Kopfwelt

Wolfsparabel

Meine Lieben, sehr wahrscheinlich wird jeder von euch – oder zumindest ein sehr großer Teil – schon einmal von dieser Geschichte, die ich euch heute erzählen möchte, gehört haben. Ich selbst kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann sie mir zum ersten Mal untergekommen ist, aber immer wieder taucht sie irgendwo auf und berührt mich jedes Mal aufs Neue. Der Verfasser ist leider unbekannt, sie wird aber den Cherokee oder einem anderen der indigenen Völker Amerikas zugeschrieben.

Weshalb ich sie euch genau heute erzählen möchte, hat eigentlich keinen bestimmten Grund. Vielleicht, weil sie mir erst kürzlich wieder untergekommen ist. Aber vielleicht vor allem auch deshalb, weil wir aktuell in einer Zeit leben, in der wir sehr klug entscheiden müssen, womit wir die Wölfe in uns füttern wollen, denn Nahrung gäbe es vor allem für die eine Seite im Übermaß.

Eine Wolfsparabel – oder die Geschichte von den zwei Wölfen

Bereits vor Stunden ist es dunkel geworden, als sich ein alter Cherokee mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer niederlässt und sie gemeinsam das Spiel der Flammen beobachten, während ein sternenklarer Himmel über ihnen wacht. Das Feuer knistert bedächtig vor sich hin, als wie aus dem Nichts heraus der alte Cherokee plötzlich seine Stimme erhebt und beginnt, eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte über einen Kampf, der in jedem von uns tobt. Dieser Kampf, meint er, wird von zwei Wölfen ausgetragen, einem weißen und einem schwarzen. 
Der Enkelsohn hört aufmerksam zu, blickt den alten Cherokee gespannt und abwartend an.
Der Großvater erzählt mit andächtiger, tiefer und ruhiger Stimme weiter.

Er erklärt dem jungen Cherokee, dass einer der Wölfe, der schwarze, böse ist. Er steht für Zorn und Neid, für Eifersucht, für Sorgen, genauso wie für Schmerz und Gier, Arroganz und Selbstmitleid. Er steht für Vorurteile, Minderwertigkeitsgefühle, für Lügen und falschen Stolz. 
Der zweite, der weiße Wolf wiederum, ist der gute. Er verkörpert die Freude, die Liebe. Er steht für Friede, Hoffnung, Güte, genauso wie für Demut, Wohlwollen, Zuneigung, Großzügigkeit und Aufrichtigkeit. Für Mitgefühl und Dankbarkeit. Und für Wahrheit.
Der junge Cherokee lässt die Worte seines Großvaters auf sich wirken.
Während das Feuer weiter vor sich hin knistert, denkt der Enkelsohn über diese zwei Wölfe und die Geschichte seines Großvaters nach, bis ihm plötzlich etwas auffällt; die Geschichte kann ja noch nicht vollständig sein, da fehlt doch noch ein Ende, deshalb will er von dem alten Cherokee wissen:

“Und, welcher der beiden Wölfe gewinnt denn?”
Woraufhin sein Großvater mit ruhiger, tiefer Stimme antwortet: “Der, den du fütterst!”

Diese Geschichte bzw. diese Parabel von den zwei Wölfen hat über diese sehr lange Zeit hinweg niemals an Aktualität, aber vor allem nicht an Wahrheit verloren. Ganz im Gegenteil sogar. Diese Wolfsparabel dient wie jede Parabel dem Zweck, eine moralische oder ethische Frage bildhaft zu veranschaulichen. In diesem Fall soll sie zu einer bewussteren und positiveren Lebensführung anregen.

Auf gewisse Weise existieren zwei unterschiedliche Arten von Menschen, zumindest wenn es darum geht, wie wir mit unserem Leben bzw. unserem Schicksal umgehen. Die einen sehen sich gerne selbst als Opfer aller Umstände. Sie geben für alles Schlechte, das ihnen widerfährt, dem Leben die Schuld. Oder sie machen einfach jeden dafür verantwortlich, den sie auch nur irgendwie in die Pflicht nehmen können. Wahrscheinlich kennen wir alle solche Menschen.
Sie sind auf alle Fälle diejenigen, die täglich ihrem schwarzen Wolf neue Nahrung geben. Die ihn immer weiter füttern, bis der weiße, helle Wolf kaum noch Platz hat zu atmen. Es sind diese schwarzen Löcher, die alles Positive und Gute aufsaugen, bis um sie herum nur noch Dunkelheit herrscht.

Und dann gibt es noch die anderen Menschen, die sich dazu entscheiden, aktiv und bewusst ihr Leben und ihr Schicksal zu gestalten. Sie versuchen täglich, ihren weißen Wolf zu füttern. Nicht einmal, um den schwarzen Wolf komplett auszuhungern, denn das wäre auch nicht der richtige Weg und schlicht unmöglich, aber sie akzeptieren und wissen, dass beide nebeneinander koexistieren können. Es kommt auf die Balance an, denn wir alle haben sowohl einen weißen, als auch einen schwarzen Wolf in uns, sie gehören beide zu uns. Es liegt an uns, für den Ausgleich zu sorgen. Jeden Tag neu zu entscheiden, wen von beiden wir füttern wollen.Für die Recherche zu diesem Beitrag habe ich mir einige Interpretationen durchgelesen und bin immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich man Ideen auslegen kann. Das finde ich ja immer auch bei Kunst so spannend (das Wort “spannend” kann man in diesem Zusammenhang allerdings gerne ironisch verstehen), wenn irgendwelche “sogenannten” Experten ein Kunstwerk auseinandernehmen und unzählige Dinge hineininterpretieren, die sogar den Künstler selbst zum Kopfschütteln bringen. Sehr seltsam finde ich das vor allem dann, wenn es dabei um Bücher, Bilder oder sonstige Werke geht, die vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten entstanden sind. Der Erschaffer also schon lang tot ist und nichts mehr dazu sagen kann. Und trotzdem werden Dinge hineingedacht, obwohl niemand jemals belegen wird können, ob an diesen Ideen etwas dran ist.

Was ich damit sagen will – egal wie einfach und unmissverständlich etwas auch erscheinen mag, du wirst zu jeder Aussage unzählige verschiedene Interpretationen erhalten. Und eigentlich mag ich das sogar. Kunst, in welcher Form auch immer, existiert genau dafür. Sie soll dem Betrachter das geben, was er aus ihr ziehen möchte. Das kann für zwei Menschen vollkommen unterschiedliche Dinge sein. Wenn man mir jetzt vorwerfen möchte, dass das im Gegensatz zu dem steht, was ich gerade über die Interpretation von Kunstwerken gesagt habe, dann muss ich dem ausdrücklich widersprechen. Das, was mir bei solchen Auslegungen missfällt, ist, dass sie keine andere Anschauung zulassen oder akzeptieren. Diese Experten sind meist der Meinung, dass sie als Einzige durchschaut haben, was der Künstler mit seinem Werk ausdrücken wollte, und akzeptieren keine andere Meinung dazu. Dabei finde ich, dass genau an diesem Punkt Kunst erst anfängt. Ein Kunstwerk soll etwas mit dem Betrachter – egal ob er hört, sieht, liest oder fühlt – machen, jedoch sollte es dafür keine Vorgabe geben, was das genau sein soll. Sonst würde die Kunst, in meinen Augen, ihre Berechtigung verlieren.

Und genau da greift die eine Geschichte, die ich euch gerade erzählt habe, in die andere, die scheinbar nichts mit dem Thema des Titels zu tun hat. Der weiße und der schwarze Wolf leben und kämpfen in uns allen. Es ist faktisch unmöglich, den schwarzen Wolf komplett aushungern zu lassen, auch wenn es uns als nachvollziehbares und absolutes Ziel erscheinen mag. Aber es ist eben genau so – egal was uns gerade plagt, ob Sorgen und Ängste uns in die Knie zwingen wollen, ob Zorn oder Eifersucht uns peinigen, ob wir scheinbar nichts gegen den Neid und die Missgunst in uns tun können, egal wie stark wir es versuchen, wir können gegen jedes noch so negative Gefühl ankämpfen. Und wer uns dabei hilft, ist der weiße Wolf. Vielleicht können wir das Gefühl der Angst oder des Hasses gerade nicht auslöschen, aber wenn wir den weißen Wolf füttern, wenn wir das Gute, die Freude, die Liebe und Hoffnung nähren, dann wird dieser helle, gute Wolf so stark, dass der schwarze nicht anders kann, als sich auf den Boden zu legen und alle Viere in Aufgabe von sich zu strecken. Doch der Kampf beginnt jeden Tag aufs Neue.

Was mich traurig macht, ist der Fakt, dass sich diese Parabel über die zwei Wölfe, die in uns allen leben, auch nach außen hin kehren und anwenden lässt. Auf gewisse Weise kann man unsere Gesellschaft in diese zwei Gruppen einteilen: die Schar der weißen Wölfe und die Schar der schwarzen Wölfe. Und sie kämpfen nicht nur bildlich miteinander, sondern leider auch ganz real. Und immer mehr erweckt es den Anschein, als ob das Futter für die weißen Wölfe immer weniger wird, während die schwarzen Wölfe mit kugelrunden Bäuchen durch unsere aller Leben preschen.
Was muss passieren, damit wir endlich begreifen, dass es an uns selbst liegt? Dass jeder Einzelne von uns jeden Tag entscheiden kann, zu welcher Gruppe er zählen möchte, genauso wie wir jeden Tag neu entscheiden können, welchen Wolf in uns wir füttern wollen. Wir allein haben die Macht dazu, alles zu verändern.

Wir können uns zu der Gruppe zählen, die den Umständen die Schuld für alles gibt. Die, egal welches Thema der heutigen Zeit es auch betreffen mag, alles auf die mächtigen Entscheidungsträger abwälzt. Die sagen, es muss sich oben etwas ändern, ich als kleines Menschlein kann doch nichts bewirken.
Oder ich will zu der Gruppe gehören, die mit vollem Bewusstsein jeden Tag eine Entscheidung trifft. Die weiß, dass man jedes Schicksal umkehren kann, dass man jede noch so festgefahrene Situation ändern kann, dass nur wir allein entscheiden, wen oder was wir füttern wollen.
Und womit.

eine Lieben, ich weiß noch, als ich diese Geschichte über die zwei Wölfe zum ersten Mal gelesen habe, war ich so von ihr berührt. Lustigerweise sind es oft diese “Weisheiten”, bei denen man denkt, gut, habe ich jetzt auch nicht unbedingt etwas Neues dadurch gelernt bzw. das ist ja nichts, auf das man nicht auch von selbst kommen könnte. Aber ja, anscheinend sind die einfachsten Dinge die, die den meisten Menschen am schwersten fallen. Logischerweise ist jedem Menschen bewusst, dass das Gefühl von Freude und Liebe, von Hoffnung und Wohlwollen jederzeit Hass, Neid, Eifersucht, Angst und Missgunst vorzuziehen sind. Ja, logisch weiß man das auch ohne irgendeine Geschichte über zwei Wölfe. Aber weshalb, frage ich euch dann, sind trotzdem die Gefühle des schwarzen Wolfs die, die scheinbar vorherrschend sind in unserer Gesellschaft und eigentlich in uns allen? Wir alle wissen also, was es mit uns macht, wenn wir uns bevorzugt diesen Gefühlen hingeben, und trotzdem füttern und füttern und füttern wir diesen Wolf ständig. Also ja, es sind Parabeln, die eigentlich viel zu einfach sind, aber solange wir noch immer zu dumm sind zu begreifen, wie “Leben” wirklich funktioniert, so lange ist jedes Mittel willkommen, dass diesen Kampf unterstützt.
Möge der weiße Wolf immer gewinnen!
Alles Liebe, love&peace, 

42 Comments on “Wolfsparabel

  1. Guten Morgen meine Süße, echt spannend dass ich noch nie davon gehört habe, dabei finde ich die Parabel so treffend und auch inspirierend. Du schaffst es immer wieder, mich zu überraschen!! Ehrlich! Ich für meinen Teil bin froh, dass ich einen weißen Wolf getarnt als Löwen neben mir hab, nachdem wir ja beide wissen, welche Farbe bei mir dominiert 🙂 Bussi, 344

    1. Guten Morgen, mein Schatz, ich wusste nicht, dass du sie nicht kennst, sonst hätte ich sie dir zu hundert Prozent schon viel früher erzählt. Zum Glück hast du ja mich, ich erinnere dich immer daran, nicht immer nur den schwarzen Wolf zu füttern 😉 3344, alles Liebe, x S.Mirli!

  2. Schönen guten Morgen Mirli. Diese Geschichte begleitet mich schon mein ganzes Leben, aber deine Interpretation, dass wir heute klüger als je zuvor entscheiden müssen, was wir unseren inneren Wölfen zu fressen geben, hat mich heute besonders zum Nachdenken gebracht. Es ist so leicht, dem schwarzen Wolf die Kontrolle zu überlassen, wenn die Welt draußen gerade so laut und fordernd ist. Dass du den Vergleich zur Kunst ziehst, hat mir sehr gefallen – jeder darf aus der Parabel genau das mitnehmen, was er gerade für sein seelisches Gleichgewicht braucht. Ich wünsche dir eine wunderschöne restliche Woche voller weißer Wölfe, ganz liebe Grüße Eva

    1. Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Eva, ich kann mich auch nicht einmal mehr daran erinnern, wann ich sie zum ersten Mal gehört habe, aber ich freue mich jedes Mal, wenn ich wieder an sie erinnert werde, denn sie könnte nicht aktueller sein. Und notwendiger, dass wir uns alle an sie besinnen. Ja, die Welt ist laut und fordern und verlangt uns gerade alles ab, deshalb ist es an uns, die leisen Töne hinzuzumischen. Es wäre so einfach, wenn wir begreifen würden, dass wir es allein in der Hand haben. Ich danke dir so sehr für deine Worte und grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  3. Liebe Mirli! Dass wir den schwarzen Wolf akzeptieren müssen, weil er einfach zu uns gehört, ist so eine spannende und wahre Erkenntnis, denn das ständige Kämpfen gegen sich selbst macht ja oft erst den meisten Stress. Ich liebe diese Parabel, weil sie so einfach und doch so komplex ist. Ich wünsche dir einen wunderschönen Mittwoch, an dem du deinen weißen Wolf so richtig ausgiebig fütterst, viele liebe Grüße Daniela

    1. Liebe Daniela, oft sind wirklich die einfachsten Dinge die, die uns am meisten Nutzen bringen, nur nehmen wir sie nicht wahr, weil sie uns eben zu banal erscheinen. Der Mensch ist ab und zu schon ein komisches Geschöpf. Anscheinend wollen wir es uns unbedingt schwermachen. Aber ja, ich wünsche dir genau dasselbe, dass du heute ordentlich Futter für den weißen Wolf sammeln kannst. Ganz liebe Grüße zu dir zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  4. Guten Morgen Mirli, du hast so recht mit der Aussage, dass die einfachsten Dinge oft am schwersten umzusetzen sind. Wir wissen alle, dass Hoffnung und Güte besser sind als Gier und Zorn, und doch tappen wir täglich in die Falle, den schwarzen Wolf mit negativen Gedanken zu nähren. Deine Einleitung zum Blog hat mich wieder einmal daran erinnert, wie wichtig es ist, Worte mit Bedacht zu wählen und zu konsumieren. Ich danke dir für diesen Anstoß zur bewussten Lebensführung, ganz liebe Grüße Kerstin

    1. Guten Morgen, liebe Kerstin, leider ist es wirklich so und so traurig, dass uns die einfachsten Dinge meist am stärksten Probleme bereiten, dabei könnte es so einfach sein. Ich meine, Futter für den weißen Wolf gibt es unendlich, aber wir müssen halt etwas Kraft aufwenden, um es zu finden. Ich danke dir für deine Worte und schicke dir ganz liebe Grüße zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  5. Hallo Mirli! Die Wolfsparabel ist eine dieser zeitlosen Weisheiten, die ich mir am liebsten ausdrucken und an den Spiegel kleben würde, um mich jeden Tag daran zu erinnern. Besonders deinen Gedanken, dass wir oft zu dumm sind, um zu begreifen, wie Leben eigentlich funktioniert, find ich sehr ehrlich und mutig ausgesprochen. Wir füttern den schwarzen Wolf oft unbewusst mit Schlagzeilen und negativen Gedanken, anstatt uns bewusst auf das Gute zu konzentrieren. Ich werde mich dieses Wochenende bemühen, ganz gezielt meinen weißen Wolf mit schönen Dingen zu füttern, liebe Grüße Karin

    1. Hellohooo, liebe Karin, wahrscheinlich sollten wir das alle tun, diese Parabel ausdrucken und aufhängen, damit wir jeden Tag neu daran erinnert werden. Ich selbst vergesse auch viel zu oft auf sie und freue mich jedes Mal, wenn sie mir wieder irgendwo unterkommt und ich so an die wirklich wichtigen Dinge im Leben erinnert werde. Es wäre so einfach, wenn wir sie uns alle täglich vorlesen würden. Ich schließe mich dir an und werde an diesem Wochenende fleißig Futter sammeln. Ganz liebe Grüße zu dir zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  6. Guten Morgen Mirli, deine Reflexion über die Freiheit der Interpretation bei Kunstwerken spricht mir aus dem Herzen, denn genau diese Offenheit macht Texte erst lebendig. Die Parabel ist eine wunderbare Mahnung zur Selbstverantwortung in einer Zeit, in der die Gesellschaft dazu neigt, Schuld ständig nach außen zu delegieren. Dass wir den schwarzen Wolf nicht komplett aushungern können, weil er ein Teil von uns ist, zeigt eine psychologische Reife, die oft in solchen Geschichten unterschlagen wird. Ich wünsche dir eine Woche, in der die Balance zwischen den beiden Wölfen bei dir besonders gut gelingt, ganz liebe Grüße Michaela

    1. Guten Morgen, liebe Michaela, ich sehe es genau wie du, gerade in der Welt der Kunst sollten wir das Schubladendenken einmal außer Kraft setzen. Jeder soll für sich entscheiden, was er aus ihr ziehen möchte. Ich finde es oft so traurig, dass die Kunstwelt oft so elitär erscheint, da geht für mich der Sinn und Zweck verloren. Ich danke dir so sehr für deine Worte und wünsche dir eine wunderschöne restliche Woche, ganz liebe Grüße zu dir zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  7. Liebe Mirli. Diese Geschichte hat mich schon als Kind berührt, aber durch deine Worte habe ich sie heute das erste Mal in einem so aktuellen gesellschaftlichen Kontext verstanden. Wir lassen uns so leicht von den „schwarzen“ Einflüssen – dem Neid, dem Zorn, dem ständigen Vergleichen – füttern, dass wir den weißen Wolf fast vergessen. Dass du das Thema „Brot und Spiele“ von neulich hier indirekt weiterführst, macht deinen Blog so unglaublich konsistent und tiefgründig. Ich hoffe, du findest an deinem Kraftort genug Ruhe, um immer wieder zum weißen Wolf zurückzukehren, alles Liebe Julia

    1. Liebe Julia, ich danke dir so, so sehr für deine Worte. Jedes Mal, wenn ich wieder an diese Geschichte erinnert werde, macht sie etwas mit mir. Lustigerweise interpretiere ich sie selbst immer wieder neu, was wohl viel damit zu tun hat, womit man sich gerade selbst beschäftigt. Es wurde allerhöchste Zeit, wieder einmal einen Reminder zu setzen. Ich hoffe, du findest auch deinen Kraftort der Ruhe und das Futter für den weißen Wolf möge niemals ausgehen, alles Liebe, x S.Mirli!

  8. Hallo Mirli. Die Wolfsparabel ist ein Klassiker, den man eigentlich nicht oft genug hören kann, weil sie die menschliche Psychologie auf das Wesentliche reduziert. Danke für diese Mahnung zur Wachsamkeit. LG Dirk

    1. Hellohoo, lieber Dirk, ich mag diese Geschichte so gerne. Dabei vergesse ich selbst viel zu oft auf sie und freue mich jedes Mal wieder, wenn ich an sie erinnert werde, denn sie bringt die Sache auf den Punkt. Es wäre so einfach, wenn wir nicht immer wieder darauf vergessen würden, alles Liebe, x S.Mirli!

  9. Guten Morgen Mirli, ich bin ganz gerührt von deiner Auswahl der Geschichte, sie ist ein so wichtiger Kompass für schwierige Zeiten. Die Idee, dass wir beide Wölfe in uns tragen und nur die Entscheidung über das Futter bei uns liegt, ist so ermutigend. Danke, dass du heute keine Experten-Interpretation geliefert hast, sondern deine eigene Gefühlswelt mit uns geteilt hast – das ist es, was deinen Blog ausmacht. Ich wünsche dir eine wunderschöne letzte Aprilwoche, viele liebe Grüße Evelyn

    1. Guten Morgen, liebe Evelyn, von Experten-Interpretationen – wie soll ich sagen, ich habe es wohl sehr deutlich gemacht – halte ich so gar nichts. Denn ja, würden wir alle mehr in unserer inneren Gefühlswelt leben, wäre die Frage mit dem Futter überhaupt keine mehr, darin bin ich mir sicher. Ich danke dir so, so sehr für deine Worte und wünsche dir ebenso wunderschöne restliche Apriltage, alles Liebe, x S.Mirli!

  10. Schönen guten Morgen Mirli! Deine Gedanken zur Wolfsparabel haben mir heute einiges an Denkanstößen für das verlängerte Wochenende mitgegeben. Dass wir den schwarzen Wolf nicht aushungern können, weil er zum Menschsein gehört, ist eine so wichtige, realistische Sichtweise. Wir müssen lernen, mit ihm zu leben, ohne ihm das Zepter zu überlassen. Deine Zeilen über das „tägliche Kämpfen“ haben mich heute besonders berührt, alles Liebe Ute

    1. Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Ute, ich finde den schwarzen Wolf überhaupt nicht schlimm, denn es kann nicht immer nur alles hell und Sonnenschein sein. Wie sagt man so schön: no rain, no flowers. Aber die Balance macht es auch, das müssen wir allerdings alle erst wieder begreifen, fruchte ich. Ich danke dir für deine lieben Worte und wünsche dir eine wundervolle restliche Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  11. Hallo Mirli! Es ist erschreckend, wie real dieser Kampf zwischen den beiden Wölfen in unserer heutigen Gesellschaft geworden ist, wo das „Futter“ für den schwarzen Wolf leider im Überfluss vorhanden ist. Ich finde es großartig, wie du dazu aufrufst, nicht auf die großen Entscheidungsträger zu warten, sondern im Kleinen bei sich selbst anzufangen. Deine Interpretation, dass wir selbst die Macht haben, den „Krieg“ in uns zu beenden, ist ein so kraftvoller Gedanke.Vielen Dank dafür, alles Liebe Anika

    1. Hellohoo, liebe Anika, leider ist es tatsächlich so, dieser Kampf ist überall zu spüren und leider scheint der schwarze Wolf meist die Nase vorn zu haben. Dabei wäre es so einfach, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt. Wenn jeder den weißen Wolf in sich füttert, hätte das große Ganze keine Chance, egal wie dunkel es erscheint. Ich danke dir so sehr für deine Worte und hoffe, du hast eine richtig gute Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  12. Hallo Mirli. Deine Meinung zu „Experten“, die Kunst bis zur Bedeutungslosigkeit zerlegen, fand ich köstlich – warum kann man ein Zitat oder ein Bild nicht einfach wirken lassen? Die Wolfsparabel hat für mich heute eine ganz neue Dimension bekommen, da ich das Gefühl habe, dass wir uns als Gesellschaft gerade in einem gefährlichen Ungleichgewicht befinden. Großartige Interpretation, danke dafür und ganz liebe Grüße Claudia

    1. Hellohoo, liebe Claudia, ganz ehrlich, ich frage mich das jedes Mal. Weshalb muss generell immer alles eine Bedeutung haben. Manche Dinge sollen einfach nur ein gutes Gefühl vermitteln, als ob das nichts ist. Leider muss ich dir zustimmen, für mich fühlt es sich ganz genauso an, als ob die Gesellschaft in ein Ungleichgewicht geraten ist und es mittlerweile fast unmöglich scheint, das auszubalancieren. Ich danke dir für deine Worte und grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  13. Schönen guten Morgen Mirli. Dass du die Wolfsparabel genau jetzt geteilt hast, passt so gut in unsere Zeit, in der jeder nur noch mit dem Finger auf andere zeigt. Dein Appell, dass jeder Einzelne die Macht hat, alles zu verändern, ist das, was ich mir heute für die Zukunft mitnehme. Es ist ein täglicher Kampf, das stimmt, aber er ist es wert – besonders wenn man sieht, wie viel „Futter“ für den schwarzen Wolf uns heute medial entgegengeschleudert wird. Danke und liebe Grüße Bea

    1. Auch dir einen schönen guten Morgen, liebe Bea, ich wünschte, diese Parabel wäre gerade nicht so aktuell, aber ich fürchte, sie wird sogar immer aktueller. Ich stimme dir absolut zu, gefühlt schaut jeder nur mehr auf den anderen, was der alles falsch macht, als im eigenen Garten zu rächen. Ich bin fix der Meinung, dass jeder sein Schicksal selbst in der Hand hat. Vielleicht können wir nicht alles beeinflussen, aber wir entscheiden immer selbst, wie wir mit den Gegebenheiten des Lebens umgehen. Ja, es ist ein täglicher Kampf, aber der einzige, den wir wirklich führen sollten. Ich grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  14. Mirli, .. wieder einmal ein Beitrag, der mich mitten ins Herz getroffen hat, denn diese Geschichte ist wie eine Landkarte für den Alltag. Dass du so treffend analysierst, wie wir uns in den sozialen Medien oft mit dem Füttern des schwarzen Wolfs (durch Neid oder falsche Vergleiche) selbst schaden, ist ein so wichtiger Punkt. Man muss sich täglich aktiv für das Licht entscheiden, das stimmt absolut. Du bist für mich ein leuchtendes Beispiel für jemanden, der bewusst versucht, den weißen Wolf zu stärken. Hab eine schöne Zeit mit viel Friede und Zuversicht, alles Liebe Anne

    1. Ahhh, ich mag diese Anschauung, dass diese Geschichte wie eine Landkarte für den Alltag ist, und am besten nutzen wir sie täglich, um nicht die Orientierung zu verlieren, was leider viel zu schnell passieren kann, geht mir doch nicht anders, auch wenn ich immer besser werde. Ich danke dir so, so sehr für deine Worte, liebe Anne, und wünsche dir genauso viel Frieden und Glück, alles Liebe, x S.Mirli!

  15. Hallo Mirli! Die Geschichte ist zeitlos und durch deinen Kommentar zur aktuellen Gesellschaftsform fühlt sie sich heute dringlicher an als je zuvor. Ich finde es spannend, dass du so offen über die Schattenseiten schreibst, denn auch diese gehören zum Menschsein dazu, solange sie nicht das Kommando übernehmen. Dein Text ist eine Einladung, heute mal ganz bewusst nur das „gute“ Futter zuzulassen. Ich wünsche dir viele schöne weiße Wolf-Momente, liebe Grüße Isi

    1. Hellohoo, liebe Isi, ich mag gerade solche Geschichten, die schon so lang Bestand haben, aber gefühlt immer noch aktueller werden. Obwohl man sich bei so manchem Thema wünschte, dass es anders wäre. Dass es nicht mehr notwendig wäre, sich immer wieder daran zu erinnern, was wirklich zählt. Und ja, der schwarze Wolf gehört genauso zu unserem Leben dazu, die Balance ist der Schlüssel zu allem. Ich danke dir für deine so lieben Worte und schicke dir ganz liebe Grüße zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  16. Liebe Mirli. Danke für diesen Beitrag, der heute mal wieder genau die richtige Balance zwischen Tiefe und Alltagsbezug getroffen hat. Ich glaube, wir unterschätzen alle unsere Macht, durch unser eigenes Handeln ein bisschen mehr Licht in die Welt zu tragen. Dein Text hat mich heute daran erinnert, dass wir nicht machtlos sind, sondern jeden Tag die Wahl haben. Ich fange jetzt gleich mal an, den weißen Wolf zu füttern und wünsche dir einen wunderschönen Tag, liebe Grüße Sandra

    1. Ich danke dir für deine Worte, liebe Sandra. Ja, ich sehe es ganz genau wie du, wir unterschätzen, wie viel Macht wir eigentlich besitzen, dass wir alles verändern können, wenn wir uns nur endlich auch dafür einsetzen würden. Es macht schon Sinn, sich jeden Tag neu daran zu erinnern. Und ich schließe mich dir gleich an und gehe Futter für meinen weißen Wolf suchen. Allerliebste Grüße zu dir zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  17. Schönen guten Morgen Mirli, dein Vergleich, dass der schwarze Wolf mit kugelrundem Bauch durch unser aller Leben prescht, hat mich heute beim Lesen zum Lachen und Nachdenken zugleich gebracht. Es ist ein täglicher Balanceakt, das stimmt, aber genau dafür sind solche Parabeln wie diese da – um uns aus unserem Trott zu reißen. Ich versuche heute mal ganz bewusst, nur das Gute zu nähren, auch wenn es manchmal schwerfällt. Schönen Humpday dir, Schöne Grüße Franzi

    1. Dir ebenso einen schönen guten Morgen, liebe Franzi, ich fühle das so sehr nach, ab und zu fällt es wirklich schwer, den weißen Wolf zu füttern und dem schwarzen keine Beachtung zu schenken, aber der tägliche Kampf zahlt sich aus. Einfach immer wieder ins Bewusstsein rufen, ich glaube, das würde vieles ändern. Ich wünsche dir gutes Gelingen bei deinem Versuch und grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  18. Liebe Mirli! Danke für diesen Beitrag, denn manchmal braucht man genau diese einfachen Bilder, um im Kopf wieder klar Schiff zu machen. Deine Analyse, warum uns der schwarze Wolf so oft im Griff hat, ist so scharfzüngig und ehrlich. Wir sind oft Sklaven unserer eigenen Emotionen, statt ihre Meister zu sein. Dass du dich nicht von irgendwelchen Experten beirren lässt, die Kunst totanalysieren, finde ich super – lass uns die Dinge einfach fühlen, so wie du es vorschlägst. Vielen Dank und liebe Grüße Tamara

    1. Liebe Tamara, genau so ist es, auch wenn es sehr simpel dargestellte Bilder sind, ich glaube, wir brauchen alle in regelmäßigen Abständen so einen Weckruf, um uns wieder daran zu erinnern, was die eigentlichen Dinge sind, die zählen. Es wäre so einfach, wenn da nicht dieser schwarze Wolf wäre, aber wir haben es wirklich selbst in der Hand. Ich danke dir für deine Worte und grüße dich ganz lieb zurück, alles Liebe, x S.Mirli!

  19. Hallo Mirli, dein Text heute ist für mich ein echter Weckruf, um mal wieder innezuhalten und zu gucken, wen ich eigentlich gerade füttere. In Deutschland merkt man gerade so stark, wie die Gesellschaft in diese beiden Gruppen zu driften scheint, da ist deine Botschaft über die Macht des Einzelnen so wichtig. Ich werde versuchen, heute mal ganz bewusst auf die kleinen Dinge zu achten, die meinen weißen Wolf stärken. Ich wünsche dir noch eine schöne Woche, alles Liebe Samira

    1. Hellohooo, liebe Samira, bei uns ist es leider nicht anders, wenn man sich auf der Straße so umblickt. Oder einfach auch nur zuhört, da frage ich mich manchmal schon, wohin sich das noch entwickeln wird. Es ist allerhöchste Zeit, etwas zu ändern. Ich glaube, es schadet nie, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, was wirklich zählt. Ich wünsche dir ebenso noch eine wunderschöne restliche Woche, alles Liebe, x S.Mirli!

  20. Guten Morgen Mirli. Dein Kommentar zu den „seltsamen Experten“, die alles zerreden müssen, hat mir heute so gut gefallen, weil ich diese Leute auch nicht ausstehen kann! Die Parabel erinnert mich daran, dass wir selbst die Gärtner unserer inneren Welt sind – und Unkraut wächst nun mal schneller als die Blumen. Wir müssen jeden Tag neu entscheiden, wo wir unsere Energie investieren. Ein schöner und nachdenklicher Beitrag für den Start in den Mai, schöne Grüße Rita

    1. Guten Morgen, liebe Rita, ich mag deine Metapher sehr, dass wir selbst die Gärtner sind, die die Landschaft um uns herum gestalten. Das ist ein wunderschönes und so passendes Bild, das du zeichnest. Vor allem, dass das Unkraut schneller wächst als Blumen, besser kann man die aktuelle (Welt)Lage nicht beschreiben. Ich danke dir für diese so treffenden Worte und wünsche dir ebenso einen richtig schönen Start in den Mai, alles Liebe, x S.Mirli!

  21. Hallo Mirli! Danke für diese wunderbare Erinnerung an das Wesentliche, denn in unserer lauten Welt vergisst man oft, dass das Futter für den weißen Wolf in der Stille liegt. Es ist faszinierend, wie du die Parabel auf die heutige Gesellschaft überträgst, ohne dabei belehrend zu wirken. Das ist eine Geschichte, die ich mir sicher heute noch zweimal durchlesen werde. Danke und ganz liebe Grüße Vroni

    1. Hellohooo, liebe Vroni, ich fürchte, in den Klauen des Alltag und bei all diesem Weltgeschehen vergessen wir alle viel zu oft den weißen Wolf zu füttern. Ich mag diese Geschichte so sehr, weil sie einen wieder ans Wesentliche erinnert. Ich wünsche dir eine wundervolle Wochenmitte, alles Liebe, x S.Mirli!

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