der meinte, dass man das Volk durch Brot (es wurde kostenlos Getreide verteilt) und Spiele (Gladiatorenkämpfe) von politischen Themen ablenken wollte.
Das Brot ist heutzutage zwar nicht kostenlos (ganz im Gegenteil), aber dafür so vielfältig wie alle anderen Güter des täglichen Lebens, sodass wir unter der Menge nahezu erschlagen werden. Und Gladiatorenkämpfe? Weshalb muss ich da sofort an Begriffe wie “Dschungelcamp”, “Bauer sucht Sau” oder wie sie alle heißen, denken?
Oder eben der tägliche Kampf im Supermarkt. Der Streitwagen von damals ist der Einkaufswagen von heute. Die Gegner, gegen die wir antreten, Abertausende Kekspackungen, Konservendosen, Joghurtbecher und Co, die uns so lang beschäftigt halten, bis wir w.o. geben.
Wer hat da noch Lust, sich mit irgendetwas anderem zu beschäftigen, sich um irgendetwas Sorgen zu machen. Sich mit so etwas Banalem wie Politik und Weltgeschehen abzugeben? Hauptsache wir können unsere Chips mit Essiggurkerlgeschmack und Salzbrezen mit Schokoladeüberzug in unsere Streitwagen äh Einkaufswagen packen.

Was will ich mit dem Geschreibsel hier bezwecken?

Gute Frage! Vielleicht, damit wir bewusster und überlegter in unserem Konsum werden. Vielleicht, um uns bewusst zu machen, dass der Käufer das Angebot bestimmt. Vielleicht, um aufzuzeigen, dass die Masse die Regeln diktiert. Nicht nur, was die Qual der Wahl im Supermarkt und anderen Schoppingtempeln angeht, sondern dass die Menge mehr Kraft, mehr Macht hat und mehr Veränderung bewirken kann, als uns gerne glauben gemacht wird. In so gut wie jedem Bereich. Vor allem aber auch in jenem, von dem Brot & Spiele ablenken sollen.
Und ja, wir können mit dem Finger auf Übersee zeigen und die Köpfe darüber schütteln, was dort abgeht, und uns überlegen fühlen. Immerhin sind sie ja selbst schuld, sie haben diese Wahl getroffen. Oder wir fangen vor der eigenen Haustür an zu kehren, schauen uns die eigene Umgebung an, denn sind wir so viel besser? Wenn ich mir die Nachrichten so ansehe, balancieren wir momentan alle auf einem Drahtseil, wir haben nur (noch) “das Glück”, dass die, die uns runterschubsen wollen, (noch) zu kurze Arme haben, um ihr Ziel zu erreichen. Aber Arme können wachsen bzw. können sie es nicht nur, sie werden es auch. Und wenn wir uns erst einmal im freien Fall befinden, kann uns vielleicht niemand mehr auffangen.
Wir sehen gerade, wie schnell es gehen kann …Veränderung passiert nicht bei den anderen, Veränderung muss vor allem bei einem selbst beginnen. Mit bewussten Entscheidungen, mit bewusstem Konsum, mit bewusstem Umgang mit allem, was wir konsumieren. Damit sind nicht nur Lebensmittel, Kleidung und andere Waren gemeint, sondern auch das, was wir mit unseren Augen, mit unseren Ohren – mit unserem Gehirn konsumieren.
Wir haben so viel Wahlmöglichkeit, egal welchen Sektor es betrifft, wir müssen so viele Entscheidungen treffen, dass wir für die wirklich wichtigen Dinge faktisch keine Zeit mehr haben. Uns nicht gut genug informieren, uns nur auf Schlagzeilen und Parolen verlassen, so lang, bis wir nur noch mit den Armen wedeln können und dann den Fall spüren – und den Aufprall!

eine Lieben, es ist nicht zum ersten Mal so, dass ich mich zum Ende eines “Gedankenkarussells” hin einfach nur frage: Was? Was genau habe ich da eigentlich gerade versucht zu sagen? Tja, das passiert, wenn man eine Grundidee für einen Beitrag hat, aber kein Konzept, sondern einfach drauflosschreibt, und wie fast immer in so einem Fall, kommt am Ende etwas komplett anderes raus, als ursprünglich geplant war. Aber ich denke, ich finde das gerade gar nicht so schlimm, vorausgesetzt, ihr könnt verstehen, was ich da von mir gegeben habe. Ihr könnt mir ja gerne eure Interpretation mitteilen, vielleicht lest ihr ja auch etwas vollkommen anderes da raus. Ui, das finde ich spannend, so machen wir das!
Legt los …
Alles Liebe, love&peace, 

46 Comments on “Die Qual der Wahl ist wirklich eine Qual …

  1. Guten Morgen meine Süße, ich bin sowas von bei dir! Wirklich! Und Brot und Spiele trifft es gut. Ich halte sicher kein Plädoyer gegen Technik, Fashion und Co, aber ich bin der Meinung, jede(r) sollte hin und wieder nachdenken, wie viel Platz diese Dinge im eigenen Leben einnehmen und wie sehr sie von anderen Dingen, wichtigen Dingen, ablenken. Genialer Text zum Nachdenkenlassen! Danke meine Süße, 344

    1. Guten Morgen, mein Schatz, ganz ehrlich, als ich diesen Beitrag geschrieben habe, ist es mir so schwergefallen. Ich habe es partout nicht geschafft meine Gedanken richtig zu formulieren. Zumindest dachte ich das, aber offensichtlich konntet ihr alle meine Gehirnwindungen entwirren, was mich selbst erstaunt. Danke dir Schatz, 3344, alles Liebe, x S.Mirli!

  2. Schönen guten Morgen Mirli, dein Gedankenkarussell hat mich heute richtig zum Nachdenken gebracht, denn diese „Qual der Wahl“ kenne ich nur zu gut, wenn ich vor den riesigen Regalen stehe und eigentlich nur ein einfaches Sackerl Haferflocken suche. Ich interpretiere dein Geschreibsel so, dass wir uns oft mit Belanglosigkeiten wie der Entscheidung zwischen zwanzig Joghurtsorten zermürben, während die wirklich großen, gesellschaftlichen Fragen im Hintergrund verblassen. Es ist fast so, als würde uns dieser Überfluss ein wenig benebeln, damit wir gar nicht merken, wie schmal das Drahtseil geworden ist, auf dem wir alle balancieren. Danke für diesen tiefgründigen Anstoß, man merkt richtig, wie wichtig es dir ist, dass wir wieder bewusster durch die Welt gehen und ab und zu tun solche Gedankenanstöße richtig gut!!! Ganz liebe Grüße Eva

    1. Auch dir einen wunderschönen guten Morgen, liebe Eva, ich finde es so spannend, dass es uns mit den Supermärkten offensichtlich allen gleich geht. Und trotzdem sprießen sie weiter aus dem Boden und es scheint sich eher zu verschlechtern als zu verbessern. Dabei glaube ich fest daran, dass die Masse die Macht hat, etwas zu verändern. Denn ja, wie du sagst, die wirklich wichtigen gesellschaftlichen Themen verblassen im Hintergrund, es wird Zeit, sie ins Rampenlicht zu holen. Ich danke dir so sehr für deine Worte und schicke dir ganz liebe Grüße zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  3. Guten Morgen Mirli, ich finde deine philosophische Brücke von Juvenals „Panem et Circenses“ zur modernen Konsumwelt absolut brillant, da sie genau den Kern unserer Zeit trifft. Ich interpretiere für mich deine Zeilen so, dass der Überfluss eine Art narkotische Wirkung auf uns hat und wir vor lauter Entscheidungszwang bei Nichtigkeiten die Fähigkeit verlieren, bei den existenziellen Themen der Welt genau hinzusehen. Es ist eine Warnung, dass wir den freien Fall erst bemerken könnten, wenn der Aufprall schon unvermeidbar ist, wenn wir nicht schleunigst anfangen, unseren Fokus zu verändern. Dein Text ist für mich ein Weckruf zur intellektuellen Entschleunigung und zum bewussten Konsum von Informationen, großartiger Text einer großartigen Frau, dank dir von Herzen und ganz liebe Grüße Michaela

    1. Dir ebenso einen guten Morgen, liebe Michaela, ich finde, besser kann man mein “Geschreibsel” nicht zusammenfassen bzw. auf den Punkt bringen. Ich fürchte ja sogar, dass wir uns bereits im freien Fall befinden, aber noch habe ich die Hoffnung, dass wir es früh genug schaffen, das Auffangnetz zu spannen. Aber ich zweifle immer mehr daran, da will ich ehrlich sein. Oh, und ich mag den Ausdruck: intelektuelle Entschleunigung, das gefüllt mir sogar sehr. Ich danke dir so, so sehr für dein Worte, vielen Dank, und schicke ganz liebe Grüße zurück an eine großartige Frau, alles Liebe, x S.Mirli!

  4. Guten Morgen Mirli, ich bin so gerührt und gerüttelt und überhaupt. Was für eine starke Interpretation des modernen Lebens, ich finde die Verbindung zwischen dem schlichten weißen T-Shirt und dem politischen Drahtseilakt absolut treffend. Für mich ist dein Beitrag ein Aufruf: Wir müssen aufhören, nur auf Schlagzeilen zu reagieren, und anfangen, uns wieder tiefgründig mit unserer Umwelt zu beschäftigen. Der Überfluss ist nur eine Fassade, hinter der wir uns verstecken, solange wir es uns leisten können, aber du machst sehr deutlich, dass dieser Luxus bald vorbei sein könnte. Ich wünsche dir einen März, in dem du trotz aller Sorgen deine innere Ruhe in deinem Kraftort findest, viele liebe Grüße Evelyn

    1. Guten Morgen, liebe Evelyn, ich musste gerade so grinsen, denn offensichtlich habe ich aus dir den perfekten Cocktail gemacht 😉 Zumindest kann du dir jetzt sehr gut vorstellen, wie es in meinem Kopf ausschaut, da ist oft der Weg von weißem T-Shirt zu Weltpolitik kein weiter, wie auch immer meine Hirnwindungen das hinbekommen. Ich glaube ja sogar, diesen Luxus können wir uns jetzt schon nicht mehr leisten, aber noch haben wir Angst, die Augen zu öffnen und uns das einzugestehen. Wir tun einfach weiter so, als ob alles noch immer Schlaraffenland wäre, auch wenn es das schon lang nicht mehr ist, alles Liebe, x S.Mirli!

  5. Schönen guten Morgen Mirli, alle Daumen nach oben für deine kritischen Gedanken zum Überfluss, denn genau diese Ehrlichkeit ist es, die dich und deinen Blog so besonders macht. Für mich der perfekte Aufruf zum „Abrüsten“, sowohl materiell als auch mental, um wieder handlungsfähig zu werden, wenn es hart auf hart kommt. In Deutschland merkt man ja oft, wie sehr uns dieser Schlaraffenland-Modus träge gemacht hat, während wir eigentlich wachsam auf dem Drahtseil stehen müssten. Dein Text ist eine tolle Erinnerung daran, dass wir die Wahl haben – nicht nur im Supermarkt, sondern vor allem dabei, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen, alles Liebe Ute

    1. Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Evelyn, ich danke dir so sehr für deine Worte. Und ich schließe mich diesem Aufruf zum Abrüsten in jeder Hinsicht an. Und glaub mir, bei uns ist es nicht wirklich anders. Ab und zu frage ich mich wirklich, wenn ich am Wochenende in der Stadt unterwegs bin, ob wir unsere Zeit tatsächlich nicht besser verbringen können, als von einem Geschäft ins nächste zu wandern, einfach nur aus purer Langeweile. Und ja, du sagst es, wir haben die Wahl, wie unsere Zukunft aussehen soll, und wir haben die Macht, diese zu gestalten, alles Liebe, x S.Mirli!

  6. Liebe Mirli! Danke für diesen ehrlichen Einblick auf dein eigenes Konsumverhalten, ich habe mich in deinen Beschreibungen über die anstrengenden Mega-Supermärkte so sehr wiedergefunden. Für mich ist dein Beitrag ein Weckruf, dass wir uns nicht durch glitzernde Werbeversprechen davon abhalten lassen dürfen, uns mit den wirklich harten Themen unserer Zeit zu beschäftigen. Ich lese daraus, dass wir unsere Zeit und Energie oft an falscher Stelle verschwenden und am Ende leer ausgehen, wenn es darauf ankommt, Haltung zu zeigen. Ich finde es toll, wie du deine Gedanken fließen lässt, denn genau diese ungeschönte Wahrheit ist es, die mir oft so viel Kraft gibt, liebe Grüße Tamara

    1. Gerade diese Mega-Supermärkte scheinen ein absolutes Reizthema zu sein, liebe Tamara, denn anscheinend geht es sehr vielen gleich. Es wird also Zeit, dass sich daran etwas ändert. Und es wird sich ändern, wenn der Konsument es in seinem Verhalten zeigt. Es tut einfach verdammt gut, wenn man sieht, dass man verstanden wird, auch wenn man selbst seine Worte als verwirrend betrachtet hat. Vielen, vielen Dank dafür, alles Liebe, x S.Mirli!

  7. Hallo Mirli! Das ist ein interessanter Ansatz, den Konsumterror als moderne Form der politischen Ablenkung zu sehen, und ich denke, da ist verdammt viel Wahres dran. Ein starkes Stück „Geschreibsel“, das genau zum richtigen Zeitpunkt kommt, um mal wieder wachzurütteln, LG Dirk

    1. Hellohoo, lieber Dirk, vielen lieben Dank, es tut einfach gut, zu sehen, wie ähnlich wir alle denken, es wird also allerhöchste Zeit, dass sich etwas ändert. Oder das WIR etwas verändern, alles Liebe, x S.Mirli!

  8. Hallo Mirli! Na hallo, da hast du ja ein Thema angeschnitten, das mir im Supermarkt auch oft den letzten Nerv raubt, weil ich mich dort manchmal wie bei einer Reizüberflutung fühle. Für mich liest sich dein Text wie ein flammendes Plädoyer für den Minimalismus, nicht nur im Kleiderschrank, sondern vor allem im Kopf, um wieder Platz für die wesentlichen Dinge zu schaffen. Diese Brot-und-Spiele-Metapher finde ich extrem passend, denn während wir uns über neue Chipssorten den Kopf zerbrechen, entgleiten uns vielleicht die wirklich wichtigen politischen Weichenstellungen. Ich finde es toll, dass du dazu aufrufst, wieder mehr Macht als Käufer und Bürger zu übernehmen, statt sich nur berieseln zu lassen, liebe Grüße Karin

    1. Hellohoo, liebe Karin, man fragt sich wirklich, weshalb es diese Mega-Stores gibt, wenn sich jeder dadurch eigentlich nur überfordert fühlt, aber was soll man machen, wenn es kaum noch andere Möglichkeiten gibt, seine Grundbedürfnisse zu stillen. Ich mag es, wie du diese Worte beschreibst, als Plädoyer für den Minimalismus, denn ja, du hast recht, genau das ist es. Ich liebe meinen minimierten Lebensstil. Was das angeht, habe ich mich noch nie so leicht oder frei gefühlt. Und ich werde immer noch besser darin. Ich danke dir für deine Worte, sehr, und schicke dir ganz liebe Grüße zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  9. Liebe Mirli, was für ein spannender Text, ich habe mich beim Lesen richtig ertappt gefühlt, weil ich auch oft viel zu viel Zeit in Shoppingcentern verschwende, ohne eigentlich etwas zu brauchen. Es ist erschreckend, wie sehr uns diese kleinen Konsumentscheidungen Energie rauben, die wir eigentlich bräuchten, um uns mit dem Weltgeschehen auseinanderzusetzen. Bei diesem extremen Überangebot merke ich oft, wie sehr mich das eigentlich stresst, statt mich glücklich zu machen! Du sprichst mir absolut aus der Seele, danke!! Alles Liebe Julia

    1. Liebe Julia, den Schuh muss ich mir ja genauso anziehen. Obwohl es sich in den letzten Jahren schon sehr verändert hat bei mir. Aber ich mag es ja auch noch immer, ab und zu durch Geschäfte zu schlendern, da ist ja auch nicht unbedingt etwas Verwerfliches dran. Es reicht ja schon, wenn man dies mit einem anderen Bewusstsein macht, das ändert ja auch schon vieles. Und ja, du sagst es, vor allem wenn man selbst bemerkt, dass einen das alles eher stresst als glücklich macht, dann läuft ja wirklich etwas in eine komplett verkehrte Richtung, alles Liebe, x S.Mirli!

  10. Mirli, .. was für ein starker Text, ich finde es faszinierend, wie du von der Schokolade zum Weltgeschehen kommst, ohne den roten Faden zu verlieren! Für mich ist deine Botschaft ganz klar: Wir konsumieren uns buchstäblich um den Verstand und merken dabei gar nicht, wie instabil unser Fundament geworden ist. Diese „Basic-Bitch“-Mentalität, wie du sie nennst, ist eigentlich eine Form von Rebellion gegen ein System, das uns immer mehr Unnötiges aufdrängen will. Ich lese aus deinem Text heraus, dass wir dringend aufwachen müssen, bevor wir die Balance auf dem Drahtseil endgültig verlieren und niemand mehr da ist, der uns auffängt, außer diese eine Person hier! Hatte ich schon gesagt, wie großartig ich dich finde? Alles Liebe Anne

    1. “Wir konsumieren uns buchstäblich um den Verstand” – treffender kann man es nicht ausdrücken, liebe Anne. Ich finde es wirklich erschreckend, wenn man oft an einem Samstag in der Stadt oder im Shoppingcenter unterwegs ist, wie Konsumenten mit prall gefüllten Einkaufstüten durch die Gegend stapfen, und wahrscheinlich nicht einmal alles aufzählen könnten, was sie da so in ihre Taschen gepackt haben. Als ob es nichts anderes auf dieser Welt gäbe, als immer das neuste Teil zu besitzen. Das macht mir richtiggehend Angst. Ganz besonders mag ich aber deine Sichtweise, es als Rebellion zu bezeichnet, wenn man sich selbst als Basic-Bitch sieht, das mag ich irgendwie sehr. Vielen, vielen Dank für deine Worte, die tun einfach nur gut, alles Liebe, x S.Mirli!

  11. Liebe Mirli! Erst mal tief durchatmen nach diesem Text, denn die Verbindung zwischen Konsumterror und politischer Blindheit hast du wirklich messerscharf herausgearbeitet. Wir haben uns in einer Komfortzone aus Wahlmöglichkeiten einlullen lassen, während die Welt um uns herum immer unsicherer wird. Es ist ein Aufruf zur Wachsamkeit, denn wer nur auf das Joghurtregal starrt, übersieht leicht, dass der Boden unter den Füßen gerade nachgibt. Ich finde es toll, dass du so ehrlich an deinen ungefilterten Gedanken teilhaben lässt, auch wenn sie am Ende in eine ganz andere Richtung galoppiert sind als ursprünglich gedacht, aber das liebe ich so an deinen Texten. Danke und viele liebe Grüße Daniela

    1. Besser kann man es nicht benennen, liebe Daniela, als Konsumterror, das hast du so treffend formuliert, denn genau so sehe ich es auch. Und nicht anders ist es. Und trotzdem spielen wir alle mit, dabei hat der Konsument die alleinige Macht etwas daran zu ändern. Am meisten liebe ich es aber, dass egal wohin meine Gedanken galoppieren (ich liebe diese Metapher), ihr mich irgendwie trotzdem immer verstehen könnt. Ja, es tut einfach gut, wenn man so verstanden wird und mit seinen Gedanken auch nicht allein dasteht, vielen Dank dafür. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  12. Hallo und guten Morgen Mirli! Dein Text hat mich heute richtig gepackt, besonders der Vergleich mit den Streitwagen im Supermarkt ist so bildhaft und leider auch so wahr. Ja, wir verlieren uns in einer Scheinwelt, während wir die Kontrolle über die wirklich wichtigen Lebensbereiche schleichend abgeben. Gerade in unserer “westlichen” Welt sieht man Überkonsum ja an jeder Ecke und ich finde es wichtig, dass du darauf hinweist, dass wir als Masse eigentlich die Regeln diktieren könnten, wenn wir nur bewusster wählen würden. Vielleicht ist die Qual der Wahl wirklich nur ein Werkzeug, um uns beschäftigt zu halten, damit wir die unbequemen Wahrheiten der Politik ignorieren, alles Liebe Anika

    1. Hellohooo, guten Morgen, liebe Anika, vielen lieben Dank für deine Worte. Es ist schon auffällig – weil du die westliche Welt ansprichst -, wie viel glücklicher die Menschen erscheinen, die mit weniger leben müssen. Vor allem in Ländern, wo es eben nicht so ein Überangebot gibt, wo man mit dem Nötigsten auskommen muss, trotzdem sieht man die Menschen dort mehr lächeln, als wenn man sich auf unseren Straßen umblickt. Das sollte uns allen zu denken geben. Hab eine wunderschöne Frühlingswoche, liebe Anika, alles Liebe, x S.Mirli!

  13. Hallo und guten Morgen Mirli! Oje, du sprichst mir so aus der Seele, ich hasse diese riesigen Supermärkte auch, in denen man sich stundenlang verläuft, nur um eine einfache Tafel Schokolade zu finden. Deshalb finde ich deinen Text gerade so wichtig und passend und zeigt, dass wir die Macht haben, durch Verzicht oder bewusste Auswahl etwas zu verändern, statt nur passiv alles zu konsumieren (siehe Disney). Es ist wirklich beängstigend, wie schnell sich die Welt gerade dreht und wie sehr uns Brot und Spiele davon ablenken, uns mit der Realität vor unserer Haustür zu beschäftigen. Danke, dass du dieses Fass aufgemacht hast, auch wenn am Ende etwas anderes rauskam als geplant – genau das macht es so authentisch, ganz liebe Grüße Claudia

    1. Hellohooo, liebe Claudia, guten Morgen auch dir, man fragt sich ja wirklich, weshalb wir so überhäuft werden mit diesen Angeboten, wenn sich eigentlich jeder dadurch überfordert fühlt, es wird also offensichtlich allerhöchste Zeit, es in unserem Konsumverhalten auch zum Ausdruck zu bringen. Und ja, ich liebe dieses Disney-Beispiel, denn da hat sich gezeigt, was für eine Macht die Masse hat. So schnell hat noch selten jemand eingelenkt. Ich hoffe, das hat vielen die Augen geöffnet. Ich danke dir für deine Worte und grüße dich ganz lieb zurück, hab eine wundervolle Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  14. Guten Morgen Mirli, du weißt ja, ich schwärme ja total für deine Art, solche komplexen Themen so alltagsnah zu verpacken, denn wer kennt nicht das Gefühl, im Supermarkt fast ein Burn-out zu bekommen. Für mich ist dein Text eine Warnung vor der eigenen Bequemlichkeit, die uns dazu bringt, nur noch Schlagzeilen zu konsumieren, statt uns richtig zu informieren. Wir haben verlernt, die Qual der Wahl bei den wichtigen Dingen zu nutzen, und verschwenden sie stattdessen an Kleidung und Lebensmittel, was uns am Ende schutzlos zurücklässt. Ich lese daraus, dass echte Veränderung nur durch individuelles Bewusstsein möglich ist, und danke dir für diesen AHA-Effekt zum Frühstück, ganz liebe Grüße Kerstin

    1. Guten Morgen, liebe Kerstin, das ist so lieb von dir, vielen, vielen Dank für deine Worte. Du hast es genau auf den Punkt gebracht, denn vor allem das fällt mir immer häufiger auf, dass nur noch Schlagzeilen und Zusammenfassungen konsumiert werden – im schlimmsten Fall noch von KI erstellt -, wobei meist das Wesentliche verlorengeht. Ich wünschte, wir würden dieselbe Energie für die wichtigen Dinge des Lebens aufbringen, die wir in Mode und Kosmetik verschwenden. Ich grüße dich ganz lieb zurück und ja, es tut einfach nur gut, wenn man so verstanden wird, alles Liebe, x S.Mirli!

  15. Hallo und guten Morgen Mirli! Was für ein tiefgründiger Beitrag, man merkt richtig, wie sehr dich die aktuelle Lage der Welt umtreibt und wie du versuchst, einen Sinn im Kleinen zu finden. Ich sehe deine Gedanken als eine Aufforderung zum Widerstand durch Bescheidenheit – wer weniger braucht, lässt sich auch weniger leicht mit Brot und Spielen ablenken. Uns wird ja oft suggeriert, dass Konsum gleich Freiheit ist, aber du zeigst sehr gut auf, dass genau das Gegenteil der Fall sein kann, wenn man vor lauter Auswahl den Blick für das Wesentliche verliert. Ich wünsche dir einen März, in dem du trotz allem deine Balance auf dem Drahtseil behältst, alles Liebe Samira

    1. Hellohooo, liebe Sarmia, guten Morgen, wenn ich ehrlich bin, fällt es mir momentan schwer, über etwas anderes nachzudenken und vor allem auch andere Beiträge zu schreiben. Aber so geht es sehr wahrscheinlich nicht nur mir. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so eine unstabile Zeit erlebt zu haben und alles, was man tun kann, ist zumindest versuchen, seine Gedanken dazu zu entwirren und das fällt mir einfach am leichtesten, wenn ich darüber schreiben kann und durch euch vielleicht sogar andere Sichtweisen kennenlerne. Ich profitiere also genauso dadurch. Und ich danke dir sehr, denn genau dasselbe wünsche ich dir auch, die Balance zu finden aus Nachdenken, aber genauso die Schönheit und Besonderheit des Lebens nicht aus den Augen zu verlieren, alles Liebe, x S.Mirli!

  16. Guten Morgen Mirli, dein „Gedankenkarussell“ hat mich heute echt zum Nachdenken gebracht, besonders die Stelle mit den Gladiatorenkämpfen im Fernsehen war für mich ein echter Augenöffner. Es stimmt und ich schließe mich dir an, dass wir uns mit Trash-TV und Supermarkt-Schnitzeljagden füttern lassen, um den Schmerz über das Weltgeschehen nicht so intensiv spüren zu müssen. Es ist ein Plädoyer für mehr Tiefe und weniger Masse, egal ob es um Lebensmittel oder um die Informationen geht, die wir täglich in uns aufsaugen. Ich bin wirklich froh, dass du dieses Thema so mutig ansprichst, auch wenn es unbequem ist, denn genau das ist es, was wir gerade brauchen, schöne Grüße Rita

    1. Dir ebenso einen guten Morgen, liebe Rita – ich würde sagen, Ziel erreicht. Es freut mich wirklich sehr, dass ich dich zum Nachdenken gebracht habe. Ich finde vor allem auch, du hast in kurzen Worten wiedergegeben – und somit auch verstanden -, was ich mit viel zu vielen Worten ausdrücken wollte. Ich danke dir so, so sehr für deine Worte und grüße dich ganz arg lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  17. Liebe Mirli! Danke für diesen mutigen Beitrag, denn ich finde es toll, wie du von deinen Alltagserlebnissen im Supermarkt zu so großer Weltpolitik kommst. Es ist eine gute Warnung und ein Aufruf, dass wir die Macht der Masse unterschätzen, die durch bewussten Konsum und Information eigentlich alles verändern könnte. Es ist traurig, dass wir uns oft lieber mit Schokolade-Kombinationen beschäftigen als mit der Realität, aber dein Beitrag rüttelt einen da wirklich wach. Ich bin schon sehr gespannt, wie die anderen Leser das interpretieren, aber für mich ist es ein klarer Appell an die eigene Achtsamkeit in allen Lebensbereichen, liebe Grüße Sandra

    1. Vielen lieben Dank, liebe Sandra – jetzt kannst du dir ungefähr vorstellen, wie es in meinem Kopf oft abgeht, da ist der Weg vom Supermarkt zum geopolitischen Lage kein sehr weiter. Aber so lange ich so großartige Leser habe, die mich einfach immer verstehen, ist das auch gar nicht mehr so schlimm. Aber ja, am meisten mag ich es gerade auch, mir all die Interpretationen durchzulesen, obwohl ich mich offensichtlich klarer ausgedrückt habe, als ursprünglich angenommen. Ich grüße dich ganz lieb zurück und hoffe, du hast eine richtig gute Woche vor dir, alles Liebe, x S.Mirli!

  18. Schönen guten Morgen Mirli, na, das war ja mal ein gedanklicher Ritt durch die Konsumwelt, aber ich finde deine Interpretation von Brot und Spiele absolut zeitgemäß und treffend. Es ist wirklich an der Zeit, dass wir als Käufer wieder die Regeln diktieren und uns nicht alles vorsetzen lassen, egal ob im Regal oder in den Nachrichten. Ich finde es klasse, dass du einfach drauflosgeschrieben hast, denn genau diese Unmittelbarkeit macht die Botschaft so stark und greifbar, liebe Grüße Bea

    1. Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Bea, ich finde es immer wieder faszinierend, wie irgendwelche wirren Gedanken von mir, von euch dann so exakt wiedergegeben und vor allem auch verstanden werden. Das hätte ich in dem Fall nicht unbedingt so vermutet, aber es ist sehr erleichternd, wenn man bemerkt, dass man mit seinen (wirren) Gedanken nicht allein auf weiter Flur steht. Vielen Dank für deine Worte und ich hoffe, du bist gestern richtig gut in die neue Woche gestartet, allerliebste Grüße zu dir zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  19. Schönen guten Morgen Mirli! Was für eine spannende Homestory der anderen Art, denn die Einrichtung unseres Geistes durch bewussten Konsum ist ja fast noch wichtiger als die neue Stehlampe im Esszimmer. Dass du die Diskonter wegen der geringeren Auswahl magst, kann ich total verstehen, das ist pure Entschleunigung in einer Welt, die uns ständig zum Überkonsum drängen will. Schönes Wochenende liebe Mirli und danke für diesen mutigen Einblick in deine ganz persönlichen Sorgen um unsere Gesellschaft, Schöne Grüße Franzi

    1. Auch dir einen schönen guten Morgen, liebe Franzi, du hast absolut recht, das ist gelebte Entschleunigung. Man muss ja nicht überall mitmachen, nur weil es angeboten wird. Und wenn das mehrere Menschen so handhaben würden, dann würde sich auch bestimmt etwas verändern, das glaube ich schon. Ich schicke dir ganz liebe Grüße zurück, hab einen wunderschönen Frühlingstag, alles Liebe, x S.Mirli!

  20. Hallo Mirli, dein Beitrag über die Überflussgesellschaft hat mich heute Morgen richtig beeindruckt, weil ich mich auch oft frage, warum wir eigentlich zwanzig verschiedene Sorten von allem brauchen. Wir können uns nicht über das Weltgeschehen beschweren, wenn wir uns gleichzeitig von Konsumgütern ablenken lassen. Es ist fast so, als würdest du uns sagen, dass wir die Augen vom Regal abwenden und stattdessen wieder auf den Horizont richten müssen, bevor es zu spät ist. Ich hoffe wirklich, dass dein Text viele Menschen dazu anregt, ihren eigenen Konsum von Waren und Informationen mal kritisch zu hinterfragen, liebe Grüße Isi

    1. Hellohoo, liebe Isi, man fragt sich ja wirklich, weshalb wir so ein Überangebot haben, wenn offensichtlich doch viele sehr ähnlich denken wie ich/wir, oder? Anscheinend ist es wirklich nicht notwendig. Wenn man dazu noch bedenkt, wie viel dann immer entsorgt wird und im Müll landet, dann wird einem schlecht. Und ich mag das Bild total gern, das du da zeichnest, den Blick abwenden vom Einkaufsregal und dem Horizont zuwenden, mal sehn, was dort auf uns wartet. Das liebe ich sehr. Ich grüße dich ganz arg lieb zurück, hab einen wunderschönen Tag, alles Liebe, x S.Mirli!

  21. Hallo Mirli! So ein wichtiger Beitrag, denn die „Qual der Wahl“ ist in unserer Gesellschaft wirklich zu einer Last geworden, die uns die Sicht auf die wirklich wichtigen Dinge versperrt. Für mich ist dein inspirierender und wahrer Text eine Einladung, wieder mehr auf das eigene Bauchgefühl zu hören und sich nicht von der künstlichen Vielfalt der Industrie manipulieren zu lassen. Deine Sorge um den freien Fall und das wachsende Drahtseil teile ich absolut, und ich finde es toll, dass du uns so offen an deinen Ängsten teilhaben lässt. Vielen Dank für die Inspiration, heute mal ganz bewusst nur das einzukaufen, was wirklich notwendig ist und dabei den Kopf für wichtigere Gedanken frei zu haben, ganz liebe Grüße Vroni

    1. Hellohooo, liebe Vroni, es tut einfach so gut, wenn man bemerkt, dass man mit seinen (oft wirren) Gedanken nicht allein dasteht. Und dass man verstanden wird, selbst wenn man das Gefühl hat, dass man sich manchmal selbst nicht versteht. Vielen Dank deshalb für deine Worte, wie gesagt, sie tun einfach nur gut. Ich grüße dich ganz lieb zurück, hab eine fantastische Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  22. So wahr! Man kann wirklich nur vor der eigenen Haustür kehren! Mag schon sein, dass es in anderen Ländern schlechter läuft oder die für xyz verantwortlich sind usw. Aber letztlich kann man dafür nichts und hat auch nichts damit zu tun; was man aber sehr wohl ändern kann, ist das eigene Verhalten! Und das betrifft echt jeden Lebensbereich…
    Ich denke mir das so oft! Selbst bei kleinen Dingen im Alltag, wenn die Leute mal wieder grantig und unverschämt sind – die änder ich eh nicht, aber ich muss ja nicht so sein wie die!
    Und dann gehts weiter beim Thema Rassismus (das sehe ich auch noch mal wesentlich kritischer, seid wir jemanden mit anderer Hautfarbe in der Familie haben…) usw…

    Oh, es geht für euch nach Irland? Ganz viel Spaß! Wir fanden es letztes Jahr große Klasse!
    Aber ja, gutes Regenzeug usw braucht man schon… XD

    1. Es ist halt so viel einfacher, in Nachbars Garten nach Fehlern zu suchen, als sich einzustehen, dass man selbst um nichts besser ist. Dass können wir alle (alle Statten) momentan ja richtig gut. Und ich mag deine Einstellung so gern und wünschte, dass mehrere so denken würde, dass ich mich nicht dem schlechten Verhalten der anderen anpassen muss, ich kann meine eigene Veränderung sein.
      Ich war das letzte Mal vor 15 Jahren in Irland und seitdem wollten wir immer zurück, es wird allerhöchste Zeit, alles Liebe, x S.Mirli!

  23. Es gibt glaube ich Studien, die den Erfolg von Aldi auch auf das geringere Angebot zurückführen. Entscheidungsreduktion bzw. Verringerung der Komplexität von Entscheidungen. Jeder, der mal ziellos versucht hat, bei Netflix etwas zu finden und dann entnervt lineares TV angemacht hat, wird wissen, um was es geht.

    Eigentlich wollte ich aber das erste Bild kommentieren: Selten so eine fotogene Milch gesehen! Fantastisches Foto!

    1. Diese Studie glaube ich sofort, was so viel über uns Menschen aussagt, oder? Bzw. wie wir aus wirtschaftlichen Gründen gelenkt werden, ob wir offensichtlich wollen oder nicht. Und ich musste gerade so schmunzeln, was Netflix und lineares TV angeht, o ja, ich kann das sogar sehr gut nachfühlen. Und was die Milch angeht, ja, oder? Ich finde sogar es ist eine sehr freundliche Milch gewesen, die gefühlt extra langsam geflossen ist ;-), vielen lieben Dank, alles Liebe, x S.Mirli!

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