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Gruß vom Osterhasen

Meine Lieben, bevor wir hier mit irgendetwas beginnen, möchte ich euch erst einmal ein frohes Osterfest wünschen, einen braven, großzügigen und leicht vergesslichen Osterhasen, dem ständig entfällt, dass er euch schon etwas versteckt hat, weshalb euch eventuell ein paar mehr Osternester erwarten als gedacht. Ich wünsche euch also offensichtlich ein von Burnout geprägtes Osterfest vor lauter „Osternestersuchen“.
Und wenn wir sowieso schon von Ostergeschenken reden, dann springe ich besagtem Osterhasen gleich noch zur Seite (wie oft kann man eigentlich das Wort „Ostern“ in einem Satz verwenden?), denn eventuell habe ich hier auf dieser Seite auch noch zwei kleine Nester versteckt. Wer weiß das schon so genau … Was ich aber auf alle Fälle weiß, ist, dass ich euch heute für diesen besonderen Tag ein paar Leseminuten schenke, denn ich teile exklusiv mit euch die ersten Kapitel meines neuen Romans „Lesenwalzer“. Viel Spaß mit Julia in Wien und wir lesen uns natüüüürlich gleich noch einmal …

Prolog

Julia – 15 Jahre

Oh mein Gott, hast du das gesehen?«
Ehrfürchtig und mit offenem Mund stand ich da und traute mich nicht zu blinzeln, denn ich hatte Angst, dass sich, wenn ich auch nur für den Bruchteil einer Sekunde meine Augen schließen würde, dieser Moment in Luft auflösen würde. Egal was ich dafür tun müsste, ich würde alles geben, um diesen Augenblick festhalten zu können. Es war magisch. Es war vollkommen. Es war wie in meiner Lieblingsserie, die mich »das Monster« so gut wie nie ansehen ließ. Oder wie in einem Hollywoodfilm.
Der volle Mond spiegelte sich auf der glatten Oberfläche des Wassers. Der See, der sich vor mir ausbreitete, glitzerte wie ein Diamant, schnitt durch die Schwärze, gab die Unendlichkeit wieder. Das Bild des Mondes tanzte auf der Oberfläche und zog mich in seinen Bann. Aber nicht nur der Vollmond tanzte. Lauter winzig kleine Monde wirbelten um mich herum. Als ob all die Sterne vom Himmel gekommen wären, um mit uns eine Party zu feiern. Unzählige leuchtende Punkte schwirrten durch die schwarze Nacht. Mit weit ausgebreiteten Armen drehte ich mich immer wieder im Kreis. Meine Augen brannten wie Feuer, da ich sie seit gefühlten Stunden offen hielt, aber ich wollte sie nicht schließen. Nicht blinzeln. Ich konnte nicht. Als ob ich, wenn ich die Augen nur lang genug offen hielte, die Zeit anhalten könnte.
Seit Jahren hatte ich sie nicht mehr gesehen. Sie waren selten geworden, die Glühwürmchen meiner Kindheit. Selten, und die letzten Jahre unerreichbar für mich. Genauso wie diese glücklichen Tage als Vierjährige, als die Welt für mich noch in Ordnung schien.
Schon als Kleinkind war mein Papa mit mir hierhergekommen. Der Neusiedlersee. Der Ort meiner Kindheit. Der Ort meiner unschuldigen Kindheit. Stundenlang hatte ich im Wasser getobt. Mein Papa hatte mich immer wieder in die Höhe geworfen und dann in die Tiefe eintauchen lassen. »Meine kleine Meerjungfrau« hatte er mich dabei genannt. Das Wasser war mein Element gewesen und mein Papa mein größter Held. Ich hatte geglaubt, er würde mich vor allem und jedem beschützen. Bis ich aufgewacht war und erkennen musste, dass es Helden nur in den von mir so geliebten Serien und Filmen gab und mich mein persönlicher Ritter vor dem größten Monster nicht beschützt hatte – meiner Mutter. Genau genommen beschützte er mich heute vor überhaupt nichts mehr, aber das war ein ganz anderes Thema.
Doch in diesem Augenblick war mir das egal. Hier in dieser magischen Welt gab es keine Monster und ich brauchte auch keinen Papa, der mich beschützte, denn ich hatte meinen wahren Helden, meinen strahlenden Ritter gefunden, der mich, und das wusste ich ganz fest, niemals verlassen und im Stich lassen würde.
Langsam ließ ich die Arme sinken, blieb stehen, drehte mich um und sah in sein Gesicht. In das Gesicht des Menschen, der die letzten Wochen über alles für mich geworden war. Max blickte zurück und schaute mir so tief in die Augen, dass die Welt um mich herum stehenblieb. Selbst die wild umherschwirrenden Glühwürmchen hielten inne. Als ob sie uns beobachteten, die Luft anhielten und spürten, dass dieser Moment etwas ganz Besonderes war.
»Du siehst ja gar nicht hin«, flüsterte ich. Auch Max blinzelte nicht, sah mir nur weiter in die Augen. Sein rechter Mundwinkel zuckte, wanderte beinahe unmerklich nach oben, während seine Stimme sanft erklang. Es fühlte sich an, als ob jedes Wort meine Wange streichelte:
»Ich sehe alles, was ich sehen muss.«
Mein Herz polterte so laut, dass ich nur hoffen konnte, er würde es nicht hören. Das wäre mir furchtbar peinlich. Ich war so unerfahren. All das fühlte sich fremd und ungewohnt an, wie Max jetzt nach meinen Fingern griff und sie mit seinen warmen, großen Händen umschloss. Aber gleichzeitig hatte ich mich auch noch nie so zu Hause gefühlt, so sicher und so am richtigen Platz. Seine Hände hielten die meinen fest. Max Daumen strich sacht über die Innenseite meines Handgelenks und ich fühlte dieses sanfte auf und ab Fahren bis in die kleinste Zelle. Auf meinem Körper breitete sich Gänsehaut aus. Sanft blies die warme Augustluft über die aufgestellten Härchen meiner Arme. Es war noch immer viel zu schwül, obwohl die Sonne bereits lang untergegangen war. Es war eine dieser Sommernächte, in denen man meinte, alles könne geschehen. Das luftige, hellgelbe Kleid flatterte um meine Beine und meine blonden, langen Haare klebten feucht und verschwitzt in meinem Nacken. Doch das alles nahm ich nur am Rande wahr, denn für mich gab es nur Max und diesen Augenblick.
Max lebte in München und verbrachte den Sommer bei seiner Großmutter in Wien. Er war bereits siebzehn, würde im nächsten Jahr den Führerschein machen und die Schule abschließen. Dagegen kam ich mir mit meinen fünfzehn Jahren vor wie ein Kind. Dank des Monsters bekam ich außer der Schule und meinem kleinen Zimmer nicht viel zu sehen. Wobei, eigentlich bekam ich mehr zu sehen als so manch anderer in meinem Alter. Ich wusste zum Beispiel, welches die billigste Wodkamarke war. Ich hatte gesehen, wie viel eine erwachsene Frau davon trinken konnte, bis sie bewusstlos wurde, und ich hatte erfahren müssen, dass die schmierigen Typen, die meine Mutter mit nach Hause brachte, kein Problem damit hatten, ihre minderjährige Tochter mit Blicken auszuziehen. Dafür hatte mich meine Mutter, seit mein Papa uns verlassen hatte, nie mehr umarmt oder ein nettes Wort für mich übriggehabt. Wann ich mit ihr das letzte Mal meinen Geburtstag gefeiert hatte, wusste ich schon überhaupt nicht mehr und von Taschengeld zum Shoppen, für Schminke oder Kinobesuche konnte ich nur träumen.
Dafür hatte ich eine Marie. Marie war meine beste Freundin und ihre Mutter so etwas wie eine Ersatzmutter für mich. Trotzdem führte ich ein vollkommen anderes Leben als sie oder die Mädchen in meiner Schulklasse und das ließen mich meine Mitschüler jeden Tag spüren, denn die Jungs, die sahen mich nicht anders an als die zahllosen Bekanntschaften meiner Mutter, weshalb mich die Mädchen nur umso mehr hassten.
Vor diesem einen Sommer hatte ich mich seit Wochen gefürchtet. Die letzten Jahre war Marie mein Zufluchtsort gewesen und nicht selten hatte ich mich in ihren Armen ausgeweint. Aber die Sommerferien in diesem Jahr verbrachte sie mit ihrer Familie auf einer Alm in der Schweiz, da sich ihr Vater dort von einer schweren Lungenentzündung erholen sollte. Für mich bedeutete dies, dass ich meinen Zufluchtsort verloren hatte, wenn ich es zu Hause nicht mehr aushielt. Ich hatte keinen Menschen in meiner Nähe, dem ich vertraute und von dem ich wusste, dass ich ihm nicht egal war. Marie hatte keine Ahnung, wie wichtig sie mir war, dass sie mein sicherer Anker war, der mich davor bewahrte, im Nichts davonzutreiben.
Und dann war da plötzlich Max.
Er war in mein Leben gestolpert, als ich ihn am dringendsten gebraucht hatte. Vom ersten Tag an, als er mir mein Fahrrad nach einem Sturz aufgehoben und mein Knie verarztet hatte, war er mein Held, mein Beschützer und mein Alles. Er hatte nicht nachgefragt, warum ich von einem Fahrradsturz blaue Druckstellen um mein Handgelenk hatte. Er hatte auch nicht nachgefragt, warum meine Kleidung viel zu klein und ausgefranst war. Er hatte mir einfach nur geholfen und mir tröstend über die Wange gestreichelt.
Von Liebe auf den ersten Blick hatte ich bis zu diesem Tag nichts gewusst. Ja, natürlich, ich hatte in Büchern und Gedichten davon gelesen. Auch in meinen so geliebten Filmen hatte immer ein Blick genügt und »Happy End«, aber das reale Leben war anders – zumindest für mich.
Bisher.
Viele würden behaupten, in diesem Alter könne man von der Liebe auch noch überhaupt nichts wissen. Man könne mit fünfzehn Jahren noch nicht so stark fühlen. Doch was wussten die schon? Wenn das Herz so stark pochte, dass man meinte, es müsste jeden Moment platzen. Wenn man seit Wochen nicht mehr richtig essen konnte, da die Schmetterlinge im Bauch mehr Platz einnahmen, als es ein Wienerschnitzel jemals vermocht hätte. Wenn man keine Sekunde stillsitzen konnte, weil man das nächste Wiedersehen mit ihm nicht mehr erwarten konnte. Wenn einem plötzlich egal war, was einem das Monster alles an Gemeinheiten an den Kopf warf. Wie konnte jemand behaupten, man könne in diesem Alter noch nicht so stark fühlen, nicht so stark lieben? Für Max würde ich alles tun, alles geben und es wäre doch nie genug. Er war diesen Sommer meine Welt geworden und ich war mir unerschütterlich sicher, dass sich das niemals ändern würde und ich ihn für den Rest meines Lebens lieben würde. Egal ob mit fünfzehn, fünfundzwanzig oder fünfzig. Max war mein Alles, meine Gegenwart und meine Zukunft.
Sollten sie doch alle denken, was sie wollten.

Kapitel 1

Julia heute

Erschöpft kramte ich den Schlüssel aus meiner großen Handtasche hervor, sperrte die Eingangstür zu meiner Wohnung auf und kaum war ich über die Schwelle getreten, ließ ich dieselbe Tasche gemeinsam mit meinen Koffern zu Boden fallen und mich gleich mit dazu. Wer hatte noch mal behauptet, dass reisen etwas Großartiges wäre? Vielleicht, wenn man mit einem Privatjet von Karibikinsel zu Karibikinsel düst, aber bestimmt nicht, wenn man allein mit viel zu viel Gepäck reist und für eine eigentliche Kurzstrecke einen ganzen Tag braucht. Mir würde nie in den Kopf gehen, warum ich Unmengen für ein Ticket bezahlen und trotzdem eingepfercht wie in einer Sardinenbüchse reisen musste. So sehr ich meine langen Beine im Grunde mochte, in einem Flugzeug wünschte ich mir jedes Mal, ich wäre mindestens zehn Zentimeter kleiner – und mein Sitznachbar wüsste, wie man ein Deodorant benutzt.
Egal, jetzt war ich einfach nur froh, endlich zu Hause angekommen zu sein. Die letzten Wochen waren perfekt und wunderschön gewesen. Beinahe einen Monat hatte ich bei meiner besten Freundin in Irland verbracht. Meine süße, kleine Marie hatte es tatsächlich gewagt und ein neues Leben in ihrem Traumland begonnen. Auch wenn ich schon immer gewusst hatte, was in ihr steckt, hatte sie doch etwas länger gebraucht, um ihren Weg zu finden und ich wünschte mir von Herzen, dass sie endlich, nach allem, was sie die letzten Jahre hatte durchmachen müssen, ihr Glück fand.
Nach und nach musste ich die Eindrücke, die ich die letzten Tage und Wochen über gesammelt hatte, erst einmal verarbeiten und alles sacken lassen. Wenn ich ehrlich war, hatte ich noch überhaupt nicht abreisen wollen. Ich hatte nicht zurück in die Realität gewollt. Aber langsam wurden meine Ersparnisse knapp und nachdem ich für mein Leben gerne aß – was man mir zum Glück nicht ansah – und auf meine Flohmarkt-Shoppingtouren ebenfalls nicht verzichten wollte, musste ich mir langsam etwas einfallen lassen. Vielleicht war es nicht die beste Idee gewesen, meinen Job ohne neue Perspektive zu kündigen, doch Marie hatte mich gebraucht und wenn ich in meinem bisher neunundzwanzigjährigen Leben etwas gelernt hatte, dann das, dass ich mir von niemandem auf der Nase herumtanzen ließe, dass ich mit Vorschriften so meine Probleme habe, ebenso wie mit Respekt Vorgesetzten gegenüber, und das Wichtigste, wenn meine Freunde mich brauchten, war ich für sie da, egal welches Opfer es kostete. Besagtes Opfer war in diesem Fall gewesen, dass ich meinen Job hingeschmissen hatte, nachdem mir mein Urlaubsantrag nicht genehmigt worden war, ich allerdings so schnell wie möglich zu Marie nach Irland musste. Zugegebenermaßen hatte es bisher immer einen Grund gegeben, dass ich keinen Job länger als ein paar Monate hatte halten können – oder hatte halten wollen. Mir wurde einfach schnell langweilig. Ich war nicht dafür geschaffen, von morgens bis abends in einem Büro zu sitzen und stumm Befehle zu befolgen. Leider war mir allerdings auch nicht klar, was ich stattdessen tun wollte. Die Menschen, die mich liebten, nannten mich Lebenskünstlerin, die anderen meinten eher, ich sollte langsam einmal erwachsen werden. Was mich diese Leute konnten, brauche ich wohl nicht zu betonen.
Langsam rappelte ich mich hoch und wischte mir den Schweiß von der Stirn. Der Sommer in Irland war herrlich gewesen. Wir hatten Glück mit dem Wetter gehabt und mehr Sonnenstunden abbekommen, als ich es mir von der grünen Insel erwartet hätte. Immerhin hat Irland einen gewissen Ruf, was das wechselhafte und feuchte Wetter angeht. Auf alle Fälle war es nie so drückend heiß wie jetzt im August hier in Wien. Die Luft war schwül und schwer. Die Gebäude und der Asphalt multiplizierten die sowieso schon sengende Hitze des Spätsommers und machten jeden Schritt und jeden Atemzug zu einem Kraftakt. Nachdem die letzten vier Wochen niemand meine von mir heiß geliebte Altbauwohnung gelüftet hatte, glich sie einer Sauna. Die Luft roch stickig und abgestanden. Über die knarzenden Dielen lief ich durch die Wohnung und öffnete ein Fenster nach dem anderen. Die langen, weißen Vorhänge bauschten sich im Sog.
Es gab nicht viel auf dieser Welt, das ich mehr liebte als diese Wohnung. Zuvor hatte ich mich noch nirgendwo richtig zu Hause gefühlt. Nicht einmal am Ort meiner Kindheit. Ganz besonders nicht am Ort meiner Kindheit. Sobald ich die Schule abgeschlossen hatte, war ich aus dem Gefängnis, zu dem meine Mutter unser Zuhause gemacht hatte, geflüchtet, und hatte mal hier und mal dort übernachtet. Maries Sofa in ihrer Studentenbude war einem Zuhause noch am nächsten gekommen. Immer wieder hatte sie mich gebeten, ich sollte bei ihr einziehen. Warum ich das damals nicht gewollt hatte, konnte ich nicht genau erklären. Oder vielleicht konnte ich es ja doch. Marie war ein Engel. Marie war zu gut für diese Welt und ich, ich war es nun mal nicht. Nicht, dass ich selbst ein Problem mit mir hätte, ganz im Gegenteil. Aber mein bisheriges Leben hatte mich abgestumpft und hart gemacht. Viel zu oft war ich benutzt, hintergangen und verlassen worden. Eindeutig einmal zu oft und so etwas hinterlässt Spuren und in meine dunkle Welt wollte ich Marie nicht mit hineinziehen. Vor allem nicht Marie. Ich konnte an einer Hand abzählen, wem ich uneingeschränkt vertraute. Eigentlich brauchte ich dazu nur einen Finger – besagte beste Freundin, die nun ihr Glück in Irland suchte.
Es hatte noch eine weitere Person gegeben, für die ich mein letztes Hemd gegeben hätte, meinen besten und stockschwulen Freund Lukas. Aber auch er hatte mich verlassen. Wie sehr ich unsere Partynächte vermisste, wenn wir uns gegenseitig Männergeschichten um die Ohren gehauen hatten und über selbige ausgiebig hergezogen waren. Und dann war er mir in den Rücken gefallen und hatte sich unsterblich verliebt und das ausgerechnet in einen Südamerikaner, der damals in Wien studiert hatte. Kaum war der Abschluss in der Tasche, hatte er sich meinen Lukas geschnappt und gemeinsam mit ihm das Land verlassen. Vielleicht lag es doch an mir, dass jeder die Flucht ergriff? Zumindest ein Gutes hatte es allerdings, dass Lukas einfach so gegangen war. Er hatte mir seine Wohnung überschrieben, die er von seiner Großmutter geerbt hatte. Er lebte jetzt sein aufregendes Leben in Buenos Aires und ich hatte endlich ein Zuhause. Diese Dreizimmerwohnung im Herzen von Wien war ein Juwel. Ich selbst könnte mir so eine Wohnung niemals leisten. Doch sie gehörte nun mir und niemand konnte sie mir jemals wieder wegnehmen. Noch nie zuvor hatte ich etwas von Wert besessen, deshalb war dieser Ort mein Heiligtum und ich würde Lukas schon allein deshalb ewig in meinem Herzen behalten.
Seufzend ließ ich mich auf die cognacfarbene Ledercouch sinken und sah mich in meinem Wohnzimmer um. Der sanfte Wind spielte nach wie vor mit den langen, dünnen Vorhängen und ich betrachtete lächelnd mein Reich. Meine Einrichtung bestand aus ausgesuchten Flohmarktmöbeln und modernen Stücken aus dem schwedischen Möbelhaus. Gerade dieser Kontrast zwischen Neuem und Altem machte das Besondere meines Zuhauses aus. Naturtöne zogen sich durch alle Zimmer. Braun und Gold überwogen, ebenso wie beige und schwarze Akzente. Verschiedene Kunstdrucke und alte Fotografien in goldenen Rahmen und Holzrahmen zierten die Wände. Da sich inzwischen zu viele davon angesammelt hatten, stapelte ich sie teilweise nur noch am Boden an die Wand gelehnt. Mein Fernsehschrank und die Anrichte im Stil der Siebzigerjahre waren meine liebsten Fundstücke. Liebevoll hatte ich sie selbst restauriert und gemeinsam mit den großen Topfpflanzen, die meine Abwesenheit mehr schlecht als recht überlebt hatten, und dem hellen, weichen Teppich machten sie dieses Wohnzimmer zu einer Wohlfühloase. Zu meinem Rückzugsort.
Auf der Anrichte stand das wahrscheinlich zweitwichtigste Teil, das ich besaß: mein Plattenspieler. Ihn hatte ich ebenfalls auf einem Flohmarkt gefunden, genauso wie unzählige Schallplatten. Auch wenn es heute bestimmt praktischere Möglichkeiten gibt, um Musik zu hören – eine Platte andächtig aus der Hülle zu ziehen, auf den Plattenspieler zu legen und die Nadel vorsichtig zu platzieren, das ist Magie. Und wenn dann die ersten Töne durch den Raum schallen, wer will da wirklich noch digitalen Schwachsinn hören?
Während ich so dasaß und zufrieden vor mich hin lächelte, breitete sich trotzdem eine Unruhe in mir aus. Dieses Gefühl begleitete mich, seit ich die Kündigung auf den Tisch meines ehemaligen Vorgesetzten geknallt hatte. Genau genommen begleitete mich diese Unruhe bereits mein ganzes Leben lang und so sehr ich die Stille meiner Wohnung liebte, so sehr machte sie mich in diesem Augenblick wahnsinnig, da mein Kopf nicht aufhören wollte zu rattern. Ich musste raus. Ich konnte und wollte an diesem Abend nicht allein sein und wie es der Zufall so will, hatte ich am Weg vom Flughafen in meine Wohnung einen Flyer in die Hände gedrückt bekommen, der mich über die Eröffnung eines neuen Clubs in der Innenstadt informieren sollte und der sich, wenn man dem Internet Glauben schenken durfte, in kürzester Zeit zur ersten Fortgeh-Adresse Wiens gemausert hatte.
Erneut rappelte ich mich auf, zerrte meine Koffer ins Schlafzimmer, ließ den größten davon auf mein Messingbett fallen, öffnete ihn und fand sofort, was ich gesucht hatte: Waschbeutel, Schminktasche, schwarze Jeans, hochhackige Boots und ein schwarzes Tanktop. Somit stand das Outfit für diesen Abend fest und ich schlenderte, meine letzten Kraftreserven mobilisierend, Richtung Badezimmer.
Nachdem ich diesen Tag wortwörtlich von mir abgewaschen und das prickelnde Wasser der Dusche mir tatsächlich neue Energie eingehaucht hatte, legte ich leichtes Make-up auf, betonte vor allem meine Augen, band meine langen, blonden Haare zu einem zerzausten Pferdeschwanz zusammen und kaum war ich in meine hautengen Jeans und die restlichen Kleidungsstücke geschlüpft, verließ ich schon wieder die Wohnung, in die ich erst vor einer Stunde heimgekehrt war.
Es war Freitagabend, eine schwüle Sommernacht, und halb Wien war auf den Beinen. Zumindest all jene, die nicht gerade am Hausmeisterstrand in Caorle Cocktails schlürften oder um die Erdkugel jetteten. Einheimische Partylustige vermischten sich mit den unzähligen Touristen, alle mit demselben Ziel vor Augen: eine feuchtfröhliche und unvergessliche Nacht in Wien zu erleben. Da meine Wohnung ebenso wie besagter Club im ersten Bezirk angesiedelt war, konnte ich locker zu Fuß dorthin gelangen und dieser kurze Fußmarsch war genau das, was ich gebraucht hatte. Meine hohen Schuhe klackerten bei jedem Schritt auf dem Kopfsteinpflaster. Langsam setzte ich einen Fuß vor den anderen. Nicht, weil ich Probleme hatte, in hohen Schuhen zu gehen, wahrscheinlich könnte ich sogar einen Berg damit besteigen. Nein, das war bestimmt nicht der Grund. Doch ich war einen Monat unterwegs gewesen und inhalierte dieses einmalige Gefühl, wieder zu Hause zu sein und durch mein geliebtes Wien zu spazieren. Jeder Sommer in dieser Stadt war etwas Besonderes. Zwar war ich in meinem Leben noch nicht viel herumgekommen, aber kein Ort der Welt wäre mit meiner Heimatstadt zu vergleichen, darin war ich mir sicher. Obwohl bestimmt viele Wiener anderer Meinung waren, liebte ich gerade diesen ersten Bezirk. Dank Massentourismus waren hier vor allem am Wochenende kaum noch Einheimische anzutreffen. Besucher aus aller Welt überschwemmten die zahlreichen Gassen und Hinterhöfe. Trotzdem wusste ich, wo ich entlanggehen musste, um ganz in mein Wien eintauchen zu können. Allein. Nur ich und jahrtausendealte Geschichte. All diese prachtvollen Gebäude und ehemaligen Stadtvillen – jeder Stein, jeder Ziegel, jede schwere, hölzerne Haustür erzählte davon. Wenn ich stehen blieb und die Augen schloss, hörte ich in der Ferne die Hufe eines letzten Fiakers, der noch seine Runden drehte, ich hörte Lachen und leise Musik aus einem der zahlreichen geöffneten Fenster, die ein wenig Kühle in die Wohnungen locken sollten.
Ich hatte Zeit und lehnte mich an die von der Sonne tagsüber erwärmte Wand eines Wohnhauses und sog diesen Moment in mich auf. Ja, jetzt war ich endgültig wieder zu Hause angekommen.
Wenn mich meine Gedanken nicht in Ruhe lassen wollten, wenn mich das Leben erneut, wie ich es seit meiner Kindheit gewohnt war, mit Gewalt daran erinnerte, dass das Schicksal immer dann zuschlug, wenn man es am wenigsten erwartete, wenn genau dieses Schicksal mich wieder und wieder in die Knie zwang, dann spazierte ich seit meiner Jugend einfach drauflos. Ich war ein Stadtkind und mitten zwischen Beton am Stadtrand von Wien großgeworden, deshalb kannte ich es nur so und wollte es auch nicht anders haben. Wäre ich am Land aufgewachsen, wäre wahrscheinlich der Wald dieser Zufluchtsort. Für mich waren es aber schon immer die verschlungenen Straßen und Gassen Wiens. Hier war ich zu Hause und während die Wohnung meiner Mutter nie ein Rückzugsort für mich gewesen war, die Straßen der Altstadt waren es schon immer. Diese Steine hatten Kriege überstanden, hatten Leid und Freud gesehen, hatten Unwetter, Hitze und eisiger Kälte getrotzt und sich nie verändert. In meiner Wohnung hatte ich unzählige alte Fotoaufnahmen von Wien hängen. Die Zeit hatte sich gewandelt, die Welt drehte sich unaufhörlich weiter, aber Wien, Wien hatte sich sein Stück Geschichte und das Altehrwürdige bewahrt. Niemals könnte ich mir vorstellen, an einem anderen Ort zu leben. Auch wenn es einmal eine Zeit gegeben hatte, in der ich noch ganz anders dachte.

Kapitel 2

Julia – 15 Jahre

Zitternd lag ich auf der weichen Decke, die Max auf der kleinen Lichtung, versteckt zwischen Sträuchern und Geäst, ausgebreitet hatte. Nervös krallte ich die Finger in die weiche Decke unter mir und kniff die Augen zusammen.
»Julia, mach deine Augen auf. Sieh mich an.«
Blinzelnd öffnete ich meine Lider und hörte augenblicklich zu zittern auf, meine Finger lösten sich aus der Verkrampfung, denn sobald ich in Max Gesicht sah, fühlte ich mich sicher. Das war jeden Tag, jede Minute und jede Sekunde der letzten Wochen so gewesen. Sanft strich er mir eine Strähne, die sich aus meinem Zopf gelöst hatte, aus dem Gesicht. Der Junge, der meine Welt war, lächelte mich voller Ehrfurcht an.
»Du musst keine Angst haben, Julia! Wir müssen das nicht tun.«
Was, wovon sprach er da? Dachte er etwa, ich hätte Angst vor ihm? Vor ihm? Nichts könnte ferner meiner Gefühle sein als das. Ja, ich zitterte am gesamten Körper, ich war nervös, aber nicht aus dem Grund, den er annahm. Max würde mir niemals wehtun, ich war mir in nichts so sicher wie darin. Doch er war beinahe achtzehn, ich wusste, dass er schon mit einigen Mädchen geschlafen hatte. Bestimmt waren diese Mädchen wunderschön und erfahren gewesen. Ich hingegen war noch Jungfrau. Mich hatte noch nie jemand nackt gesehen, schon gar kein Junge, und meine Mutter hatte mir oft genug gesagt, wie hässlich ich war. Dass ich besser für die Schule lernen sollte, denn mich würde sowieso nie jemand haben wollen. Auch meine Mitschüler hänselten mich, nannten mich Bohnenstange. Ich war nun mal größer als andere Gleichaltrige, meine Beine waren bereits jetzt endlos lang. Dafür war für meine Brüste offensichtlich kein Wachstumsgen übrig geblieben. Im Turnunterricht schämte ich mich, wenn wir uns in der Gemeinschaftsumkleide umziehen mussten. Den BH, den mir Marie geschenkt hatte, füllte ich kaum aus. Mir war das immer egal gewesen. Ich hatte gelernt, mit Beleidigungen und Schmerz umzugehen. Beides gehörte zu meinem Leben. Vielleicht sollte es nicht so sein, aber für mich war es Realität. Für mich war es mein Alltag. Mein Leben. Aber heute und hier war es mir nicht egal. Max sollte mich schön finden. Ich wollte so sein wie die Mädchen in München, in die er sich verliebt hatte. In meinem Kopf waren sie perfekte Wesen mit langen, glänzenden Haaren, gebildet, hatten die halbe Welt bereist. Wie sollte ich mit ihnen mithalten können?
Doch kaum sah ich in Max Augen, vergaß ich meine Unsicherheiten. Voller Erstaunen schaute er mich an. Noch nie hatte mich jemand so voller Liebe angesehen. Nein, vor ihm hatte ich keine Angst. Fast unmerklich nickte ich mit meinem Kopf – und er verstand. Max sollte mein Erster sein. Er war perfekt, dieser Ort war perfekt, dieser Moment war perfekt. Über uns wäre nur der Mond Zeuge dessen, was gleich geschehen würde.
Voller Zärtlichkeit und fast wie in Zeitlupe streifte mir Max vorsichtig meine Unterwäsche vom Körper. Nach jedem Kleidungsstück hielt er inne, betrachtete mich, atmete immer schneller ein und aus. Ein und aus. Auch er zitterte, als er sich seine Boxershorts von den Beinen schob. Egal wie viel Erfahrung er schon hatte, ihn ließ dieser Moment auch nicht kalt. Als er seinen nackten Körper auf meinen nackten Körper legte, war alle Unsicherheit verflogen. Noch nie in meinem bisherigen Leben hatte sich etwas so angefühlt. Wie eine weiche Decke fühlte es sich an. Wie eingehüllt in pure Sicherheit und Liebe. So musste sich Vollkommenheit anfühlen. Niemals sollte dieses Gefühl vergehen. Liebe von den Füßen bis in die Haarspitzen.
Geborgenheit. Einigkeit. Unendlichkeit.
In seinen Armen fühlte ich mich wunderschön. In seinen Armen fühlte ich Vollkommenheit. In seinen Armen war ich nicht mehr nur Julia, wir wurden zu Max und Julia.
Wir wurden eins.

Den Ruf des Kauzes warf die Tiefe des Waldes zurück. Unser Dach, bestehend auf Baumwipfeln und dichten Blättern, rauschte im sachten Wind der Sommernacht. Max hatte uns beide aneinandergeschmiegt in die Decke gehüllt. Er hielt mich fest. Immer wieder strich er meinen Rücken auf und ab. Auf und ab. Berührte meine Brüste. Fuhr mit dem Daumen über meine Unterlippe. Küsste meine Augenlider, meine Stirn und meine Lippen. Immer wieder meine Lippen.
»Ich habe mich noch nie so gefühlt wie mit dir, Julia! Was machst du nur mit mir?« Kaum hatte er zu Ende gesprochen, presste er seine Lippen fest auf meine. Als ob es gestern gewesen wäre, konnte ich mich bis ins kleinste Detail an unseren ersten Kuss erinnern. Es war in dieser magischen Nacht passiert, als wir mit Glühwürmchen am Seeufer getanzt hatten. Max war der erste Junge, der mich geküsst hat. Er war nun der erste Junge, mit dem ich geschlafen habe und er war der erste Junge, in den ich mich verliebt habe.
Ich löste meine Lippen von seinen. Sie waren so weich. Niemals würde ich genug davon bekommen, wie er mich hielt, wie seine Lippen über meine strichen.
»Max, ich … ich …« Ach, verdammt. Wieso fiel es mir so schwer, ihm zu sagen, was ich für ihn empfand? Beruhigend umfasste er meine Wange, strich mit dem Daumen meinen Kiefer entlang.
»Du kannst mir alles sagen, das weißt du doch.«
»Max, ich habe mich in dich verliebt. Ich liebe dich! … Du musst darauf nichts sagen oder genauso empfinden, ich wollte nur …«, doch weiter kam ich nicht, denn erneut presste Max seinen Mund leidenschaftlich auf meinen.
»Du dummes Mädchen, du!«, sprach er voller Liebe. Zwischen jedem einzelnen Wort küsste er mich zärtlich. »Seit ich dich das erste Mal gesehen habe, bekomme ich dich nicht mehr aus dem Kopf. Keine Ahnung, was du mit mir angestellt hast, so bin ich überhaupt nicht. Aber genau von diesem ersten Moment an wusste ich, dass ich mich zum ersten Mal verliebt habe. Seit diesem Augenblick weiß ich überhaupt erst, wie sich Liebe anfühlt. Das musst du doch wissen, Julia! Ich liebe dich. Ich liebe dich so sehr und werde niemals damit aufhören. Das verspreche ich dir.«
Eine Träne stahl sich aus meinem Augenwinkel.
Wenn man es nicht gewohnt war, dass Menschen einem mit Liebe begegneten, dann machten solche Worte einem Angst. Genauso wie selbst so zu fühlen. Doch als ich tief in Max Augen sah und auch seine Augen feucht wurden, wusste ich, dass ich, solange Max an meiner Seite war, immer geliebt werden würde, nie mehr einsam sein musste und mir die Welt nicht mehr wehtun konnte. An seiner Seite brauchte ich vor nichts und niemandem Angst zu haben. Den Rest meines Lebens wollte ich in seinen Armen liegen und wenn ich dafür zu ihm nach München abhauen und Wien den Rücken kehren musste, ich würde keine Sekunde zögern. Meine Mutter würde mich bestimmt nicht vermissen. Alles war mir egal, wenn ich nur bei ihm bleiben konnte.

Julia – heute

Trotz der tropischen Nacht fröstelte es mich und ich rieb mir über meine nackten Arme. Woher war das denn gerade eben gekommen? Seit Jahren hatte ich nicht mehr daran gedacht. Wobei, so ganz stimmte das auch nicht, aber seit Jahren hatte ich mich gegen diese Bilder gewehrt, hatte mir selbst verboten, daran zu denken. Noch heute waren diese Erinnerungen bittersüß. Wie dumm man mit fünfzehn doch war! Heute war ich zwar auch nicht klüger, aber zumindest was Männer anging, hatte ich dazugelernt. Liebe war etwas für Schwache, für Idioten. Zu glauben, man könne einem anderen Menschen uneingeschränkt vertrauen, war eine Illusion. Im Endeffekt dachte jeder Mensch als Erstes an sich. Und wenn »Mann« bekommen hat, was er wollte, dann war er schneller weg, als man bis drei zählen konnte. Aber man konnte Spaß mit ihnen haben, mit diesen Männern. Man konnte sich für ein paar Nächte nicht so einsam fühlen. Außerdem liebte ich die Bestätigung. Ich brauchte sie. Zu lang hatte ich mich minderwertig gefühlt, sogar hässlich. Erst später hatte ich begriffen, dass diese bösen Kommentare nur Neid waren. Heute war ich mir meines guten Aussehens bewusst und wusste auch, wie ich es zu meinem Nutzen einsetzen konnte. Vielleicht hört sich das arrogant an und eingebildet, aber eigentlich war es das genaue Gegenteil. Das Leben hatte mich dazu gezwungen. Es hatte mich dazu gemacht. Und heute spielte ich nur noch nach meinen Regeln. Für die wenigen Menschen, die mir wichtig wa- ren, würde ich sprichwörtlich durchs Feuer gehen. Für Marie, zum Beispiel, würde ich mein Leben geben. Wenn ein Mensch alles Gute dieser Welt verdient hat, dann war es sie und jeder, der sie verletzte, würde es mit mir zu tun bekommen. Für Gefühlsduselei fehlte mir die Zeit und Kraft. Die brauchte ich, um mich irgendwie durch dieses sogenannte Leben zu wurschteln. Ein bisschen verbittert hört sich das schon an, ich weiß. Aber wenn einem als Kind so schlechte Karten ausgeteilt wurden und man auch danach von genau den Menschen, denen man am meisten vertraut hatte, denen man einfach so sein Herz geschenkt hatte, aufs Schlimmste hintergangen worden war, dann verlernte man irgendwann, an das Gute zu glauben.
Alle sprachen immer von Karma und Schicksal und dass das Gute, das man austeilt, zu einem zurückfindet. Warum wurde dann meiner besten Freundin, dem liebsten Menschen, den es auf diesem Planeten gab, der Ehemann entrissen? Marie könnte nicht einmal eine Spinne töten, ohne dabei in Tränen auszubrechen. Warum musste ich also wochenlang an ihrem Krankenhausbett nach diesem schweren Unfall, der ihren Mann getötet hatte, auch um ihr Leben bangen? Nein, Karma und Schicksal waren Bullshit. Man musste schon selbst darauf schauen, dass man nicht zu kurz kam!
Doch nun Schluss mit diesen negativen Gedanken! Im Grunde war ich auch überhaupt nicht so pessimistisch. Ganz im Gegenteil. Ich liebte, was ich aus meinem Leben gemacht hatte. Ja, ich liebte mein Leben tatsächlich. Jede Gelegenheit, die sich mir bot, packte ich mit beiden Händen, denn wer konnte schon wissen, ob es nicht vielleicht die letzte war? Jede Gelegenheit ausgelassen zu sein, zu lachen, dieses Leben zu leben. Allerdings wartete am Rande dieser Gelegenheiten viel zu oft die Einsamkeit auf mich und gerade heute, nachdem ich über Wochen hinweg keine einzige Sekunde zum Nachdenken gehabt hatte, da immer dieser kleine irische Kobold um mich herum gewesen war, spürte ich besonders, wie allein ich war. Tja, das war der Preis, den man zahlen musste, wenn man niemanden zu nah an sich heranließ.
Kopfschüttelnd löste ich mich von der Hausmauer. Mir war warm, ich war durstig und ich brauchte Musik, um diese dunklen Gedanken und Erinnerungen zu übertönen. Zwei Gassen weiter bog ich um die letzte Ecke und hatte mein Ziel erreicht. Beinahe stieß ich mit einer Traube von Menschen zusammen, die sich vor dem »Loft« die Beine in den Bauch standen. Das Internet schien ausnahmsweise einmal die Wahrheit gesagt zu haben. Das »Loft« war offensichtlich tatsächlich die neue Adresse Wiens. »The place to be«. Gerade als ich noch am Überlegen war, ob ich mich hier tatsächlich anstellen wollte, trat ein Pulk Menschen auf die Straße und wir Wartenden wurden eingelassen. Als ich am grimmig dreinblickenden Türsteher vorbeiging, änderte sich seine Miene augenblicklich und er zwinkerte mir lächelnd zu. Der Abend fing doch schon einmal vielversprechend an.
Da ich nur eine kleine Tasche bei mir trug, deren Riemen ich mir quer über den Oberkörper streifte, passierte ich die Garderobe, ohne etwas abzugeben, öffnete die schweren Eisentüren vor mir und wurde von hämmernden Bässen empfangen. Gute, alte Rockmusik schlug mir entgegen, fuhr in meinem Körper und nahm von ihm Besitz.
Das Einzige, das mich ausnahmslos erdete und aus meinem dunklen Gedankennetz befreien konnte, war Musik. Echte Musik. Nicht dieses künstlich erzeugte Digitalzeug, das sich heutzutage Musik schimpfte. Mein Magen vibrierte, mein Herz schlug im Takt, meine Muskeln spannten sich an. Musik war wie ein Lebenselixier für mich und diese traf genau meinen Geschmack. Alice Coopers »Poison« schlug mir entgegen und ich fühlte jeden Takt, lebte jede Note und jeden Ton. Blut schoss durch meine Adern, verteilte sich in jede vibrierende und tanzende Zelle, machte mich wach und ein breites Lächeln stahl sich auf mein Gesicht.
Die grellen Scheinwerfer blendeten mich. Ich trat zwei Schritte nach vorne und lehnte mich an eine gusseiserne Galerie. Auf den ersten Blick wurde mir klar, warum der Club»Loft« hieß. Man meinte, sich mitten in Manhattan zu befinden oder in Chicago oder einer anderen Metropole. Die Wände bestanden aus freigelegtem Klinkerputz und nacktem Beton. Breite Stahlstreben und Alurohre zogen sich quer durch den riesigen Raum, der auf verschiedene Ebenen unterteilt war, aber so offen angelegt, dass man alles überblicken konnte. Es war dunkel, es war rauchig, es war laut, es war voller Leben. Zuckende Körper dicht an dicht bewegten sich im Takt der Musik. Im größten Bereich unten war mittig eine Bar zu sehen – bestückt mit Spirituosen, Gläsern aller Formen und drei jungen, gutaussehenden Barkeepern, deren Hände nur so durch die Gegend flogen.
Es war, das musste ich zugeben, einer der genialsten Orte, die ich seit langem gesehen hatte. In meiner Jugend war ich nie ausgegangen. Während meine Mitschüler durch Discos gezogen waren, musste ich zu Hause über meinen Schulbüchern brüten oder meine Mutter davon abhalten, sich zu Tode zu saufen. Sobald ich ausgezogen war, hatte ich alles Versäumte nachgeholt. Lukas und meine Partynächte waren legendär, aber seit er in Argentinien lebte, war ich ruhiger geworden. Allerdings, wenn ich mich hier so umsah, würde sich das in näherer Zukunft vielleicht doch wieder ändern. Schon jetzt war ich vollkommen in meinem Element.
Vorsichtig stieg ich die steile Stahltreppe nach unten. Immer wieder kamen mir Feiernde entgegen und es war ein mühsames Vorankommen. Trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lächeln. Axl Rose löste Alice Cooper ab. »Welcome to the jungle«, nichts könnte besser passen. Die Musik machte mich high, sie vertrieb die letzten dunklen Gedanken aus meinem Kopf. Jetzt war keine Zeit zum Nachgrübeln und hier kein Platz für meine Dämonen. Das Einzige, das ich diese Nacht wollte, war Spaß, und ich war genau am richtigen Ort dafür.
Dieses Gefühl am Leben zu sein, das Leben in vollen Zügen zu genießen, es mit beiden Händen greifen zu können, selten hatte ich es so stark gefühlt wie gerade eben. Woher auch immer dieser Club so plötzlich gekommen war, es fühlte sich an wie nach Hause kommen, wie ein Wiedersehen, obwohl ich bestimmt nichts Vergleichbares jemals erlebt hatte. Rational konnte ich es nicht erklären, aber wer wollte an so einem Abend schon rational sein.
Bis zur Bar war ich bereits vorgedrungen und bahnte mir mein letztes Wegstück nach vorne zur Theke. Ein betrunkener Typ neben mir fiel beinahe vom Barhocker, wurde von seinen Kumpels aufgefangen und sie machten sich, wohl fertig für diesen Abend, auf den Weg Richtung Ausgang. Vielleicht war das Schicksal doch nicht immer Bullshit. Sofort schnappte ich mir den gerade frei gewordenen Hocker und ließ mich darauf sinken. Während ich weiter alles in mich aufsog, spürte ich regelrecht, wie ich angestarrt wurde. Als ich meinen Kopf Richtung Tresen wandte, fiel nun beinahe ich vom Hocker. Das Gesicht des Barkeepers befand sich nur wenige Zentimeter von meinem entfernt. Sein Aftershave kitzelte meinen Geruchsnerv und seine stechend blauen Augen blickten mich flirtend an.
»Mein Lichtblick des Abends, was willst du trinken, Schönheit?«
»Echt jetzt? Zieht der Spruch normalerweise?«
»Zu dick aufgetragen?« Er war süß. Richtig süß. Hatte blonde, verwuschelte Haare, dürfte in meinem Alter oder etwas jünger sein und ein schwarzes T-Shirt mit Barlogo spannte über seiner muskulösen Brust. Als er seine Arme vor sich verschränkte, kamen weitere Muskeln und ein paar einzelne Tattoos zum Vorschein.
Oh ja, er war wirklich süß.
»Na, fertig mit der Musterung? Wie schneide ich ab?« Ich musste grinsen, nicht jeder kam mit meiner Direktheit klar.
»Hmmm, ich bin mir noch nicht sicher, wäre allerdings bestechlich.«
»Verstehe!«, schmunzelte er. »Wie wäre es mit einem Drink aufs Haus? Du siehst nicht gerade nach rosa Cocktail aus, was darf’s also sein, Süße?« Lachend schüttelte ich den Kopf.
»Süße, ehrlich?« Daraufhin hielt ich ihm meine Hand hin.
»Ich heiße Julia und nicht Süße, und wenn du mir jetzt noch einen Whiskey einschenkst, dann könnten wir richtig gute Freunde werden.« Nun zwinkerte ich ihm zu und als er meine Hand ergriff, einen Kuss auf meinen Handrücken drückte und mir zuraunte: »Ich bin Daniel und Freundschaft ist das Letzte, an das ich gerade denke«, wusste ich, dass mein Tag in diesem Moment eine Hundertachtzig-Grad-Wendung vollzogen hatte.
Während Daniel mir ein gut gefülltes Glas zuschob und sich dann wieder anderen wartenden Gästen zuwandte, vor mir Gläser einschenkte, Cocktails mixte und dabei immer ein Lächeln und einen coolen Spruch auf den Lippen hatte, sog ich weiter die Atmosphäre in mich auf. Mich juckte es in den Beinen. Mir fiel es verdammt schwer, stillsitzen zu bleiben. Als ein Kollege Daniel zurief, dass ihnen langsam die Gläser ausgingen, dieser aber nur verzweifelt mit den Schultern zucken konnte, ergriff ich die Chance, um mich für den Gratis-Drink zu revanchieren. Grinsend stemmte ich mich von meinem Hocker hoch, griff über die Theke, schnappte mir einen Lappen und ein Tablett und drängelte mich durch die Menge zu den seitlich platzierten Stehtischen und Loungeecken. Ich sammelte leere Gläser ein, wich grapschenden Händen und feiernden Menschen aus, wischte Tische ab und hatte ehrlich Spaß dabei. Als ich mir mit einem über und über beladenen Tablett meinen Weg zurück zur Theke bahnte, nahm mir Daniel lachend die Gläser ab.
»Du suchst nicht zufällig einen Job?« Daran hatte ich zwar keine Sekunde gedacht, aber wenn ich mich so umblickte und in Daniels flehendes Gesicht sah, warum eigentlich nicht?
»Wenn du so fragst, eigentlich bin ich tatsächlich auf der Suche …« Hmmm, könnte ich mir das vorstellen, in einer Bar zu arbeiten? Doch bevor ich mir die Frage selbst beantworten konnte, beugte sich Daniel für einen kurzen Moment nach unten und als sein Kopf wieder auftauchte, warf er mir eine kleine, schwarze Schürze mitten ins Gesicht, lachte und meinte:
»Na dann, betrachte dich als eingestellt. Für heute würde es schon helfen, wenn du die Tische im Auge behältst, die Gläser zurückbringst und weiterhin gut dabei aussiehst. Den Rest besprechen wir später.«
»Gehört das tatsächlich zur Jobbeschreibung, gut dabei aussehen?«
»Nö, aber mir macht die Arbeit bei dem Anblick eindeutig mehr Spaß.«
Lachend schüttelte ich den Kopf, zog meinen Pferdeschwanz fest, band mir die Schürze um und ich konnte es nicht erklären, aber als ich die Bänder einmal um meine Taille wickelte und vorne seitlich verknotete, fühlte es sich an, als ob ich gerade mein Schicksal besiegelte. Was mir meine Gedanken damit sagen wollten, konnte ich nicht begreifen, aber naja, vielleicht war das Schicksal nicht immer nur Bullshit. Zumindest schien es einmal auf meiner Seite zu sein. Wie es aussah, hatte ich einen neuen Job und mich nicht einmal großartig dafür anstrengen müssen …

eine Lieben, na, neugierig geworden, wie es weitergeht? Dann könnt ihr natürlich, um auf Nummer sicher zu gehen, sofort auf die Amazon-Seite hüpfen und euch euer Buch sichern oder ihr versucht euer Glück bei meinem Ostergewinnspiel. Der Osterhase hat sich bereiterklärt, in diesem Jahr mit mir zusammenzuarbeiten und deshalb verschenken wir zwei druckfrische Exemplare von meinem zweiten Roman „Lebenswalzer“ aus der Lebens-Reihe. Das Einzige, das ihr dafür tun müsst – überlasst mir eure gesamten Ostergeschenke!!! Neiiiin, war natürlich nur Spaß, aber versuchen kann man es ja mal. Ihr müsst dafür gar nichts tun, außer mir hier ein Kommentar hinterlassen und mir verraten, ob ihr für den Fall, dass ihr gezogen werdet, eine persönliche Widmung ins Buch haben wollt. Die Verlosung endet am So 11. April 2021 um 0.00 Uhr und die Gewinner werden in den folgenden Tagen gezogen. Ich werde das Gewinnerkommentar beantworten, also schaut bitte ein paar Tage nach der Verlosung wieder vorbei, da ich aus Datenschutzgründen eure E-Mail Adressen nicht zur Kontaktaufnahme nutzen darf.  Der Rechtsweg usw. ist ausgeschlossen – oder wie man da immer sagt!

Damit auch all jene nicht traurig sein müssen, wenn sie dieses Mal leer ausgehen, habe ich noch eine großartige Aktion für euch. Das E-Book des ersten Teils der Reihe – „Lebensgrün“ – ist ab So, 4. April 2021, 09.00 lt bis einschließlich Do, 8. April 2021 kostenlos für euch zum Download erhältlich!

Puh, jetzt bin ich doch etwas erschöpft! Schenken macht zwar richtig gute Laune, aber strengt auch ganz schön an. Den Rest überlasse ich ab sofort dem Osterhasen und meiner Glücksfee. Ich drücke euch allen die Daumen! Erzählt bitte fleißig von diesem Gewinnspiel, denn je mehr mitmachen, desto besser und dann kann ich das gerne auch ein anderes Mal wiederholen.
Bevor ich hier jetzt endgültig alle Wortanzahlgrenzen sprenge, verabschiede ich mich besser in die Osterfeiertage! FROHE OSTERN noch einmal, lasset die Hosenknöpfe springen. Alles, alles Liebe, love&peace,

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39 Comments

  • Reply
    Eva
    04/04/2021 at 7:33

    Guten Morgen liebe Mirli, ich bin schon fast fertig mit Lebenswalzer und was Du da wieder geschaffen hast, ist unglaublich. Ich komme gar nicht mehr zu irgendetwas anderem, so schön geschrieben. Umso mehr würde ich mich über ein signiertes Werk von Dir freuen  Frohe Ostern und ganz liebe Grüße, Eva

  • Reply
    Tamara
    04/04/2021 at 7:36

    Liebe Mirli, frohe Ostern und eine wunderschöne Zeit. Ich liebe Dein Buch jetzt schon und würde mich riesig über ein Exemplar von Dir freuen, liebe Grüße, Tamara

  • Reply
    Anika
    04/04/2021 at 7:37

    Schönen guten Morgen Mirli, oh ja, ich würde mich ganz toll freuen über ein Buch von Dir mit persönlicher Widmung. Ich hatte ja gehofft, dass Du wieder ein Gewinnspiel machst!! Wünsche Dir von Herzen frohe Ostern und schöne Feiertage, alles Liebe Anika

  • Reply
    Bea
    04/04/2021 at 7:38

    Hallo Mirli, Deine Bücher gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich kann es gar nicht mehr erwarten, bis der dritte Teil veröffentlicht wird und ja, ich hätte so gerne noch ein Buch von Dir mit Widmung. Lebensgrün hat einen ganz besonderen Platz in meiner Wohnung! Und da muss Lebenswalzer auch noch hin Frohe Oster und liebe Grüße, Bea

  • Reply
    Evelyn
    04/04/2021 at 7:39

    Oh mein Gott, ist die Geschichte genial. Ich muss unbedingt unbedingt unbedingt das Buch haben und wenn es noch möglich ist, mit Widmung, dann warte ich gerne noch, liebe Grüße, Evelyn

  • Reply
    Karin
    04/04/2021 at 7:40

    Liebe Mirli, Dein Schreibstil ist so unverwechselbar, ich wünschte, ich hätte einer deiner Gaben. Bei dir scheint alles einfach perfekt zu sein. Der Roman zählt jetzt schon zu meinen Lieblingsromanen, natürlich würde ich mich sehr über eine Widmung freuen, liebe Grüße Karin

  • Reply
    Larissa
    04/04/2021 at 7:41

    Hallo, ich würde mich sehr über ein Buch mit Wdmung freuen, frohe Ostern und schöne Feiertage

  • Reply
    Samira
    04/04/2021 at 7:41

    Guten Morgen Mirli, ganz großes Kompliment zu Deinem zweiten Roman, der fast noch besser ist als der erste, sofern das überhaupt noch geht! Selbstverständlich würde ich mich sehr über eine Widmung freuen, wenn ich gezogen werde, wäre ein perfektes Geburtstagsgeschenk. Liebe Grüße, Samira

  • Reply
    Elisabeth
    04/04/2021 at 7:43

    Schönen guten Morgen, ich hätte so gerne das Buch mit Widmung, wäre das perfekte Ostergeschenk für mich, liebe Grüße

  • Reply
    Dirk
    04/04/2021 at 7:43

    Hallo Mirli, ich finde es so toll, aus dem nichts heraus solche Meisterwerke zu erschaffen, man würde nie denken, dass Du erst jetzt mit dem Schreiben begonnen hast. Ich würde mich sehr über ein Buch von Dir mit Signatur freuen, LG Dirk

  • Reply
    Mary
    04/04/2021 at 7:44

    Hallo, oh ja, ein Buch mit Signatur wäre mega, ich werf mich gleich in den Lostopf, alles Liebe und frohe Ostern

  • Reply
    Nora
    04/04/2021 at 7:45

    Oh wie genial!!! Ich bin jetzt schon Fan, wollte mir ohnehin schon bestellen, aber natürlich wäre eine Ausgabe mit Widmung etwas ganz Besonderes! Klasse geschrieben! Frohe Ostern und liebe Grüße, Nora

  • Reply
    Anne
    04/04/2021 at 7:45

    Mensch Mirli, krasse Geschichte hast Du da geschrieben, ich war von der ersten Sekunde an einfach nur gefesselt und konnte es gar nicht glauben. Anders als Lebensgrün, aber fast noch besser. Hätte ich nie gedacht, dass ich dass nach Lebensgrün mal sage. Du hast so großes Talent, natürlich würde ich mich sehr über ein Buch von Dir mit Widmung freuen, ist ja auch eine Geldanlage Ich wünsche Dir von Herzen frohe Ostern und ganz liebe Grüße Anne

  • Reply
    Ines
    04/04/2021 at 7:47

    Ich würde mich so sehr über deinen Roman freuen, herzlichen Glückwunsch dazu und frohe Ostern

  • Reply
    Uwe
    04/04/2021 at 7:54

    Liebe Mirli, Deine Bücher sind genial geschrieben und die Geschichten ziehen einen so in den Bann, für mich bist Du die Autorin unserer Zeit! Frohe Ostern!!! Isi PS: natürlich mit Widmung

  • Reply
    Franzi
    04/04/2021 at 7:55

    Guten Morgen und Hallo, sehr gerne würde ich ein Exemplar von Dir mit Widmung bekommen, ich finde die Geschichte zu genial. Hätte ich nicht gedacht, in welche Richtung der zweite Roman von Dir geht, hast mich überrascht, natürlich positiv! Schöne Grüße, Franzi

  • Reply
    Vroni
    04/04/2021 at 7:55

    Liebe Mirli, als Erstes: Frohe Ostern! Ich wünsche Dir von Herzen ein paar schöne und erholsame Feiertage! Ich muss ja gestehen, ich konnte noch nicht bestellen, ist sich leider noch nicht ausgegangen, umso mehr würde ich mich über ein Buch von Dir mit Widmung freuen! Danke für die Möglichkeit mit Lebensgrün, finde es großartig, dass Du Dein Buch kostenlos zur Verfügung stellst, passt zu Dir! Liebe Grüße, Vroni

  • Reply
    Carmen
    04/04/2021 at 7:57

    Hallo und schönen guten Morgen, ich würde mich riesig über ein Buch von Dir mit Widmung freuen, frohe Ostern und herzliche Grüße

  • Reply
    Lena
    04/04/2021 at 7:57

    Einfach nur genial kann man da sagen. Einfach nur genial!!!!!! Mich hast Du vollends überzeugt. Gerne hätte ich ein Exemplar mit Widmung, würde mich sehr freuen!! Frohe Ostern und liebe Grüße, Lena

  • Reply
    Claudia
    04/04/2021 at 8:07

    Liebe Mirli, das Buch über meine Namensvetterin gefällt mir jetzt schon sehr! Da wäre eine unterschriebene Ausgabe super genial! Frohe Ostern und liebe Grüße, Claudia

  • Reply
    Petra
    04/04/2021 at 8:08

    Mirli, dein Roman ist mega. Da würde ich mich sehr über ein Buch mit Widmung von Dir freuen, liebe Grüße

  • Reply
    Michaela
    04/04/2021 at 8:09

    Frohe Ostern Mirli, so eine schöne Idee mit dem Gewinnspiel und den ersten Kapiteln und natürlich mit dem Gratisbuch, da bin ich sehr gerne dabei und würde mich über eine Widmung sehr freuen, alles Liebe, Michaela

  • Reply
    Ute
    04/04/2021 at 8:10

    Guten Morgen! Ich würde mich sehr über ein Buch mit Widmung freuen, die Geschichte hat mich sehr berührt! Liebe Grüße Ute

  • Reply
    Yvonne
    04/04/2021 at 8:10

    Das nenne ich mal ein Ostergeschenk hoch Drei! Super Idee, bin auch schon im Lostopf. Gerne mit Widmung, versteht sich ja von selbst. Genial geschrieben!!

  • Reply
    Daniela
    04/04/2021 at 8:14

    Schönen guten Morgen und frohe Ostern wünsche ich Dir. Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn ich ein Buch mit persönlicher Widmung bekommen könnte 🙂 Liebe Grüße und frohe Ostern

  • Reply
    Tanja
    04/04/2021 at 8:21

    Liebe Mirli, ich würde mich von ganzem Herzen über Dein genial geschriebenes Meisterwerk freuen, alleine die ersten Kapitel sind eine Wucht. Frohe Ostern und alles Liebe, Tanja

  • Reply
    Silvia
    04/04/2021 at 8:40

    Hallo, ich würde mich sehr über ein signiertes Buch freuen! Frohe Ostern und der Roman ist unglaublich schön geschrieben

  • Reply
    Magdalena
    05/04/2021 at 8:34

    Schöne Ostern liebe Mirli. Ich hoffe du hast schöne gemütliche Tage mit deinen liebsten. Nachdem mir dein erstes Buch schon so gut gefallen hat, würde ich mich riesig über das zweite freuen. Die Auszüge sind so unglaublich schön geschrieben.
    Glg Magdalena

  • Reply
    Bianca
    05/04/2021 at 8:42

    Liebe Mirli, ich bin so ein großer Fan Deiner Romane. Sie sind beide meine absoluten Lieblingsbücher und deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn ich ein Exemplar von Dir mit Widmung bekommen könnte. Wünsche Dir noch ein wunderschönes restliches Osterfest und liebe Grüße, Bianca

    • Reply
      MirliMe
      12/04/2021 at 10:11

      Guten Mooooorgen, liebe Bianca und ich glaube fast, für dich wird es ein besonders schöner Morgen, dennnn: GRATULIIIIIIERE, meine Glücksfee hat dich gezogen und ein Exemplar „Lebenswalzer“ macht sich ganz bald auf den Weg zu dir – natürlich mit Widmung, keine Frage. Ich freu mich riesig für dich und würde dich bitten, dass du dich unter mirli@mirlime.at bei mir meldest und mir deine Adresse bekannt gibst, damit das Buch vielleicht diese Woche noch bei dir ankommt. Fühl dich ganz lieb gedrückt und viel Freude mit deinem „Lebenswalzer“, alles, alles Liebe, x S.Mirli!

  • Reply
    Christina
    05/04/2021 at 9:40

    Liebe Mirli,

    erst einmal herzlichen Glückwünsch, du hast es dir so was von verdient! Und was für ein tolles Gewinnspiel für deine Leser*innen.
    Ich habe bereits deinen ersten Roman „Lebensgrün“ geliebt und habe auch „Lebenswalzer“ fast fertig gelesen. Dein Schreibstil ist einfach so besonders und berührt, deine Geschichten verzaubern.
    Ich würde mich sehr über eine von dir signierte Ausgabe von Lebenswalzer freuen, zumal ich Lebenswalzer bisher nur auf dem E-Book habe.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Ostermontag.
    Viele liebe Grüße
    Christina

  • Reply
    Jessi
    05/04/2021 at 11:43

    Liebe Mirli,
    was würde ich mich über ein Exemplar mit persönlichen Worten freuen 🙂 dein erstes Buch habe ich schon regelrecht verschlungen und auch die beiden Kapitel hier machen Lust auf mehr!
    Danke für die großzügigen Geschenke!!
    Genieß die letzten Osterstunden und feiere deinen Erfolg noch ein bisschen 🙂
    Alles Liebe!
    Jessi

  • Reply
    Wonderful Fifty
    05/04/2021 at 21:22

    Liebe Mirli, was bist du doch für ein lieber Osterhase und teilst Geschenke für uns alle aus. Deine Bücher sind ja wirklich ein wunderbares Geschenk und das nicht nur zu Ostern. Daher gleich mal herzliche Gratulation für deine Reihung bei Amazon – mittlerweile bist du ja weiterhin in der Reihung noch weiter gestiegen, wie ich festgestellt habe. Du kannst absolut stolz auf dieses Ergebnis sein und deine Bücher und natürlich du haben das wirklich verdient. Es steckt so viel Liebe und Wärme in deinen Büchern, die eben nur ein selbst so empathischer und liebevoller Mensch wie du sie schreiben kann und es wäre wirklich für uns alle schade, wenn du dieses Talent und diese Gabe nicht für solche unglaublichen Werke verwenden würdest. Liebe Mirli, vielen Dank, dass wir immer wieder an deinen tollen Schreibkünsten teilhaben dürfen und natürlich freue ich mich und bin auch schon sehr gespannt auf den dritten Teil deiner Serie. Ich wünsche dir noch eine ganz wunderbare restliche Woche, hab viele schöne Stunden mit deinen Werken, fühl dich ganz herzlich gedrückt und alles, alles Liebe Gesa

  • Reply
    Elena
    05/04/2021 at 21:35

    „Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.“ – mit diesem Zitat von Walt Disney wollte ich unbedingt beginnen! Liebe Mirli dein Talent für das Schreiben, die Worte denen du Bedeutung gibst und eine ganz neue Welt erschaffen kannst ist unglaublich und es ist faszinierend hinein zu tauchen und sich auf eine große Reise der Emotionen und Fantasie zu begeben. Man riecht was sie riechen und schmeckt was sie kosten und fühlt ihrer Freude und ihren Schmerz. Liebe Mirli, du hattest den Mut dein erstes Buch zu schreiben und jetzt ist sogar schon dein zweites “Lebenswalzer” in vielen Haushalten und haben dort ein schönes Zuhause gefunden. Du hast den Mut gehabt diesen Schritt zu wagen, den Mut zum Träumen. Ich liebe es mich von deinen Charakteren mitreißen zu lassen und fast glaubt man, sie selbst schon zu kennen.- verrückt?! Ich würde mich sehr freuen ein Exemplar mit besonderer Widmung in meinen Händen halten zu dürfen! – viel besser als nur auf meinem Kindle momentan!
    Wünsche dir noch einen schönen Ostermontagabend- puh, das Wort war jetzt aber lang.
    Ganz viel Liebe,
    Elena ❤️

    • Reply
      MirliMe
      12/04/2021 at 10:14

      Einen wunderschönen guten Moooorgen, liebe Elena! Ich würde jetzt nur zu gerne mit einem mindestens genauso schönen Zitat kontern, aber ich glaube fast, ich habe etwas noch viel Besseres auf Lager: GRATULIIIIIERE, meine Glücksfee hat dich gezogen und deshalb macht sich ein Exemplar „Lebenswalzer“ ganz bald zu dir auf den Weg. Natürlich mit ganz besonderer Widmung, wobei ich mir fast sicher bin, ich kann nicht so schöne Worte finden, wie du es hier hast. Ehrlich, ich habe Tränen in den Augen und ich weiß mein Buch bei dir in den besten Händen. Wenn du so lieb bist, schick mir bitte deine Adresse an mirli@mirlime.at , dann macht sich das Buch gleich auf den Weg zu dir. Fühl dich ganz arg lieb umarmt und ich freue mich sooooo sehr für dich, alles, alles Liebe, x S.Mirli!

  • Reply
    miras_world_com
    08/04/2021 at 19:22

    Liebe Mirli, ich finde immer wieder unglaublich, wie kreativ und talentiert du bist! Ich hoffe übrigens, dass du schöne Ostern hattest! Liebe Grüße!

  • Reply
    Vanessa
    09/04/2021 at 9:09

    Liebe Mirli,
    ich habe deinen Roman ja schon durchgelesen und fand ihn großartig! Du bist wirklich einen tolle Inspiration und du motivierst mich, auch an meinem weiterzuschreiben (auch wenn das noch eine Weile dauern wird, aber der Weg ist das Ziel. nicht wahr?). Mich würde auch noch ein wenig „Behind-the-Scenes“ interessieren, also wie du deine Projekte strukturierst, wie du schreibst, wo du Inspiration findest, wie du Bearbeitungen durchführst, etc. – also „Schreibwerkstatt“-Stuff 🙂 Da kann ich mir bestimmt noch was für meine Schreibprojekte lernen!
    Ich hoffe, du hattest ebenfalls schöne Ostern!
    Liebe Grüße!

  • Reply
    Martin
    11/04/2021 at 6:08

    Hallo Mirli, ich werf mich auch noch in den Lostopf hinein, über ein Buch mit Widmung würde ich mich sehr freuen,
    LG Martin

  • Reply
    Kerstin
    11/04/2021 at 8:26

    Liebe Mirli, Natürlich würde ich mich riesig über ein Exemplar von Dir mit Widmung freuen 🙂
    Schönen Sonntag wünsche ich Dir, liebe Grüße Kerstin

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